Verkehrsmanagement und Infrastrukturplanung: Vizebürgermeister von Warschau in Wien
7.5.2026
Wie gelingt Verkehrsorganisation bei komplexen Bauvorhaben im Stadtzentrum? Welche Kriterien sind entscheidend, wenn Infrastrukturprojekte prioritär umgesetzt werden? Und wie kann öffentlicher Raum neugestaltet werden, ohne die Mobilität einzuschränken? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Delegation aus Warschau unter der Leitung des Vizebürgermeisters Tomasz Mencina am 7. und 8. Mai 2026 bei einem Besuch in Wien. Gemeinsam mit Wiener Expert*innen wurden Fragen der Infrastrukturplanung und Verkehrsorganisation diskutiert sowie Wiener Best-Practice-Beispiele vor Ort besichtigt.
Am ersten Tag des Delegationsbesuchs aus Warschau kam es zunächst zu einem Fachaustausch mit Vertreter*innen der Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Bauten und Technik, der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) sowie der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28). Im Mittelpunkt standen Themen wie die Planung und Verwaltung temporärer Straßensperren, Entscheidungsprozesse bei Infrastrukturmaßnahmen, die Priorisierung von Investitionen, die Verkehrsorganisation während Bauarbeiten sowie die Koordination verschiedener Stakeholder*innen. Darüber hinaus wurden Erfahrungen aus Projekten in innerstädtischen Bereichen sowie Erfolgsfaktoren aus der Wiener Praxis diskutiert.
Im Anschluss besichtigte die Delegation ausgewählte Projekte im Stadtgebiet. Vorgestellt wurden unter anderem die Neugestaltung der Universitätsstraße sowie die Verkehrsorganisation im Bereich der U-Bahn-Baustelle bei der Landesgerichtsstraße.
Am Nachmittag stand die neugestaltete Favoritenstraße im Fokus. Vor Ort wurden konkrete Maßnahmen zur Umgestaltung des öffentlichen Raums sowie deren Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität erläutert.
Planung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten
Am zweiten Tag des Besuchs fand ein weiterer Fachaustausch mit Vertreter*innen der Wiener Linien statt. Thematisiert wurden aktuelle Entwicklungen im Wiener Öffi-Netz, die unter dem Motto "Netz erst recht!" laufenden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen sowie Fragen rund um die Instandhaltung der Infrastruktur. Vertieft wurden dabei insbesondere Ansätze des Asset Managements, der langfristigen Projektplanung und der Priorisierung technischer Projekte. Zudem wurden Themen wie mehrjährige Finanzierungsmodelle, Fachkräftemangel, Erneuerungszyklen der Infrastruktur sowie Entscheidungsprozesse bei Infrastrukturprojekten zwischen beiden Städten diskutiert.
Der Delegationsbesuch aus Warschau diente dem fachlichen Austausch zwischen den beiden europäischen Metropolen. Neben Gesprächen mit Wiener Expert*innen standen auch Besichtigungen ausgewählter Projekte im Stadtgebiet auf dem Programm, wodurch die Delegation Einblicke in die Wiener Praxis der Infrastrukturplanung und Verkehrsorganisation erhielt.
Weitere Informationen
Baustellenmanagement für Wien – Stadt Wien
Verkehr - Planung und Konzepte – Stadt Wien
Fachkonzept Mobilität - STEP 2025 – Stadt Wien
"Netz erst recht!" – Wiener Linien
Öffi-Ausbau U2xU5 – Wiener Linien