City News Archiv

filter archiv
-
City News Archiv Pfeil
Prag / Tschechien

Zehntausende feierten bei der Prague Pride

Die traditionelle Pride-Parade fand heuer am Samstag, dem 8. August, in Prag statt und bildete den Höhepunkt des einwöchigen Festivals zur Unterstützung der Rechte von LGBTQIA+-Personen. Laut Veranstalter*innen nahmen wie im Vorjahr rund 45.000 Menschen teil. Die Teilnehmenden versammelten sich am Vormittag auf dem Wenzelsplatz und gedachten mit einer Schweigeminute der Opfer des jüngsten Angriffs auf eine ähnliche Veranstaltung in Berlin. Die Sicherheitsvorkehrungen waren deshalb deutlich verstärkt worden. Hunderte Polizist*innen und ein Antikonflikt-Team begleiteten die Veranstaltung, die ohne Zwischenfälle verlief. Vereinzelte Gegenproteste entlang der Route blieben friedlich. Der mehr als zweistündige Umzug führte durch die Prager Innenstadt bis zur Insel Štvanice, wo das Festival mit Konzerten, Diskussionsrunden und Informationsangeboten fortgesetzt wurde. Aufgrund rückläufiger Unternehmensförderung wurde erstmals ein freiwilliger Eintrittsbeitrag von rund acht Euro eingehoben. Zudem stand das Festival erstmals seit Jahren nicht unter der Schirmherrschaft eines Regierungsmitglieds. Die Organisator*innen betonten, weiterhin auf die Situation von LGBTQIA+-Personen in Tschechien und die aus ihrer Sicht notwendigen rechtlichen Verbesserungen aufmerksam machen zu wollen. Unterstützung erhielt die Veranstaltung unter anderem vom Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda (ODS – Bürgerdemokratische Partei), der Regierungsbeauftragten für Menschenrechte Taťána Malá (ANO - Ja) sowie dem Prager Verkehrsstadtrat Jaromír Beránek (Piratenpartei). Ferner nahmen Vertreter*innen der Piratenpartei, von STAN und der Grünen an der Veranstaltung teil. ​

Prag / Tschechien

Verschärfte Sicherheitsauflagen bei der Prague Pride

Die diesjährige Prague Pride wird von deutlich verstärkten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Polizei reagiert damit auf den jüngsten Angriff bei einer vergleichbaren Veranstaltung in Berlin, bei dem ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Das Prager Festival begann am Montag und erreicht am Samstag, dem 8. August, mit dem traditionellen Regenbogenumzug seinen Höhepunkt. Mehrere Hundert Polizist*innen werden den Umzug absichern. Im Einsatz sind unter anderem Einheiten der Ordnungs- und Verkehrspolizei, Kriminalbeamt*innen, eine spezielle Bereitschaftseinheit sowie Antikonfliktteams. Auch weitere Bestandteile des Rettungssystems, die Stadtverwaltung und die Prager Verkehrsbetriebe sind in die Sicherheitsmaßnahmen eingebunden. Zusätzlich kommen berittene Polizist*innen, die Wasserschutzpolizei und ein Hubschrauber zum Einsatz. Bereits seit Montag überwacht die Polizei zudem die begleitenden Festivalveranstaltungen verstärkt. Der diesjährige Pride Park wird vom Letná-Park auf die Insel Štvanice verlegt. Dadurch ändert sich auch die Route des Umzugs, der vom unteren Teil des Wenzelsplatzes durch das historische Zentrum bis nach Štvanice führt. Wegen des Umzugs müssen Einwohner*innen und Besucher*innen mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rechnen. Das Prager Stadtzentrum wird am Samstag voraussichtlich zwischen zwölf und 17 Uhr abschnittsweise für den Autoverkehr gesperrt.

Zagreb / Kroatien

Sanierung der Pelješac-Brücke in Kroatien startet im Herbst

Im Oktober beginnt die Sanierung kleinerer Mängel sowie aller sechs Betonpfeiler der Pelješac-Brücke, die den Süden Kroatiens seit vier Jahren mit dem Rest des Landes verbindet. An der Brücke wurden keine strukturellen Schäden festgestellt, und es besteht keinerlei Gefahr für die Stabilität oder die Verkehrssicherheit. Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der nächsten Tourismussaison, also bis Juni, abgeschlossen sein. Falls dies nicht gelingt, werden sie im Herbst des kommenden Jahres fortgesetzt. Während der Sanierungsarbeiten bleibt die Brücke für den Verkehr geöffnet. An der Brücke wurden Risse in der obersten Betonschicht festgestellt, vor allem an den Pfeilern. Diese haben sich ausgeweitet, in einigen Bereichen sind Feuchtigkeit und Wasser eingedrungen. Die Sanierung ist notwendig, da andernfalls Wasser und Salz mit der Zeit bis zur Armierung der Pfeiler vordringen könnten. Dies würde zu Korrosion führen und zudem die Gefahr bergen, dass Betonteile auf die Fahrbahn stürzen. Es handelt sich um Schäden, die bei einem solchen Infrastrukturprojekt nicht ungewöhnlich sind. Die Sanierungsarbeiten wird das Unternehmen "China Road and Bridge Corporation" durchführen, welches die Brücke auch gebaut hat, da die zehnjährige Gewährleistung für die Beseitigung von Baumängeln weiterhin gilt. Der Gesamtwert aller Arbeiten wird inoffiziell auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt.