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Serbische Lkw-Fahrer*innen blockieren Grenzen

Seit dem 26. Jänner 2026, 12 Uhr, blockieren Lkw-Fahrer*innen aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro zahlreiche Gütergrenzübergänge zu den Schengen-Staaten. Hintergrund ist das Entry/Exit-System (EES), das ihren Aufenthalt in Schengen-Ländern auf 90 Tage innerhalb von sechs Monaten begrenzt. Die Transportunternehmen kündigen an, die Blockaden erst zu beenden, wenn eine Lösung gefunden sei. In Serbien sind derzeit 15 Grenzübergänge betroffen, darunter Batrovci, Šid, Bačka Palanka, Kelebija, Horgoš, Gradina und Preševo. Nach Angaben der Branche gefährdet die neue Aufenthaltsregel den Warenverkehr massiv: Viele Fahrer*innen würden ihre 90‑Tage‑Quote rasch ausschöpfen, wobei kein ausreichender Ersatz zur Verfügung stehe. Damit werde Export und Import aus den drei Ländern praktisch unmöglich. Bis Oktober 2025 wurden Aufenthaltszeiten per Passstempel kontrolliert. Seit 12. Oktober 2025 erfolgt die Registrierung digital. Fahrer*innen berichten, der aktuelle EES‑Testbetrieb laufe noch bis 10. April, danach würden bei Verstößen bereits Lkw beschlagnahmt und Fahrer*innen abgeschoben werden – entsprechende Fälle seien bereits bekannt. Die Fahrer*innenverbände fordern, Berufskraftfahrer*innen vorübergehend von der 90/180-Regel auszunehmen. Sie sollen als grenzüberschreitende Arbeitnehmer*innen behandelt werden, die mit gültigen Ausweisdokumenten und vollständigen Frachtpapieren ihrer Tätigkeit weiterhin ungehindert nachgehen dürfen.​

26.1.2026
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KI-Gesundheitsassistent in Kroatien

Das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit und das Gesundheitsministerium haben einen KI-basierten digitalen Gesundheitsassistenten entwickelt, dessen Ziel es ist, die Gesundheitskompetenz der Bürger*innen zu verbessern und ihnen einen leichteren Zugang zu verlässlichen Gesundheitsinformationen zu ermöglichen. Der KI-Assistent heißt ZdrAVKO. Dabei handelt es sich um ein Wortspiel aus Arzt und Gesundheit, wobei ZdrAVKO zugleich auch ein kroatischer Vorname ist. Die sinngemäß nächstliegende deutsche Übersetzung wäre "der Gesunde". ZdrAVKO wird den Bürger*innen rund um die Uhr über WhatsApp zur Verfügung stehen. Er bietet zuverlässige Informationen aus dem Bereich der Prävention – einschließlich Angaben zu Vorsorgeuntersuchungen, nationalen Programmen zur Früherkennung von Krankheiten sowie zu weiteren Themen, die für den Erhalt und die Förderung der Gesundheit von Bedeutung sind. Ziel ist es, die Bevölkerung zu informieren und ihr korrekte Informationen bereitzustellen, um langfristig Veränderungen der Lebensgewohnheiten und Einstellungen zu bewirken. Mithilfe künstlicher Intelligenz versteht ZdrAVKO die Fragen der Nutzer*innen und liefert auf Basis einer Datenbank sowie der ihm zur Verfügung stehenden Informationen konkrete Antworten. Er stellt jedoch keine Diagnosen, empfiehlt keine Therapien oder Ähnliches. Er basiert nicht auf ChatGPT. Falls er eine Frage nicht beantworten kann, verweist er die Nutzer*innen an eine entsprechende E-Mail-Adresse. Die bereitgestellten Informationen sind wissenschaftlich fundiert und fachlich abgesichert, es gibt keine automatischen Antworten, versichern die Entwickler*innen. Das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit wird diesen digitalen Assistenten betreuen, das Interesse der Nutzer*innen verfolgen und die Datenbank entsprechend den Bedürfnissen kontinuierlich ergänzen.

26.1.2026
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Uneinigkeit im Berliner Senat über Bewerbung für die Expo 2035

In Berlin steht die mögliche Expo Bewerbung schon länger zur Diskussion, wurde aber bislang oft vom Thema Olympiabewerbung überlagert. Durch die US amerikanische Initiative, mit der Präsident Donald Trump Miami im US-amerikanischen Bundesstaat Florida als Austragungsort für die Expo 2035 ins Rennen gebracht hat, sind neue Stimmen laut geworden, die eine Berliner Bewerbung wieder aktiv fordern. Hierbei handelt es sich vor allem um Wirtschaftsvertreter*innen, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und Bündniss90/Die Grünen. Die Befürworter*innen sehen darin Chancen für Innovation, Infrastruktur und internationale Sichtbarkeit. Der Berliner Senat ist allerdings gespalten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) betrachtet die Olympiabewerbung als Berlins höchste Priorität, hat eine formelle Expo Bewerbung abgelehnt und unter seiner Führung offiziell keinen Beschluss gefasst. Alternative Optionen wie eine gemeinsame Bewerbung mit dem Bundesland Brandenburg werden aber gelegentlich als denkbar angesehen. Sollten die Berliner Wahlen im September 2026 zu einem Regierungswechsel führen, könnte eine rot rot grüne Mehrheit die bisher zurückhaltende Haltung überdenken und die Expo-Bewerbung wieder auf die Agenda setzen. Laut den Regularien des Bureau International des Expositions (BIE) können Länder ihre Kandidatur für eine World Expo erst zwischen neun und sechs Jahren vor dem geplanten Start einreichen, für 2035 also frühestens ab etwa Mitte 2026. Formell muss im Übrigen die nationale Regierung die Bewerbung einreichen.

22.1.2026
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  • Sofia
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Erste Staatspräsidentin in Bulgarien

Nach dem überraschenden Rücktritt von Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) am 19. Jänner 2026 übernimmt erstmals eine Frau das höchste Staatsamt in Bulgarien. Das Verfassungsgericht hat entschieden, dass die Amtsbefugnisse des Präsidenten mit der Feststellung seines Rücktritts vorzeitig enden. Die Entscheidung ist endgültig und trat am 23. Jänner 2026 in Kraft. Mit dem Gerichtsbeschluss greifen die in der Verfassung vorgesehenen Regelungen: Vizepräsidentin Ilijana Jotova (parteilos) übernimmt bis zum Ende der Amtszeit im Jänner 2027 das Amt der Präsidentin. Damit hat Bulgarien erstmals eine Frau als Staatspräsidentin und Oberbefehlshaberin der Streitkräfte. Jotova ist das sechste Staatsoberhaupt in der 33‑jährigen Geschichte der Institution. In den 1990er-Jahren war Jotova eines der prägenden Gesichter des Bulgarischen Nationalen Fernsehens. 1997 wechselte sie vom Journalismus in die Politik und übernahm die Leitung des Pressezentrums der Bulgarischen Sozialistischen Partei. Später wurde sie Abgeordnete in der 40. Volksversammlung. Zehn Jahre lang, von 2007 bis 2017, war Ilijana Jotova Abgeordnete im Europäischen Parlament. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählten der Kampf gegen den Terrorismus, die Flüchtlingskrise sowie der Beitritt Bulgariens zum Schengen-Raum. Sie ist Autorin zahlreicher Berichte und Vorschläge zur europäischen Gesetzgebung zur Bewältigung der Migrationskrise.​

22.1.2026
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  • Krakau
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Gericht lehnt Klagen gegen Verkehrszone in Krakau weitgehend ab

Das Verwaltungsgericht der Woiwodschaft entschied, dass die Beschwerden gegen die Einrichtung der nachhaltigen Verkehrszone in Krakau größtenteils unbegründet sind. Am 14. Jänner 2026 gab das Gericht der Klage des Woiwoden von Kleinpolen in einzelnen Punkten statt und erklärte bestimmte Bestimmungen zur nachhaltigen Verkehrszone für ungültig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Woiwode war unter anderem der Ansicht, dass die nachhaltige Verkehrszone gegen die Grundsätze der Gleichheit und der Verhältnismäßigkeit verstößt. Zudem äußerte er Zweifel an der Rechtmäßigkeit, mehr als 60 Prozent der Gemeindefläche in die Zone einzubeziehen. Das Gericht befand es für unangemessen, die Berechtigung zur Einfahrt in die nachhaltige Verkehrszone anhand der Meldeadresse zu differenzieren, da diese administrativer Natur sei und nicht als maßgeblicher Indikator für eine tatsächliche Verbindung zur Stadt gelten könne. Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), erklärte, das Verwaltungsgericht habe mit seiner Entscheidung den Schutz der Gesundheit und des Lebens der Einwohner*innen sowie der Besucher*innen der Stadt in den Vordergrund gestellt. Umweltaktivist*innen bewerteten die Entscheidung positiv. Es handle sich um gute Nachrichten für alle Einwohner*innen, denen ihre eigene Gesundheit und die ihrer Angehörigen am Herzen liege.​


13.1.2026
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Debatte um neue Skulptur im Zentrum Zagrebs

Das Denkmal des Erfinders und Pioniers des elektrischen Zeitalters, Nikola Tesla, ein Werk des kroatischen Bildhauers Ivan Meštrović, wird noch in diesem Jahr von der Masarykova-Straße im Zagreber Stadtzentrum an seinen ursprünglichen Standort vor dem Forschungsinstitut Ruđer Bošković zurückkehren. Dort soll es wieder gemeinsam mit der ebenfalls von Meštrović geschaffenen Skulptur des bedeutsamen kroatischen Wissenschaftlers Ruđer Bošković stehen – so, wie es der Künstler selbst vorgesehen hatte. Das Denkmal war 2006 anlässlich des 150. Geburtstags Teslas aus dem Institutspark ins Zentrum verlegt worden. Diese Entscheidung wurde damals politisch motiviert getroffen und stieß bei Wissenschaftler*innen, Kunsthistoriker*innen und Teilen der Öffentlichkeit auf Kritik. Über Jahre forderte das Institut die Rückkehr des Kunstwerks, auch mit Verweis auf den Willen Meštrovićs, der beide Skulpturen als zusammengehöriges Paar entworfen hatte. Kunstexpert*innen begrüßen die geplante Rückführung als "Korrektur einer Ungerechtigkeit" und als Wiederherstellung der künstlerischen Würde des Denkmals, das im Institutspark auf einem höheren Sockel und in einem passenden räumlichen Kontext stand. Derzeit laufen die formalen Verfahren zur Genehmigung der Versetzung. Gleichzeitig entfacht der bevorstehende Abzug Teslas aus der Masarykova-Straße eine neue Diskussion: Was soll den prominenten Platz künftig prägen? Vorgeschlagen werden sowohl zeitgenössische Kunstwerke als auch humorvolle, niederschwellige Skulpturen mit starkem Identifikationspotenzial für die Stadt. Andere Stimmen bedauern den Verlust des Denkmals im Zentrum und warnen vor einer weiteren Verarmung des urbanen Lebensraums. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, für die zentrale Fußgänger*innenzone eine neue, qualitätsvolle Lösung für öffentliche Kunst zu finden.

12.1.2026
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Neue Schulverordnung in Kroatien bringt klare Regeln für Handynutzung

Das kroatische Bildungsministerium hat Änderungen der Verordnung über die Kriterien für die Verhängung pädagogischer Maßnahmen in das E-Konsultationsverfahren eingebracht. Vorgesehen sind unter anderem ein Verbot der Handynutzung in Grundschulen sowie eine Verschärfung der Kriterien für inakzeptables, schweres und besonders schweres Fehlverhalten von Schüler*innen. Die E-Konsultation läuft bis zum 7. Februar. Ziel ist es, die Sicherheit und Ordnung in den Schulen zu verbessern, um so einen effizienteren Unterricht zu gewährleisten. Die Nutzung von Informations- und Kommunikationsgeräten wird ausschließlich zu Bildungs-, Gesundheits- und anderen Zwecken mit Genehmigung der Schule erlaubt sein. Schüler*innen dürfen weiterhin Handys in die Schule mitbringen, müssen diese jedoch in ihren Schultaschen oder Schließfächern aufbewahren. In Mittelschulen bleibt das Verbot der unzulässigen Nutzung von Geräten während des Unterrichts bestehen, wobei den Schulen die Möglichkeit eingeräumt wird, deren Verwendung durch die Schulordnung auch außerhalb des Unterrichts weiter einzuschränken. Neu ist zudem eine klarere Definition von Fehlzeiten. Ein Fernbleiben vom Unterricht aus Gründen der Unzufriedenheit oder des Protests von Schüler*innen oder Eltern gilt künftig als unentschuldigt und kann nicht gerechtfertigt werden. Erhält eine Schule Informationen darüber, dass Eltern ihrem Kind aus unterschiedlichen Gründen den Schulbesuch nicht erlauben, ist sie verpflichtet, die Sozialdienste darüber zu informieren.

12.1.2026
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Private Behandlungskosten in Serbien: 664 Euro pro Patient*in im Jahr

Laut einem Bericht der Weltbank haben die Bürger*innen Serbiens die dritthöchsten Ausgaben für Privatbehandlungen in der Region zu leisten. Jede*r Bürger*in in Serbien gibt jährlich 664 Euro aus eigener Tasche für Behandlungen bei privaten Ärzt*innen aus, was etwa 35 Prozent der gesamten Gesundheitskosten der Patient*innen ausmacht. Vergleichsweise geben nur die Bürger*innen Montenegros und Bulgariens mehr aus, während die Kosten für Patient*innen in Kroatien, Slowenien und Rumänien deutlich niedriger sind. Solche Daten weisen für Sava Pilipović vom Patient*innenverband auf strukturelle Defizite im serbischen Gesundheitswesen hin. Die hohen Kosten führt Pilipović auf den Mangel an Ärzt*innen und freien Terminen für Fachuntersuchungen in staatlichen Einrichtungen zurück. Die Gewerkschaft Nezavisnost  betont, dass eine Reform der öffentlich-privaten Partnerschaften im Gesundheitswesen sowie höhere Krankenversicherungsbeiträge dazu beitragen könnten, die Ausgaben der Bürger*innen zu senken. Dadurch könnten komplexe und teure Operationen sowie andere Leistungen vom Staat übernommen werden.  Im Bericht der Weltbank wird auch festgestellt, dass Serbien auf 100.000 Einwohner*innen 19 Ärzt*innen ausbildet , mehr als der EU-Durchschnitt von 13 Ärzt*innen. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass Serbien ein Problem mit einem Mangel an qualifiziertem Personal hat.

11.1.2026
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