Bürgermeister von Berlin weist Kritik an Krisenmanagement zurück

19.1.2026

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union) wies die Vorwürfe zu seinem Krisenmanagement nach dem Anschlag auf das Stromnetz zurück. Er betonte bei einem Bürger*innengespräch im Berliner Stadtteil Dahlem, jederzeit erreichbar gewesen zu sein, auch wenn er nicht sofort vor Ort war. Ein früheres Erscheinen hätte aus seiner Sicht vor allem ihm selbst genutzt, nicht aber den Betroffenen. Stattdessen habe er sich auf die Koordination konzentriert und den Einsatz von Bundeswehr und Bundespolizei ermöglicht. Kritik entzündete sich insbesondere an einem Tennisspiel am Tag des Anschlags, für das Wegner sich nicht entschuldigte. Unter den Anwesenden gab es sowohl deutliche Vorwürfe als auch Applaus für die Einschätzung, die Debatte sei überzogen. Zugleich forderte Wegner mehr Befugnisse für den Regierungschef in Krisenlagen und kündigte besseren Schutz kritischer Infrastruktur an.

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin