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Sofia / Bulgarien

Nationales STEM-Zentrum im Sofia Tech Park eröffnet

​Im Sofia Tech Park wurde am 29. September 2026 das neue Nationale STEM-Zentrum feierlich eröffnet. Die Einrichtung soll als landesweites Kompetenzzentrum für die Förderung von Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik dienen und eine engere Verbindung zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft schaffen. Nach Angaben von Innovationsminister Ivan Vassilev (parteilos) soll das Zentrum Schüler*innen sowie Lehrkräften Zugang zu modernster Infrastruktur und innovativen Lernmethoden bieten. Der Standort im Sofia Tech Park wurde bewusst gewählt, da sich in unmittelbarer Nähe wichtige Forschungs- und Innovationsakteure wie der bulgarische Supercomputer, das Forschungsinstitut INSAIT sowie Technologieinkubatoren und Investitionsfonds befinden. Das Zentrum verfügt über spezialisierte Labore für Naturwissenschaften, grüne Technologien, Robotik, Kü​nstliche Intelligenz, Mathematik und Informatik. Darüber hinaus umfasst die Anlage Außenlernflächen, eine STEM-Spielzone, ein Gewächshaus, ein Freiluftklassenzimmer, ein Amphitheater sowie Sporteinrichtungen. Das mit 17,5 Millionen Euro aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan finanzierte Projekt soll praxisorientiertes Lernen fördern und Schüler*innen, Lehrkräfte, Olympiamannschaften und Expert*innen vernetzen. An der Veranstaltung nahmen Vertreter*innen der Regierung, des Bildungswesens und der Wissenschaft teil.​

Sofia / Bulgarien

Konferenz zu Flüchtlingen und Schutzsuchenden in Sofia

​Am 29. September 2026 fand an der Universität für National-​ und Weltwirtschaft in Sofia die wissenschaftliche Fachkonferenz "Flüchtlinge und Schutzsuchende in Bulgarien" statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Nationalen Netzwerk für Kinder, der Staatlichen Agentur für Flüchtlinge und der Universität organisiert. ​Vertreter*innen aus Wissenschaft, staatlichen Institutionen, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft diskutierten über aktuelle Entwicklungen im Bereich Asyl und Migration. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen der Rahmenbedingungen für Menschen, die internationalen Schutz in Bulgarien suchen, sowie die Herausforderungen für die zuständigen Institutionen. Ein weiterer Schwerpunkt war die öffentliche Wahrnehmung von Geflüchteten in den Medien, sozialen Netzwerken und der Gesellschaft. Die Teilnehmer*innen erörterten zudem Möglichkeiten zur Verbesserung der Unterstützung für Schutzsuchende und zur Stärkung des Schutzsystems für unbegleitete Minderjährige. Behandelt wurden insbesondere die Auswirkungen des EU-Migrations- und Asylpakts auf Bulgarien, die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sowie Unterstützungsmodelle für Fachkräfte, die mit Kindern und Schutzsuchenden arbeiten. Die Konferenz verband wissenschaftliche Analysen mit praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsfeld Migration und Kinderschutz.​

Prag / Tschechien

Obdachlosenzentrum im siebten Prager Bezirk wird saniert

Die Prager Stadtverwaltung hat die Vorbereitung einer umfassenden Sanierung des von der Heilsarmee betriebenen Obdachlosenzentrums in der Tusarova-Straße im siebten Prager Bezirk genehmigt. Die Kosten des Umbaus werden auf rund 8,6 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer geschätzt. Nach der Modernisierung soll die Einrichtung 60 reguläre Betten sowie 20 weitere Plätze mit verstärkter Betreuung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bieten. Angesprochen werden insbesondere Personen nach einem Krankenhausaufenthalt, Senior*innen ohne familiären Rückhalt sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder komplexen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Die bisherige Schlafunterkunft und das Tageszentrum sollen in ihrer bisherigen Form nicht fortgeführt werden; stattdessen entstehen zusätzliche Zimmer für Klient*innen mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Gleichzeitig sollen die medizinischen Angebote ausgebaut werden, unter anderem durch eine Hausarztpraxis und möglicherweise eine psychiatrische Ambulanz. Ein Teil der Räumlichkeiten soll bei Bedarf außerdem als Quarantäne- oder Isolationsbereich genutzt werden können. Ziel des Projekts ist es, in Prag eine stärkere Verbindung zwischen Sozial- und Gesundheitsversorgung für wohnungslose Menschen zu schaffen. Hintergrund ist, dass in der Hauptstadt, nach Einschätzung der Stadt, zunehmend Menschen ohne festen Wohnsitz leben, die zugleich auf medizinische und soziale Unterstützung angewiesen sind.

Prag / Tschechien

Neue Tagesstätte für Menschen mit Behinderung in Prag eröffnet

Im Prager Stadtteil Opatov hat eine neue Tagesstätte für Menschen mit geistiger und kombinierter Behinderung sowie für Personen im Autismus-Spektrum ihren Betrieb aufgenommen. Die Einrichtung Dobromysl entstand in Zusammenarbeit zwischen der Hauptstadt Prag und der gleichnamigen sozialen Organisation. Derzeit können dort, je nach Betreuungsbedarf bis zu 16 Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren versorgt werden, bis Ende 2026 soll die Kapazität auf 20 Plätze steigen. Die rund 644 Quadratmeter großen Räumlichkeiten befinden sich in einem sanierten Gebäude unmittelbar an der U-Bahn-Station Opatov. Der Umbau kostete etwa 715.000 Euro, die Ausstattung übernahm die Organisation Dobromysl. Die Tagesstätte ist werktags von 8 bis 17 Uhr geöffnet und soll neben der Betreuung insbesondere die Selbstständigkeit und sozialen Fähigkeiten der Klient*innen fördern. Geplant sind zudem regelmäßige Angebote wie Musik-, Kunst- und tiergestützte Therapien. Gleichzeitig entlastet die Einrichtung Angehörige, die häufig dauerhaft eine intensive Betreuung übernehmen und diese mit Beruf und anderen Verpflichtungen vereinbaren müssen. Prag baut seine entsprechenden sozialen Angebote derzeit auch an anderen Standorten aus und plant unter anderem eine weitere Tagesstätte in Prag 10. Der Bedarf bleibt dennoch hoch. Neben den derzeit insgesamt 151 betreuten Personen stehen weitere 42 auf einer Warteliste.​

Prag / Tschechien

Industriepalast in Prag öffnet nach jahrelanger Sanierung

Der umfassend sanierte Industriepalast auf dem Prager Messegelände im 7. Bezirk ist ab Ende September erstmals seit mehreren Jahren wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Von 25. September bis 11. Oktober 2026 werden Führungen angeboten, bei denen Besucher*innen die Geschichte, Architektur und neue Gestalt des denkmalgeschützten Gebäudes kennenlernen können. Die umfangreiche Sanierung und der Wiederaufbau des 2008 durch einen Brand zerstörten linken Flügels begannen im Februar 2022. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mehr als 122 Millionen Euro. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits 2025 abgeschlossen werden, jedoch stellte sich nach der Freilegung von Fundamenten, Böden und Decken heraus, dass der Zustand des historischen Bauwerks schlechter war als erwartet. Der Industriepalast wurde 1891 nach Plänen des Architekten Bedřich Münzberger für die Prager Jubiläumsausstellung errichtet und zählt zu den bedeutenden technischen Denkmälern der Stadt. Bemerkenswert war insbesondere die damals innovative Verwendung einer vorgefertigten Eisenkonstruktion, mit der das Gebäude innerhalb von nur zehn Monaten entstand. Nach den öffentlichen Führungen wird der Palast nicht regulär für Besucher*innen geöffnet bleiben, sondern wieder für Ausstellungen, Messen und andere Veranstaltungen genutzt. Als erste größere Veranstaltung nach der Wiedereröffnung ist Anfang Oktober das Designfestival Designblok vorgesehen.​​

Prag / Tschechien

Neue Flächen für Verkehr und Kultur in Prag

Die Stadt Prag und die Staatliche Eisenbahnverwaltung Správa železnic (SŽ) haben sich auf den Austausch mehrerer Grundstücke verständigt, die wichtige Verkehrs- und Kulturprojekte ermöglichen sollen. Die Hauptstadt erhält Grundstücke im Stadtteil Holešovice, die für den geplanten Bau der Moldau-Philharmonie benötigt werden. Im Gegenzug bekommt die Eisenbahnverwaltung Flächen in der Neustadt und in Vinohrady, die sie für die geplante Modernisierung der Abfertigungshalle des Prager Hauptbahnhofs benötigt. Aufgrund des unterschiedlichen Grundstückswerts wird SŽ der Stadt rund 6,2 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer zahlen. Eine weitere Vereinbarung betrifft das Umfeld des Bahnhofs Krč, wo die neue Station Nádraží Krč der im Bau befindlichen U-Bahn-Linie D entstehen soll. Dort plant Prag neben der Station auch eine Park-and-Ride-Anlage, während die Eisenbahnverwaltung den bestehenden Bahnhof modernisieren und ein neues Empfangsgebäude errichten will. Dieses soll gemeinsam von SŽ und den Prager Verkehrsbetrieben (DPP) genutzt werden, die dort eine Leitstelle für die U-Bahn einrichten wollen. Die Bahn- und die U-Bahn-Station sollen direkt miteinander verbunden werden, wobei der Eisenbahnverkehr auch während der Bauarbeiten aufrechterhalten werden soll. Durch einen weiteren Grundstückstausch erhält Prag die Flächen unter der künftigen U-Bahn-Station, während die Grundstücke unter dem neuen Bahnhofsgebäude an SŽ gehen. Für den Wertunterschied bei diesem Geschäft zahlt die Hauptstadt rund 515.000 Euro an die staatliche SŽ.​