Digital-Staatssekretär Berlins wegen früherer Firmeninsolvenzen unter Druck
Der neue Berliner Staatssekretär für Digitalisierung und Chief Digital Officer, Matthias Hundt, gerät wegen seiner früheren Geschäftstätigkeiten in Sachsen zunehmend unter Druck. Recherchen von rbb und MDR zufolge war Hundt Geschäftsführer mehrerer Firmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten oder insolvent wurden. Besonders im Fokus steht die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, gegen die nach Anträgen zweier Krankenkassen Ende 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die Staatsanwaltschaft Dresden bestätigte inzwischen Ermittlungen wegen möglicher Insolvenzstraftaten, betont jedoch, dass die Unschuldsvermutung gilt. Hundt weist die Vorwürfe zurück und spricht von Streitigkeiten und geringfügigen Beiträgen. Die Berliner Senatskanzlei erklärte, von den Insolvenzproblemen vor Hundts Ernennung nichts gewusst zu haben. Inzwischen hat Hundt um seine Entlassung als Staatssekretär gebeten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner von der Christlich Demokratischen Union (CDU) will der Bitte nachkommen.