Der ungarische Staatspräsident Tamás Sulyok (parteilos) hat am 13. Jänner 2026 den Termin der nächsten Parlamentswahl auf Sonntag, den 12. April 2026, festgelegt. Damit findet die Wahl im frühestmöglichen Zeitraum statt, den das Gesetz vorsieht. Laut Verfassung muss die Wahl an einem Sonntag im April oder Mai abgehalten werden und darf nicht auf einen gesetzlichen Feiertag fallen. Mit der Veröffentlichung des Wahltermins beginnt offiziell der Wahlprozess: Parteien und Kandidat*innen können ab sofort ihre Teilnahme anmelden. Der offizielle Wahlkampf beginnt am 21. Februar.
In den kommenden Monaten werden über 11.000 moderne Computergeräte an Schüler*innen in 207 Krakauer Schulen verteilt. Laptops, so genannte Browser-Laptops und Tablets werden im Rahmen eines Regierungsprojekts zur Förderung der Digitalisierung von Schulen bereitgestellt. Die Auswahl der Schulen, die diese Unterstützung erhalten, basiert auf einer gründlichen Umfrage, in der unter anderem der Grad der Ausstattung mit Geräten, die nicht älter als fünf Jahre sind, überprüft wurde. Landesweit sollen insgesamt 735.000 Geräte verteilt werden, davon 55 Prozent Laptops, 30 Prozent Tablets und 15 Prozent Browser-Laptops. Die Geräte sind Eigentum der Schulen und werden von den Schüler*innen während des Unterrichts in der Einrichtung genutzt, können aber auch für den Fernunterricht ausgeliehen werden.
Die Stadt Ljubljana wurde von der internationalen Umweltorganisation CDP (Carbon Disclosure Project) mit der Bestnote A ausgezeichnet. Die Auszeichnung bestätigt die hohe Transparenz bei der Offenlegung von Umweltdaten sowie fortschrittliche Ansätze im Klimamanagement und bei der Anpassung an den Klimawandel. Damit gehört Ljubljana zu den rund 16 Prozent der weltweit bewerteten Städte mit der Bestnote und ist das einzige Stadtgebiet in Südosteuropa mit einer A-Bewertung. Die Bewertung basiert unter anderem auf einem vollständigen Emissionsinventar, einem glaubwürdigen Klimaplan und einer Risikoanalyse. Seit 2018 konnte die Stadt die Pro-Kopf-Emissionen von Treibhausgasen deutlich senken.
Das Denkmal des Erfinders und Pioniers des elektrischen Zeitalters, Nikola Tesla, ein Werk des kroatischen Bildhauers Ivan Meštrović, wird noch in diesem Jahr von der Masarykova-Straße im Zagreber Stadtzentrum an seinen ursprünglichen Standort vor dem Forschungsinstitut Ruđer Bošković zurückkehren. Dort soll es wieder gemeinsam mit der ebenfalls von Meštrović geschaffenen Skulptur des bedeutsamen kroatischen Wissenschaftlers Ruđer Bošković stehen – so, wie es der Künstler selbst vorgesehen hatte. Das Denkmal war 2006 anlässlich des 150. Geburtstags Teslas aus dem Institutspark ins Zentrum verlegt worden. Diese Entscheidung wurde damals politisch motiviert getroffen und stieß bei Wissenschaftler*innen, Kunsthistoriker*innen und Teilen der Öffentlichkeit auf Kritik. Über Jahre forderte das Institut die Rückkehr des Kunstwerks, auch mit Verweis auf den Willen Meštrovićs, der beide Skulpturen als zusammengehöriges Paar entworfen hatte. Kunstexpert*innen begrüßen die geplante Rückführung als "Korrektur einer Ungerechtigkeit" und als Wiederherstellung der künstlerischen Würde des Denkmals, das im Institutspark auf einem höheren Sockel und in einem passenden räumlichen Kontext stand. Derzeit laufen die formalen Verfahren zur Genehmigung der Versetzung. Gleichzeitig entfacht der bevorstehende Abzug Teslas aus der Masarykova-Straße eine neue Diskussion: Was soll den prominenten Platz künftig prägen? Vorgeschlagen werden sowohl zeitgenössische Kunstwerke als auch humorvolle, niederschwellige Skulpturen mit starkem Identifikationspotenzial für die Stadt. Andere Stimmen bedauern den Verlust des Denkmals im Zentrum und warnen vor einer weiteren Verarmung des urbanen Lebensraums. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, für die zentrale Fußgänger*innenzone eine neue, qualitätsvolle Lösung für öffentliche Kunst zu finden.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem Arbeitsbesuch am 12. Jänner 2026 nach Zagreb gereist und hat Kroatiens Rolle innerhalb des Bündnisses ausdrücklich gelobt. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Premierminister Andrej Plenković (HDZ – Kroatische Demokratische Gesellschaft) standen die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen, der Krieg in der Ukraine, die Stärkung der europäischen Verteidigung sowie die Modernisierung der kroatischen Streitkräfte. Plenković betonte, dass Kroatien 2025 erstmals mehr als zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgibt und sich aktiv an NATO-Missionen beteiligt. Zudem habe das Land die Ukraine seit 2022 mit militärischer Ausrüstung im Wert von mehreren hundert Millionen Euro unterstützt. Rutte bezeichnete Kroatien als verlässlichen NATO-Partner, lobte die rasche Modernisierung der Armee sowie die wachsende Bedeutung der kroatischen Verteidigungsindustrie. Er unterstrich, dass glaubwürdige Abschreckung nur mit einer starken industriellen Basis möglich sei und hob Kroatiens Beitrag zur Stabilität in Südosteuropa hervor. Neben dem Treffen mit der Regierung sprach Rutte auch mit Staatspräsident Zoran Milanović (parteilos) und Parlamentspräsident Gordan Jandroković (HDZ). Kroatien will 2027 erstmals ein informelles Treffen der NATO-Außenminister*innen ausrichten.
Das kroatische Bildungsministerium hat Änderungen der Verordnung über die Kriterien für die Verhängung pädagogischer Maßnahmen in das E-Konsultationsverfahren eingebracht. Vorgesehen sind unter anderem ein Verbot der Handynutzung in Grundschulen sowie eine Verschärfung der Kriterien für inakzeptables, schweres und besonders schweres Fehlverhalten von Schüler*innen. Die E-Konsultation läuft bis zum 7. Februar. Ziel ist es, die Sicherheit und Ordnung in den Schulen zu verbessern, um so einen effizienteren Unterricht zu gewährleisten. Die Nutzung von Informations- und Kommunikationsgeräten wird ausschließlich zu Bildungs-, Gesundheits- und anderen Zwecken mit Genehmigung der Schule erlaubt sein. Schüler*innen dürfen weiterhin Handys in die Schule mitbringen, müssen diese jedoch in ihren Schultaschen oder Schließfächern aufbewahren. In Mittelschulen bleibt das Verbot der unzulässigen Nutzung von Geräten während des Unterrichts bestehen, wobei den Schulen die Möglichkeit eingeräumt wird, deren Verwendung durch die Schulordnung auch außerhalb des Unterrichts weiter einzuschränken. Neu ist zudem eine klarere Definition von Fehlzeiten. Ein Fernbleiben vom Unterricht aus Gründen der Unzufriedenheit oder des Protests von Schüler*innen oder Eltern gilt künftig als unentschuldigt und kann nicht gerechtfertigt werden. Erhält eine Schule Informationen darüber, dass Eltern ihrem Kind aus unterschiedlichen Gründen den Schulbesuch nicht erlauben, ist sie verpflichtet, die Sozialdienste darüber zu informieren.
Laut einem Bericht der Weltbank haben die Bürger*innen Serbiens die dritthöchsten Ausgaben für Privatbehandlungen in der Region zu leisten. Jede*r Bürger*in in Serbien gibt jährlich 664 Euro aus eigener Tasche für Behandlungen bei privaten Ärzt*innen aus, was etwa 35 Prozent der gesamten Gesundheitskosten der Patient*innen ausmacht. Vergleichsweise geben nur die Bürger*innen Montenegros und Bulgariens mehr aus, während die Kosten für Patient*innen in Kroatien, Slowenien und Rumänien deutlich niedriger sind. Solche Daten weisen für Sava Pilipović vom Patient*innenverband auf strukturelle Defizite im serbischen Gesundheitswesen hin. Die hohen Kosten führt Pilipović auf den Mangel an Ärzt*innen und freien Terminen für Fachuntersuchungen in staatlichen Einrichtungen zurück. Die Gewerkschaft Nezavisnost betont, dass eine Reform der öffentlich-privaten Partnerschaften im Gesundheitswesen sowie höhere Krankenversicherungsbeiträge dazu beitragen könnten, die Ausgaben der Bürger*innen zu senken. Dadurch könnten komplexe und teure Operationen sowie andere Leistungen vom Staat übernommen werden. Im Bericht der Weltbank wird auch festgestellt, dass Serbien auf 100.000 Einwohner*innen 19 Ärzt*innen ausbildet , mehr als der EU-Durchschnitt von 13 Ärzt*innen. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass Serbien ein Problem mit einem Mangel an qualifiziertem Personal hat.
Aufgrund von Schneefällen gilt in zehn Gemeinden in Serbien der Ausnahmezustand. Das größte Problem ist die Unterbrechung der Stromversorgung, teilte der Landeskrisenstab auf seiner Sitzung am 12. Jänner 2026 mit. Der Ausnahmezustand besteht in Valjevo, Loznica, Osečina, Krupanj, Mali Zvornik, Sjenica, Majdanpek, in einem Teil von Prijepolje, in Lučani sowie in Ivanjica. Mehr als 13.500 Verbraucher*innen haben derzeit keine Stromversorgung, erklärte Wirtschaftsministerin Adrijana Mesarović (SNS – Serbische Fortschrittspartei) bei der Sitzung. Einige Dörfer sind bereits seit mehr als einer Woche ohne Strom. Neben den Stromproblemen haben die Bürger*innen in Teilen der betroffenen Gemeinden auch Schwierigkeiten mit der Heizung, der Wasserversorgung, dem Mobilfunksignal sowie mit unpassierbaren Verkehrswegen. Die serbische Regierung hat beschlossen, dass die Landesdirektion für Warenreserven Lebensmittel als kostenlose Hilfe an das Rote Kreuz in Ivanjica und an den Verwaltungsbezirk Mačva im Westen Serbiens liefert, um die Bevölkerung zu unterstützen.
Das chinesische Staatsunternehmen Dongfang Wind Power hat einen Vertrag über die Lieferung von 48 Windkraftanlagen für ein 300-Megawatt-Windparkprojekt in Serbien im Wert von 495 Millionen Euro unterzeichnet. Das Projekt ist Teil der Seidenstraßeninitiative. Das international als Vitello bezeichnete Projekt Vetrozelena (Grünwind) in Serbien ist das größte Windparkprojekt in ganz Osteuropa. Es ist auf dem Gebiet der Stadt Pančevo, 15 Kilometer östlich von Belgrad, geplant. Das Kraftwerk wird Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 6,25 Megawatt nutzen und genügend Strom für mehrere Zehntausend Haushalte erzeugen. Das Unternehmen hebt hervor, wie verschiedene chinesische Unternehmen gemeinsam die gesamte Wertschöpfungskette abdecken – von der Anlagenfertigung über den Bau bis hin zu Infrastrukturinvestitionen. Das Projekt soll die Produktion von rund 774 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr ermöglichen und über einen Zeitraum von 30 Jahren betrieben werden.
Die Stadt Bratislava und das städtische Bestattungsunternehmen Marianum haben Anfang Jänner 2026 eine Studie vorgestellt, die mögliche Standorte für einen neuen Friedhof analysiert. Grund dafür ist, dass auf den derzeit 19 Friedhöfen in Bratislava nur noch rund acht Prozent freie Grabplätze verfügbar sind, was laut Prognosen lediglich bis etwa 2030 ausreicht. Als bevorzugte Standorte gelten Jarovce/Petržalka und Rača, da sie über ausreichend Fläche verfügen und ökologische Sicherheit bieten. Mit dem Projekt will die Stadt langfristig die Bestattungskapazitäten sichern und gleichzeitig alternative sowie ökologische Bestattungsformen fördern. Die Autor*innen der Studie betonen, dass der neue Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer sein soll, sondern auch Raum für aktive Erholung bieten kann. Laut Studie soll der neue Friedhof ausreichende Kapazitäten für Grabstätten in Bratislava bis in die Jahre 2070 bis 2080 sicherstellen.
Die Stadt Bratislava wird bald über eine aktualisierte Strategie für die Entwicklung im Bereich der Wärmeversorgung verfügen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen einen Plan bis zum Jahr 2050 festlegen, wobei auch ein kurzfristiger Ausblick bis 2030 enthalten ist. An der Aktualisierung arbeiten das Technologieunternehmen ORGREZ Group sowie die Beratungsfirma KPMG Slowakei Advisory. Das Ergebnis wird ein umfassendes Entwicklungsmodell sein, das drei Varianten umfasst – von einem Szenario, das die aktuellen Investitionspläne berücksichtigt, über optimierte Lösungen bis hin zu einer ambitionierten Variante mit maximaler Einbindung erneuerbarer Energiequellen und der Verknüpfung verschiedener Energiesektoren. Damit soll die Stadt ihre Klimaziele aus dem Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klima erfüllen, der eine Reduktion der CO2-Emissionen um 25 Prozent vorsieht.
Der ehemalige polnische Justizminister Zbigniew Ziobro (PiS – Recht und Gerechtigkeit) hat in Ungarn internationalen Schutz und politisches Asyl erhalten. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund) erklärte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stünden in Polen unter Druck – viele Menschen seien politischer Verfolgung ausgesetzt. Ziobro zählt zu den Verdächtigen in der Untersuchung der Staatsanwaltschaft in der Causa Justizfonds. Er argumentiert, dass das gegen ihn geführte Verfahren den Charakter politischer Repression aufweise. Über Wochen hinweg hatten Ziobro und sein engstes Umfeld Berichte über ein Asylgesuch in Ungarn konsequent bestritten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm insgesamt 26 Straftaten vor. Am 7. November 2025 hob der polnische Sejm die Immunität des ehemaligen Justizministers auf und stimmte seiner Festnahme sowie Inhaftierung zu.
Bei einem Treffen mit dem Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), am 12. Jänner 2026, erklärte der polnische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (PSL – Polnische Bauernpartei), seine Unterstützung für den Bau der ersten U-Bahn-Linie in Krakau. Der Vizepremierminister betonte, Krakau verdiene als zweitgrößte Stadt des Landes eine eigene U-Bahn. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Ausmaß der Investition die finanziellen Möglichkeiten der lokalen Selbstverwaltung übersteige, sie in kurzer Zeit eigenständig umzusetzen, weshalb besondere systemische Lösungen erforderlich seien. Der Bürgermeister vor Krakau erklärte nach dem Treffen, die U-Bahn sei die wichtigste Investition und eine zentrale Antwort auf die wachsenden Verkehrsbedürfnisse der Stadt.
Am 1. Jänner hat Slowenien den einjährigen Vorsitz der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (CEDC) übernommen. Unter dem Motto "Von der Praxis zur Politik – ein stärkeres Mitteleuropa" legt das slowenische Verteidigungsministerium die Schwerpunkte auf die Stärkung der regionalen Sicherheitszusammenarbeit, den Ausbau der operativen Bereitschaft und die Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten. Weitere Ziele sind der Austausch bewährter Praktiken, die Förderung der digitalen und cyberbezogenen Resilienz sowie die Zusammenarbeit mit Partner*innen vom Westbalkan. Während des slowenischen Vorsitzes finden hochrangige Treffen von Verteidigungsminister*innen, Generalstabschefs und Fachexpert*innen statt. Neben Slowenien gehören Österreich, Kroatien, Tschechien, Ungarn und die Slowakei zur CEDC.
Laut neuesten Daten von Eurostat verzeichnete Slowenien zwischen November 2024 und November 2025 den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der EU. Die Quote stieg in diesem Zeitraum von 3,5 auf fünf Prozent, was einem Plus von 1,5 Prozentpunkten entspricht. Damit liegt Slowenien zwar weiterhin unter dem EU-Durchschnitt von sechs Prozent, nähert sich diesem jedoch rasch an. Im November 2025 waren rund 54.000 Menschen arbeitslos, im Dezember stieg die Zahl weiter an. EU-weit erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum nur geringfügig. Besonders betroffen sind junge Menschen sowie Frauen. Dies weist auf eine zunehmende Abschwächung des Arbeitsmarktes hin.
Der Mangel an öffentlichen Mietwohnungen in Ljubljana spitzt sich weiter zu. Auf 150 verfügbare Wohnungen gingen zuletzt fast 4.000 Anträge ein. Für viele Bewerber*innen stellt die sogenannte Selbstbeteiligung eine zusätzliche Hürde dar. Haushalte mit etwas höherem Einkommen müssen neben einer Kaution von drei Monatsmieten auch eine Selbstbeteiligung von durchschnittlich rund 8.000 Euro leisten. Dieser Betrag wird nach zehn Jahren mit zwei Prozent Verzinsung zurückerstattet. Wer diesen nicht fristgerecht einzahlt, verliert den Anspruch auf die Wohnung. Antragsteller*innen auf der Prioritätenliste A, die sozial schwächer gestellt sind, sind von Kaution und Selbstbeteiligung befreit. Der staatliche Wohnfonds verlangt hingegen keine Selbstbeteiligung, aber teils hohe Kautionen.
Der
Abgeordnete des tschechischen Parlaments Filip Turek (Motoristé) ist am 12.
Jänner 2026 zum Regierungsbeauftragten für den Green Deal und Klimapolitik
ernannt worden. Nach Angaben des Parteivorsitzenden Petr Macinka soll Turek
künftig die klimapolitische Abstimmung zwischen den Ressorts koordinieren und
Tschechien bei ausgewählten EU-Sitzungen sowie informellen internationalen
Treffen vertreten. Turek gilt als scharfer Kritiker des europäischen Green
Deals und ist eine polarisierende Figur, die wiederholt durch Provokationen und
kontroverse Äußerungen in sozialen Medien Aufmerksamkeit erregt hat.
Ursprünglich war er für das Amt des Umweltministers vorgesehen, doch
Staatspräsident Petr Pavel (parteilos) verweigerte seine Ernennung.
Ministerpräsident Andrej Babiš (ANO-JA) erklärte, er sehe keinen Anlass, die
Debatte weiter zu vertiefen. Denn die
Regierung arbeite stabil, ein Koalitionskonflikt sei nicht zu erwarten.
Die Stadt Prag führt für Besitzer*innen von Elektroautos eine neue pauschale Parkberechtigung ein. Künftig sollen Fahrer*innen von Elektro- und Wasserstofffahrzeugen um circa 1.000 Euro pro Jahr in allen gebührenpflichtigen Parkzonen der Metropole ihre Autos abstellen können. Der Gemeinderat hat die Regelung beschlossen, in Kraft treten soll sie ab dem 1. März. Hintergrund ist das Ende des kostenlosen Parkens für Elektroautos, das zum Jahreswechsel ausgelaufen ist. Die neue Pauschale ist aber auch mit einer rechtlichen Kontroverse verbunden, weil sie ausschließlich Prager*innen und in Prag registrierten Unternehmen offensteht. Diese Einschränkung gilt innerhalb der Stadtverwaltung als rechtlich sensibel, wurde aber als politischer Kompromiss akzeptiert. Kontrovers ist auch die Tatsache, dass Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor keine ähnliche stadtweite Parkberechtigung zur Verfügung steht.
Im Kanton Sarajevo haben fachliche Fortbildungen für Lehrkräfte der Naturwissenschaften begonnen. Rund 80 Biologielehrer*innen nahmen am Auftakt teil, weitere Schulungen für Chemie und Physik folgen in den kommenden Tagen. Insgesamt werden etwa 200 Lehrkräfte in diesen Fortbildungszyklus eingebunden. Die Maßnahmen bilden den Abschluss eines umfassenden Reformprozesses zur Stärkung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Dabei werden moderne Ausstattung, zeitgemäße Lehrmaterialien und gezielte fachliche Unterstützung miteinander verknüpft. Seit 2022 setzt der Kanton den größten Investitionszyklus im Bereich der Naturwissenschaften der letzten 20 Jahre um. Insgesamt wurden 5,2 Millionen Euro in die Sanierung und moderne Ausstattung aller naturwissenschaftlichen Fachräume an öffentlichen Grundschulen investiert.
Digitale und bargeldlose Zahlungen gewinnen in Bosnien-Herzegowina zunehmend an Bedeutung und entwickeln sich zum festen Bestandteil des modernen Bankwesens. Internet- und Mobilebanking ermöglichen einen schnellen, einfachen und jederzeit verfügbaren Zugang zu Finanzdienstleistungen. Die COVID-19-Pandemie hat diesen Wandel zusätzlich beschleunigt und das Nutzer*innenverhalten nachhaltig verändert. Immer mehr Kund*innen verlagern ihre Zahlungen von Bargeld und Kredit- und Debitkarten hin zu digitalen Kanälen. Banken investieren verstärkt in sichere digitale Lösungen, neue Funktionen und ein verbessertes Nutzererlebnis. Neue Systeme wie Instant-Zahlungen und QR-Code-Zahlungen sollen diese Entwicklung vorantreiben. Trotz verbleibender Risiken gilt die fortschreitende Digitalisierung als zentraler Treiber für die Zukunft des Zahlungsverkehrs im Land.
Der Stadtbezirk Centar (Innenstadt) Sarajevo und das Institut KULT (Institut für Jugendentwicklung) organisierten eine Konferenz zu Menschenrechten im Geschäftsleben. Unterstützung kam auch von der EU. Vorgestellt wurde eine Charta für faire Arbeitsbedingungen, Nichtdiskriminierung und gleiche Chancen, die von mehreren kommunalen und städtischen Vertreter*innen unterzeichnet wurde. Bürgermeister Samir Avdić (NIP – Volk und Gerechtigkeit) und Bezirksvorsteher Srđan Mandić (NS – Unsere Partei) betonten die Rolle der öffentlichen Hand bei verantwortungsvollem Wirtschaften. Sie soll nicht nur ein Bekenntnis bleiben, sondern konkrete Praxis fördern. Die EU sieht darin einen wichtigen Schritt für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliche Stabilität.
Mit
einem neuen Katalog und einer Ausstellung rückt das Regionale Historische
Museum Sofia den Fokus auf "Regisseurinnen im bulgarischen Dokumentarfilm
des 20. Jahrhunderts". Offiziell wurde der Katalog am 13. Jänner 2026 im
zentralen Foyer des Museums enthüllt, die Sonderausstellung ist vom 14. Jänner
bis zum 6. März 2026 zugänglich. Ziel der Initiative sei, das Interesse an der
Arbeit von Frauen zu wecken und das Publikum mit weniger bekannten Aspekten ihres künstlerischen Schaffens vertraut zu machen. Die
Ausstellung sowie der begleitende Katalog wurden im Rahmen eines Projekts des
Instituts für Kunstforschung der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften
umgesetzt. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms
"Kultur" der Stadt Sofia.
Der Schneefall in Zagreb hat zwar bereits am vergangenen Mittwoch aufgehört, doch bereitet er den Zagreber*innen aufgrund des bei den niedrigen Temperaturen entstandenen Eises noch immer Probleme. Viele Bürger*innen mussten wegen Verletzungen nach Stürzen auf vereisten Flächen im Krankenhaus behandelt werden – insgesamt 422 Personen bis dato. Besonders chaotisch war es in der Klinik für Traumatologie des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern im Stadtzentrum. Eis und Schnee auf öffentlichen Flächen wurden größtenteils geräumt, auch die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs wurden gesäubert. Problematisch sind jedoch die häufig mit Schnee und Eis bedeckten Zugangswege zu den Haltestellen. Die Stadtwerke bestätigten, dass die Reinigung rund um die Uhr in drei Schichten erfolgte. Gleichzeitig waren mehr als 500 Mitarbeiter*innen im Einsatz. Außerdem wurde betont, dass die Bürger*innen verpflichtet seien, die Gehwege vor ihren eigenen Gebäuden oder Häusern zu räumen. Doch nicht alle kommen dieser Verpflichtung nach. Wer sich vor einem Wohngebäude verletzt, muss sich für eine Entschädigung an die Bewohner*innen des Gebäudes wenden – nicht an die Stadt Zagreb. Leider ist diese Praxis in Zagreb kaum etabliert. In den meisten Fällen ist es weiterhin die Stadt Zagreb, die solche Prozesse verliert und Entschädigungen zahlt.
Von 16. bis 17. Jänner 2026 findet in Ljubljana das erste Festival der slowenischen Universitäten (UNI-SI) statt. Auf dem Messegelände präsentieren sich alle Fakultäten der acht slowenischen Universitäten. Die Veranstaltung richtet sich an Schüler*innen, ihre Eltern sowie Lehrkräfte. Neben Messeständen werden auch thematische Vorträge und Workshops angeboten. Es werden über 400 Studienprogramme aus sieben Fachbereichen vorgestellt, darunter Sozial- und Naturwissenschaften, Technik, Medizin und Kunst. Besucher*innen erhalten Informationen zu Studieninhalten, Aufnahmeverfahren und Studienformen und haben die Möglichkeit, direkt mit Studierenden ins Gespräch zu kommen
In Prag hat der siebte Jahrgang des Innovationsmarathons "Nakopni Prahu" (Starte Prag) begonnen, der konkrete Lösungen für städtische Herausforderungen liefern soll. Der Wettbewerb richtet sich vor allem an Studierende, junge Innovator*innen sowie engagierte Bürger*innen, die ihre Ideen aktiv in die Entwicklung der Metropole einbringen möchten. Das Format orientiert sich an internationalen Hackathons und zielt darauf ab, technologische und innovative Projekte mit praktischem Nutzen für den urbanen Alltag zu identifizieren und umzusetzen. Teilnehmen können Teams aus zwei bis vier Personen, die sich bis Anfang März registrieren. Auch in diesem Jahr erhalten die drei besten Projekte fachliche Begleitung sowie finanzielle Unterstützung für die Umsetzung. Inhaltlich konzentriert sich der Wettbewerb auf drei Themenfelder: Mobilität und öffentlicher Raum, Umwelt sowie Energie und Gebäude. Gesucht werden Ansätze für nachhaltige Fortbewegung, klimaresiliente Stadtentwicklung, Kreislaufwirtschaft sowie energieeffiziente und intelligente Gebäude. Organisiert wird der Wettbewerb von der städtischen Innovationsgesellschaft Operátor ICT, die das Projekt im Auftrag der Stadt koordiniert. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als fünfzig Teams mit über hundert Teilnehmer*innen.
Am Samstag, dem 11. Jänner 2026, fanden in Krakau zwei Proteste gegen die nachhaltige Verkehrszone statt, an denen mehrere hundert Menschen teilnahmen. Unter den Demonstrierenden befanden sich sowohl Einwohner*innen benachbarter Gemeinden, die sich seit dem 1. Jänner mit nicht normgerechten Fahrzeugen nicht mehr frei in der Stadt bewegen dürfen, als auch Krakauer*innen. Während der Kundgebungen wurden Unterschriften für eine Sammelklage gegen den Beschluss zur nachhaltigen Verkehrszone beim Verwaltungsgericht der Woiwodschaft gesammelt. Hinter der Organisation der Proteste standen nationale Kreise sowie Bürger*inneninitiativen. Einige Teilnehmer*innen forderten zudem ein Referendum zur Abberufung des Bürgermeisters von Krakau.
Die Belgrader Philharmonie tritt aktuell in ihrer 102-jährigen Geschichte zum ersten Mal in Indien auf. Sie wird vom 11. bis 18. Jänner bei Konzerten zum 90. Geburtstag des weltberühmten Dirigenten Zubin Mehta in Mumbai auftreten. Unter seiner Leitung wird das Orchester Werke von Mozart und Beethoven gemeinsam mit den weltweit bekannten Solisten Pinchas Zukerman (Violine) und Lang Lang (Klavier) am 15. und 16. Jänner im National Centre for the Performing Arts aufführen. Die Konzerte in Mehtas Geburtsstadt Mumbai werden von der Mehli Mehta Music Foundation, benannt nach Zubin Mehtas Vater, organisiert. Die Stiftung betreibt auch eine Musikschule, deren Schüler*innen zusammen mit den Musiker*innen der Belgrader Philharmonie bei der Eröffnung des ersten Konzerts Bartóks Rumänische Volkstänze aufführen werden – als Hommage und Geschenk an Zubin Mehta. "Ich bin sehr glücklich, mit der Belgrader Philharmonie in der Stadt aufzutreten, in der ich geboren wurde. Die Rückkehr nach Mumbai und die Gelegenheit, hier gemeinsam zu musizieren, erfüllt mich mit unermesslicher Freude. Besonders freut es mich, dass die Musiker*innen der Belgrader Philharmonie mit den Schüler*innen der Musikschule zusammenarbeiten und gemeinsam, Schulter an Schulter mit Profis, auf der Bühne spielen werden. Diese Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Künstler*innen und der jüngsten Generation von Musiker*innen ist für mich von besonderer Bedeutung", sagte Zubin Mehta. Außerdem wird am 15. Jänner, vor dem ersten Konzert, die internationale Premiere des Dokumentarfilms "Da capo: Zubin Mehta und die Belgrader Philharmonie" stattfinden, der die tiefe Freundschaft zwischen dem Maestro und der Belgrader Philharmonie beleuchtet.
Die Initiative "Berlin werbefrei" fordert, digitale Werbung im öffentlichen Raum weitgehend zu verbannen und analoge Werbung stark zu begrenzen – mit Ausnahmen etwa für Kulturangebote. Unterstützer*innen kritisieren Ablenkung, Sicherheitsrisiken und den wachsenden Einfluss großer Konzerne auf das Stadtbild. Nach jahrelangen juristischen Prüfungen wurde das Volksbegehren im Sommer 2025 für zulässig erklärt, nun beginnt die Sammlung von Unterschriften. Parallel dazu startet auch das Volksbegehren "Berlin autofrei", dessen Ansinnen es ist, den privaten Autoverkehr innerhalb des S-Bahn-Rings stark einzuschränken. Private Autofahrten sollen dort künftig nur an wenigen Tagen im Jahr erlaubt sein – mit Ausnahmen etwa für Rettungsdienste oder Menschen mit Behinderung. Beide Initiativen müssen innerhalb von vier Monaten jeweils rund 170.000 gültige Unterschriften sammeln, um einen Volksentscheid zu erreichen. Erfolgreiche Begehren könnten im September parallel zur Berliner Abgeordnetenhauswahl zur Abstimmung stehen.
Die Regierung des Kantons Sarajevo erklärt die anhaltende Krise kommunaler Unternehmen mit dem "katastrophalen Erbe" der vorigen SDA-Regierung (Partei der demokratischen Aktion). Ein Blick in die offiziellen Jahresabschlüsse zeichnet jedoch ein differenzierteres und kritisches Bild. Verglichen mit 2018 haben sich die finanziellen Ergebnisse der meisten großen Betriebe bis 2024 verschlechtert. Unternehmen wie der Wasserversorger, der Müllentsorger oder der Gasversorger weisen heute deutlich höhere Verluste auf. Dies geschieht trotz massiv gestiegener Budgetsubventionen aus dem Kanton. Gleichzeitig bleiben die Gehälter der Unternehmensleitungen auf hohem Niveau und weitgehend unbeeinträchtigt. Beobachter*innen sprechen daher von einem strukturellen Problem mangelnder Verantwortung und Reformfähigkeit.
Seit
Ende 2025 stellt Bulgarien Visa für digitale Nomad*innen aus. Dabei handelt es
sich um Aufenthaltstitel mit einer Gültigkeit von einem Jahr und der
Möglichkeit einer Verlängerung. Von den speziellen Visa sollen Staatsangehörige
sogenannter Drittstaaten außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums
profitieren. Antragsteller*innen müssen zunächst bei einer bulgarischen
Botschaft oder einem Konsulat in ihrem Heimatland ein langfristiges Visum des Typs
D beantragen. Nach der Einreise nach Bulgarien besteht 14 Tage lang Zeit, einen
Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis im Rahmen des Programms für digitale Nomad*innen
zu stellen. Erforderlich sind unter anderem ein einwandfreies
polizeiliches Führungszeugnis, der Nachweis einer Krankenversicherung sowie
eine Bestätigung über eine Unterkunft an einer bulgarischen Adresse. Zudem
müssen die Antragsteller*innen belegen, dass ihr Einkommen mindestens 50
bulgarische Mindestlöhne beträgt, also rund 31.000 Euro pro Jahr.
Insgesamt 621 Jugendliche aus Bulgarien werden heuer die Möglichkeit haben, kostenlos mit dem Zug durch ganz Europa zu reisen. Sie sind Teil von mehr als 40.000 jungen Europäer*innen, die an der Initiative DiscoverEU teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Aktion des Programms Erasmus+ und soll jungen Menschen die Gelegenheit bieten, die Vielfalt, Kultur und Geschichte Europas zu entdecken. Das vom Europäischen Parlament finanzierte Projekt zielt darauf ab, die Jugend Europas stärker mit der europäischen Identität zu verbinden und das Bewusstsein für die Grundwerte der EU zu stärken. Die Herbstrunde zur Bewerbung richtete sich an junge Menschen, die zwischen dem 1. Jänner 2007 und dem 31. Dezember 2007 geboren wurden und aus EU-Mitgliedstaaten oder aus an Erasmus-Ländern stammen. Die Jugendlichen können bis zu 30 Tage lang im Zeitraum vom 1. März 2026 bis zum 31. Mai 2027 reisen und bekommen eine DiscoverEU-Jugendkarte, die zahlreiche Ermäßigungen für Kultur, Lernaktivitäten, Verkehrsmittel und Verpflegung bietet.
Das Budapester Illustrationsfestival ist ein landesweiter Wettbewerb, der 2019 ins Leben gerufen wurde und sich alle zwei Jahre mit einer Ausstellung, weiteren fachlichen Veranstaltungen und kleineren Ausstellungen im Festivalformat präsentiert. Ziel des Formats ist, im Zweijahresrhythmus herausragenden Vertreter*innen der ungarischen Illustrationskunst – sowohl Nachwuchs- als auch professionellen Illustrator*innen – eine Plattform zu bieten und ihre Arbeiten für Verlage, das Publikum, andere Kunstschaffende sowie die internationale Szene sichtbar zu machen. Der Großteil der ausgestellten Werke stammt von ungarischen Illustrator*innen – ergänzt durch eine eigene Sektion mit Arbeiten zeitgenössischer katalanischer Illustrator*innen. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Januar im Pesti Vigadó (Pester Redoute) in Budapest zu sehen.
Das "Budapest100"-Festival, das am 9. und 10. Mai 2026 vom KÉK – Zentrum für Zeitgenössische Architektur veranstaltet wird, widmet sich anlässlich seines Jubiläums erneut den hundertjährigen Häusern der Stadt und öffnet zudem Gebäude für die Öffentlichkeit, die zwischen 1916 und 1926 errichtet wurden. Um die bislang größte Ausgabe des Festivals zu realisieren, wurden engagierte Freiwillige sowie Unterstützer*innen gesucht. Der Aufruf richtete sich an alle, die sich für Budapests gebautes Erbe interessieren und aktiv an der Organisation, der historischen Recherche, der Programmgestaltung oder als Guides mitwirken möchten. Die Bewerbungsfrist für Freiwillige endete am 12. Jänner 2026 um Mitternacht, weitere Informationen sind auf der Website von Budapest100 zu finden.
Dank der Einführung der Quantenschlüsselverteilungstechnologie (QKD) durch das Akademische Rechenzentrum Cyfronet der AGH-Universität in Krakau ist die Stadtverwaltung Krakau die erste Institution, die auf diese Weise mit einem Rechenzentrum verbunden ist. Die QKD nutzt die Gesetze der Quantenmechanik zur Erzeugung und Übertragung von Verschlüsselungsschlüsseln. Die QKD-Technologie zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Versuch, die Übertragung abzufangen, automatisch den Schlüssel zerstört und einen Alarm auslöst. Die Schlüssel werden in Echtzeit generiert, wodurch das Risiko ihrer Speicherung ausgeschlossen und ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet wird. Fachleute betonen, dass die quantenbasierte Schlüsselverteilung als praktisch unknackbar gilt, da sie auf den Gesetzen der Physik und nicht auf mathematischen Sicherheitsmechanismen beruht. Der Krakauer Magistrat hebt hervor, dass es sich um einen bahnbrechenden Schritt handelt, der eine neue Ära sicherer Kommunikation einleitet und die Rolle Krakaus als Stadt stärkt, die auf modernste Lösungen im Bereich der Cybersicherheit setzt.
In Prag sorgt der laufende Austausch der Straßenbeleuchtung für wachsenden Widerstand in der Bevölkerung. Alte Natriumdampflampen werden schrittweise durch LED-Leuchten mit weißem Licht ersetzt, was in vielen Gebieten zu deutlich helleren Nächten geführt hat. Innerhalb weniger Tage unterzeichneten mehr als fünftausend Menschen eine Petition, die vor gesundheitlichen Risiken und Lichtverschmutzung warnt. Unterstützung kommt aus der Wissenschaft, insbesondere aus der Chronobiologie und Umweltforschung. Kritiker*innen sehen den hohen Blauanteil des weißen Lichts als problematisch für den Schlafrhythmus. Die Stadtverwaltung hält dennoch an der Umsetzung fest und verweist auf geltende technische Normen sowie auf energie- und klimapolitische Ziele. Nach Angaben der zuständigen städtischen Gesellschaft sind bisher rund zwölf Prozent der insgesamt etwa 138.000 Leuchten ausgetauscht worden. Die neuen LED-Systeme sollen eine gezieltere Ausleuchtung und eine nächtliche Dimmung der Lichtintensität möglich machen. Zudem verspricht sich die Stadt Energieeinsparungen von 30 bis 40 Prozent in Höhe von etwa vier Millionen Euro. Kritiker*innen bezweifeln, dass das die negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Natur aufwiegen könne. Der Gemeinderat ist nun verpflichtet, sich mit der Petition zu befassen – eine grundsätzliche Kehrtwende zeichnet sich aber zurzeit nicht ab.
Die Stadt Prag will noch in diesem Jahr eine umfassende Machbarkeitsstudie zur Einführung einer Ringlinie im öffentlichen Verkehr in Auftrag geben. Untersucht werden soll eine tangentiale Verbindung, die mehrere Stadtteile außerhalb des Zentrums miteinander verbinden und das Umsteigen in der Innenstadt überflüssig machen könnte. Geprüft werden nun eine neue U-Bahn-Linie sowie eine mögliche Umsetzung als Straßenbahnring. Die Idee einer Ringlinie wird in der Stadtplanung bereits seit mehreren Jahren unter verschiedenen Bezeichnungen diskutiert. Nach aktuellen Planungen soll die Verbindung unter anderem die Stadtteile Dejvice, Smíchov, Budějovická, Vršovice, Žižkov und Čakovice einschließen. Ob der Bau einer U-Bahn angesichts der erwarteten Auslastung gerechtfertigt ist, oder ob eine Straßenbahn durch geringere Kosten die sinnvollere Lösung darstellt, soll nun die Studie klären. Innerhalb der Stadtregierung gilt insbesondere die Straßenbahnvariante als flexibel und besser an den urbanen Raum anpassbar.
Das landesweite Projekt "Menschen und Burgen" hat in den vergangenen zwei Jahren 31 Kulturdenkmäler in der Slowakei umfassend saniert. Realisiert wurde es von der Zentrale für Arbeit, Soziales und Familie der Slowakei gemeinsam mit dem Amt des Regierungsbeauftragten für Romn*ja-Gemeinschaften. Insgesamt beteiligten sich an den Projekt 575 Arbeiter*innen, wovon mehr als 60 Prozent aus den Romn*ja-Communities stammen. Ziel war es, das kulturelle Erbe zu bewahren, die touristische Attraktivität zu steigern und gleichzeitig soziale Integration durch Arbeit zu fördern. Regierungsbeauftragter Alexander Daško betont, dass das umgesetzte Projekt zu einem Beispiel guter Praxis geworden ist und zugleich eine Inspiration für weitere systemische Lösungen im Bereich der Inklusion und Beschäftigung benachteiligter Bevölkerungsgruppen darstellt. Die Investitionen wurden durch EU-Mittel und nationale Förderungen ermöglicht.
Aufgrund anhaltender Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und intensiven Schneefalls wurde in Budapest der sogenannte "Red Code" ausgerufen. Dieser stuft das längere Verweilen im Freien als lebensgefährlich ein. So sind alle sozialen Einrichtungen verpflichtet, Obdachlose sowie in Not geratene Menschen aufzunehmen, wobei die Maßnahme zugleich der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die außergewöhnliche Lage dient. Die sozialen Dienste sind auf die winterliche Krisensituation vorbereitet und werden dabei auch von Sicherheitskräften und dem öffentlichen Nahverkehr unterstützt. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, hilfsbedürftige Personen im öffentlichen Raum dem rund um die Uhr erreichbaren Bereitschaftsdienst der Menhely-Stiftung zu melden oder bei akuter Lebensgefahr den Notruf 112 zu wählen. Zudem gilt besondere Aufmerksamkeit auch jenen Bürger*innen, insbesondere alleinlebenden älteren Menschen, deren Wohnungen unzureichend beheizt sind. Gleichzeitig bemüht sich Budapest, den winterlichen Herausforderungen eine positive, gemeinschaftsstiftende Note zu verleihen, etwa durch kostenlose Teepunkte im siebten Bezirk, gemeinschaftliche Schneerutschaktionen für Familien im zweiten Bezirk oder durch Initiativen, bei denen freiwilliges Schneeschaufeln mit Eintrittskarten für Eisbahnen belohnt wird.
Noch im Dezember 2025 wurden die Arbeiten im Zusammenhang mit der ersten Phase der Begrünung des Wolnica-Platzes, dem Herzstück von Krakaus Stadtteil Kazimierz, abgeschlossen. Die größten Veränderungen betrafen den Bereich direkt vor dem Ethnografischen Museum in Krakau. Der Raum, der über Jahre hinweg von einer befestigten Oberfläche dominiert war, begann dadurch seinen Charakter zu verändern. Damit wurde der erste Schritt einer langfristig angelegten Revitalisierung eines der bekanntesten Plätze in diesem Teil der Stadt gesetzt. Vor dem Ethnografischen Museum entstand ein neues Beet, das diesen Bereich des Platzes dauerhaft begrünt. Entlang des Beetes wurden zudem Bänke aufgestellt, die einen Ort schaffen, der zum Ausruhen und Verweilen im Zentrum von Kazimierz einlädt. Die umgesetzten Maßnahmen sind das Ergebnis des Projekts "Mehr Grün auf dem Wolnica-Platz!", das in der 11. Ausgabe des Bürger*innenbeteiligungsbudgets die Unterstützung der Einwohner*innen erhielt. Der Umfang der Arbeiten wurde an die verfügbaren finanziellen Mittel angepasst, stellt jedoch einen ersten Schritt in einem umfassenderen Umgestaltungsprozess dieses Raums dar. Die Fortsetzung der Begrünung des Wolnica-Platzes ist für die kommenden Jahre geplant.
A b dem 12. Jänner 2026 wird es in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Krakau leiser. Neue Vorschriften treten in Kraft, die den Komfort der Fahrgäste verbessern sollen. In Bussen und Straßenbahnen wird es künftig unter anderem verboten sein, Musikinstrumente zu spielen sowie Radios und Mobiltelefone mit Freisprecheinrichtungen zu benutzen. Die Änderungen der Vorschriften für die Beförderung von Personen und Gepäck wurden während der Sitzung des Krakauer Gemeinderats am 17. Dezember 2025 beschlossen. Die neuen Regelungen sind das Ergebnis einer Petition eines Krakauer Bewohners, der eine genauere Festlegung jener elektronischen Geräte forderte, deren Nutzung in Bussen und Straßenbahnen untersagt ist.
Prag will die Bevölkerung in die Benennung einer neuen Brücke über die Moldau einbeziehen und startete dazu eine Online-Umfrage. Das Bauwerk verbindet künftig die Stadtteile Prag 4 und Prag 5 und befindet sich seit September 2022 im Bau. Zur Auswahl stehen zwei Namen: der bisher verwendete Arbeitstitel "Dvorecký-Brücke" sowie "St. Agnes-Brücke". Abstimmen dürfen ausschließlich Prager Einwohner*innen über das städtische Bürger*innenportal. Das Ergebnis der Umfrage ist rechtlich nicht bindend, soll aber bei der endgültigen Entscheidung des Gemeinderats berücksichtigt werden. Die Namensfindung war zuvor Thema intensiver Debatten, weil Vertreter*innen der Stadtführung eine weibliche Persönlichkeit im öffentlichen Raum würdigen wollen. Die zuständige Ortsnamenskommission empfahl neben dem Arbeitstitel lediglich die Variante "Sankt-Agnes". Der Bau der Brücke verzögerte sich gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan um mehrere Monate. Gleichzeitig stiegen die Kosten auf etwa 58 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand soll die Brücke Anfang April eröffnet werden. Das Bauwerk ist ausschließlich für den öffentlichen Verkehr, Fußgänger*innen, Radfahrer*innen sowie Fahrzeuge der Rettungsdienste vorgesehen, der Individualverkehr bleibt ausgeschlossen. Geplant ist der Betrieb mehrerer Straßenbahn- und Buslinien.
Prag bereitet eine neue Verordnung vor, die den Betrieb von Taxis schrittweise an strengere Emissionsstandards binden soll. Nach den aktuellen Plänen dürfen ab August 2027 nur noch Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6d als Taxis eingesetzt werden, ab dem Jahr 2030 sollen ausschließlich Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge zugelassen sein. Die Regelung reagiert auf den starken Anstieg von Taxis in den vergangenen Jahren sowie auf deren hohes Durchschnittsalter von rund zehn Jahren. Gleichzeitig verschärfen sich ab 2030 die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe, was den Handlungsdruck für die Stadt erhöht. Parallel dazu plant die Stadt, weitere verkehrspolitische Themen erneut aufzugreifen, darunter höhere Parkgebühren sowie eine mögliche Maut für besonders belastete Bereiche im Zentrum. Diese Problemfelder sind jedoch innerhalb der Koalition bisher umstritten.
Der Vorschlag des neuen Zagreber Abfallwirtschaftsplans befindet sich im Moment im Verfahren der öffentlichen Begutachtung, die bis Anfang Februar dauern wird. Die öffentliche Präsentation des Plans wird am 22. Jänner im Kleinen Saal der Konzerthalle Vatroslav Lisinski stattfinden. Eine der Neuerungen umfasst die Einrichtung von Wiederverwendungszentren, in welchen Bürger*innen alten, aber funktionellen Abfall abgeben können. Die zwei geplanten Zentren sollen mit Handwerksbetrieben und Schulen zusammenarbeiten, um weggeworfene Gegenstände gemeinsam zu reparieren, damit diese wieder verkauft werden können. Die Zentren werden über einen Annahmebereich verfügen, in dem die Sortierung von Gegenständen und Materialien erfolgen soll, die für die Wiederverwendung geeignet sind. Außerdem werden die Zentren über einen Recyclinghof, einen Service- und Werkstattbereich für Reparaturen und die Aufbereitung von Gegenständen, einen Verkaufsbereich, Büroräume sowie einen öffentlichen Bereich für Schulungen, Workshops und ähnliche Veranstaltungen verfügen. Das Hauptzentrum soll sich neben der Deponie Jakuševec befinden. Das zweite, kleinere Zentrum wird in der Heinzlova-Straße etabliert. Angenommen werden unter anderem Möbel, Haushalts- und Elektrogeräte, Textilien, Spielzeug und ähnliche Produkte, die sonst im Abfall landen würden. Dadurch soll die Lebensdauer der Produkte verlängert und die Abfallmenge reduziert werden. Eine weitere Neuerung ist die Erweiterung des Systems der Recyclinghöfe um neun weitere Standorte. Alle bereits begonnenen Projekte werden fortgesetzt. In sämtliche, im Plan bis 2029 vorgesehenen Maßnahmen werden 338 Millionen Euro investiert.
Im Streit um den Umgang mit Antisemitismus an Hochschulen wird die Klage des jüdischen Studenten Lahav Shapira gegen die Freie Universität Berlin weiter vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Eine Güteverhandlung kam nicht zustande, stattdessen ist für den 26. Februar 2026 ein weiterer mündlicher Gerichtstermin angesetzt. Shapira wirft der Universität vor, gegen antisemitische Vorfälle nicht entschieden genug vorzugehen und damit gegen das Berliner Hochschulgesetz zu verstoßen. Auslöser war ein antisemitischer Angriff auf ihn im Februar 2024, bei dem er von einem Kommilitonen verletzt wurde. Die FU weist die Vorwürfe zurück und verweist auf bestehende Antidiskriminierungsstrukturen, darunter ein eigenes Konzept, eine Satzung und eine zuständige Stabsstelle. Nach Auffassung der Universität ist die Klage zu unkonkret. Das Gericht sieht jedoch weiteren Klärungsbedarf, da Shapira nachvollziehbar dargelegt habe, dass er sich durch das Klima an der Universität in seinen Grundrechten beeinträchtigt fühle.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) hat das Ende der Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verkündet. Auslöser war der Austritt von drei BSW-Landtagsabgeordneten, wodurch das bundesweit einmalige Bündnis seine parlamentarische Mehrheit verlor. Woidke erklärte, eine verlässliche Zusammenarbeit sei nicht mehr möglich – auch wegen anhaltender interner Konflikte innerhalb des BSW. Trotz des Koalitionsendes sollen alle Minister*innen zunächst im Amt bleiben, die Regierung arbeitet vorerst als Minderheitsregierung weiter. Zugleich kündigte Woidke Gespräche mit der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) über eine neue Koalition an, die nun rechnerisch möglich wäre. Finanzminister Robert Crumbach sowie eine weitere Abgeordnete sind bereits in die SPD-Fraktion gewechselt. Forderungen nach Neuwahlen, etwa von der Alternative für Deutschland (AfD), wies Woidke zurück, während die BSW-Bundesspitze der SPD vorwirft, gezielt eine rot-schwarze Regierung anzustreben.
In der Slowakei bereitet das Verkehrsministerium Korrekturänderungen am Baugesetz sowie am Gesetz über die Raumplanung vor. Die entsprechenden Novellen sollen im Februar 2026 zur Begutachtung vorgelegt werden. Die Anpassungen am Baugesetz, das seit April 2025 gilt, sollen insbesondere Bestimmungen präzisieren, die sich in der praktischen Anwendung als unklar erwiesen haben. Ziel ist es, rechtliche Rahmenbedingungen klarer zu fassen und die Planungssicherheit zu erhöhen. Auch das Gesetz über die Raumplanung soll überarbeitet werden. Die geplanten Änderungen beruhen auf bisherigen Erfahrungen der Behörden bei Bau- und Planungsverfahren. Dabei sollen unter anderem Begriffe klarer definiert, unnötige doppelte Verfahrensschritte vermieden und Probleme aus der bisherigen Anwendung der Gesetze behoben werden. Die Gesetzesänderungen sollen außerdem den schrittweisen Übergang zu neuen digitalen Standards in der Raumplanung und im Bauwesen unterstützen.
Der anhaltende Schneefall führte in mehreren ungarischen Regionen, darunter im Großraum Budapest, zu Verzögerungen und Ausfällen im öffentlichen Verkehr und stellte den Winterdienst erneut vor erhebliche Herausforderungen. In diesem Zusammenhang machte Budapests leitender Landschaftsplaner Sándor Bardóczi auf die ökologischen Folgen der herkömmlichen Streusalznutzung aufmerksam. Er wies darauf hin, dass der Einsatz von Natriumchlorid auf Gehwegen rechtlich untersagt ist und erhebliche Schäden an Bodenstruktur, Bodenleben und Stadtbäumen verursacht. Nach seinen Angaben versalzt Streusalz den Boden dauerhaft, verhindert die Wasseraufnahme und zerstört Mikroorganismen. Als umweltverträglichere Alternativen nannte Bardóczi Magnesium- und Kaliumsalze, Zeolith, Holzspäne und Sand, die Budapest in sensiblen Bereichen seit Jahren einsetzt. Parallel dazu ist das städtische soziale Versorgungssystem auf Krisensituationen während der frostigen Nächte vorbereitet. Mit erweiterten Kapazitäten in Notunterkünften und verstärkter Straßensozialarbeit werden gefährdete Menschen vor Unterkühlung und lebensbedrohlichen Situationen geschützt.
Zum 1. Jänner 2026 ist im 6. Budapester Bezirk ein Airbnb-Verbot in Kraft getreten. Die Bezirksverwaltung begann bereits in der ersten Arbeitswoche des Jahres gemeinsam mit der Polizei und dem Finanzamt (NAV) mit der Kontrolle der Beherbergungsbetriebe. Nach einer 14-monatigen Vorbereitungsphase ist seit dem 1. Jänner 2026 die Kurzzeitvermietung (Airbnb) in privaten und sonstigen Unterkünften im 6. Budapester Bezirk untersagt. Grundlage der Regelung war eine Entscheidung der Einwohner*innen im Rahmen einer lokalen Abstimmung. Wer trotz des Verbots weiterhin Kurzzeitvermietung betreibt, muss mit Geldstrafen von bis zu mehreren Tausend Euro rechnen.
Zum 16. Mal zog am 6. Jänner 2026 der Dreikönigsumzug durch die Straßen von Krakau und versammelte auch heuer zahlreiche Teilnehmer*innen. Im Rahmen des Festes bewegten sich aus drei verschiedenen Richtungen farbenfrohe Prozessionen durch die Stadt, die am Krakauer Hauptmarkt zusammenkamen, um dort gemeinsam zu feiern. An der Spitze jeder Prozession stand jeweils einer der drei Weisen. Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), der sich einer der Prozessionen anschloss, hob auf dem Hauptmarkt die Schönheit dieser Tradition hervor und überbrachte den Einwohner*innen Krakaus seine Neujahrswünsche. Die bunten Umzüge sind besonders bei Familien beliebt und ziehen Jahr für Jahr zahlreiche Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen an. Begleitet wurde das Fest auch von einer karitativen Sammlung zugunsten von Menschen in Wohnungsnot.
Seit einigen Tagen werden in Krakau Verkehrsschilder entfernt oder beschädigt, die auf die Einfahrt in die nachhaltige Verkehrszone hinweisen. Nach Angaben der Städtischen Einrichtung für Straßenverwaltung (ZDMK) wurden seit dem 1. Jänner 2026 rund 20 Schilder an 14 Standorten im gesamten Stadtgebiet gestohlen oder zerstört. Bislang ist nicht bekannt, wer für die Vorfälle verantwortlich ist. Die nachhaltige Verkehrszone in Krakau trat am 1. Jänner 2026 in Kraft. Die neuen Vorschriften betreffen den Großteil des Stadtgebiets und wirken sich insbesondere auf Besitzer*innen älterer Fahrzeuge aus. Gemäß dem Beschluss, der im Juni 2025 vom Krakauer Gemeinderat verabschiedet wurde, ist die Einfahrt in die Stadt Krakau mit Fahrzeugen, die die vorgeschriebenen Normen nicht erfüllen, gebührenpflichtig. Die monatliche Gebühr beträgt derzeit 24 Euro. Eine Stunde Fahrt durch die Stadt kostet 0,60 Euro, ein ganzer Tag 1,20 Euro. In den ersten Jännertagen wurden rund 17.000 Monatskarten für die Einfahrt in die Zone sowie 30.000 Stundenkarten verkauft. Insgesamt flossen bislang 428.500 Euro in die Stadtkasse.
Der bisherige Fraktionsvorsitzende der Koalitionspartei der Linken (Levica), Matej Tašner Vatovec, ist zu den Sozialdemokraten (SD), auch einer Koalitionspartei, gewechselt. SD-Chef und Wirtschaftsminister Matjaž Han bezeichnete den Wechsel als großen Zugewinn und als Stärkung der Partei im Hinblick auf die kommenden Wahlen. In der Levica stieß der Schritt hingegen auf scharfe Kritik. Die slowenische Kulturministerin und Co-Vorsitzende Asta Vrečko sprach von einem persönlich und politisch motivierten Verrat. Tašner Vatovec äußerte sich nicht zu seinen Beweggründen. Politolog*innen sehen den Wechsel als schweren Schlag für Levica und als weiteren Beleg für die strategische Stärkung der SD vor den Wahlen. Sie warnen jedoch auch vor möglichen Spannungen innerhalb der Koalition.
Die aktuellen Zahlen des Föderalen Statistikamts Bosnien-Herzegowinas zeigen eine dynamische Entwicklung der Investitionstätigkeit im Kanton Sarajevo. Im Jahr 2024 war das Volumen der Neuinvestitionen rund 910 Millionen Euro, ein Zuwachs von mehr als 225 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Fast ein Drittel aller Investitionen in der Föderation, die 2024 insgesamt bei etwas über 3,1 Milliarden Euro lagen, entfiel auf den Kanton Sarajevo. Seit 2021 haben sich die Investitionen im Kanton nahezu verdoppelt. Ein Schwerpunkt liegt bei Ausgaben für moderne Ausrüstung, Maschinen und Transportmittel. Im föderationsweiten Vergleich bleibt Sarajevo weiterhin der Spitzenreiter. Nach Einschätzung der Kantonalagentur für Investitionsförderung und Privatisierung (KAIP) spiegelt diese Entwicklung ein gefestigtes Investor*innenvertrauen und verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen wider.
Am 6. Jänner 2026 wurde das Einreise- beziehungsweise Ausreisesystem EES zur digitalen Erfassung von Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen an allen Landgrenzübergängen Bulgariens vollständig in Betrieb genommen. Das System wurde bereits am 12. Oktober 2025 am Grenzkontrollpunkt Kalotina sowie an allen äußeren Luft-, Fluss- und Seegrenzen eingeführt. Im Rahmen des EES werden die Daten von Staatsangehörigen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) erfasst, die innerhalb von 180 Tagen zu einem kurzfristigen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen einreisen. Die Grenzkontrolle der unter das System fallenden Personen umfasst die Erhebung biografischer Angaben sowie die Abnahme biometrischer Daten – Foto und Fingerabdrücke – am Grenzübergang. Ziel des EES ist es, zur Verhinderung illegaler Migration beizutragen und die Sicherheit im Schengen-Raum zu erhöhen.
Die Berliner Verwaltungsreform soll das bisherige Zuständigkeitschaos beenden und Abläufe verlässlicher machen. Rund 4.000 staatliche Aufgaben wurden erstmals systematisch erfasst und eindeutig Politikfeldern zugeordnet, um dauerhaft klare Verantwortlichkeiten zu schaffen. Vorangetrieben wurde die Reform vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) gemeinsam mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) sowie mit Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen und der Partei Die Linke. Künftig ist verbindlich geregelt, welche Behörde die Federführung übernimmt, wenn mehrere Stellen beteiligt sind – im Zweifel entscheidet der*die Regierende Bürgermeister*in. Neu ist außerdem das verfassungsrechtlich verankerte Konnexitätsprinzip: Erhalten die Bezirke neue Aufgaben, müssen sie auch finanziell dafür ausgestattet werden. Senatsverwaltungen können Bezirke nun stärker und einheitlicher steuern, etwa durch Verwaltungsvorschriften. Die Reform ist gesetzlich beschlossen, ihre volle Wirkung wird jedoch erst schrittweise und mit der nächsten Regierungsbildung erwartet.
In der Slowakei könnte die jährliche Holzernte laut einer aktuellen Studie des staatlichen Instituts für Umweltpolitik bis 2050 um rund sieben Prozent zurückgehen. Gleichzeitig sollen die gesamten Holzreserven in den Wäldern leicht wachsen und nahezu 500 Millionen Kubikmeter erreichen. Hauptgrund dafür ist die veränderte Altersstruktur der Wälder, da ab etwa 2030 großflächig Bestände mittleren Alters nachwachsen. Besonders betroffen sind wirtschaftlich genutzte Wälder mit niedrigerem Schutzstatus, deren langfristiges Ertragspotenzial deutlich sinkt. Eine Ausweitung streng geschützter Zonen in Nationalparks würde das Fällen von Bäumen zusätzlich reduzieren, zugleich aber die Holzvorräte weiter erhöhen. Für die Erfüllung der europäischen Klimaziele im sogenannten LULUCF-Sektor wäre laut Studie sogar eine noch stärkere Reduktion erforderlich. Die Veränderungen wirken sich auch auf die Holzqualität aus, wobei Industrieholz für die Zellstoff- und Papierproduktion an Bedeutung gewinnt. Insgesamt beschreibt die Studie einen langfristigen Umbau der slowakischen Forstwirtschaft im Spannungsfeld von Naturschutz, Klimapolitik und Rohstoffversorgung.
Die slowakische Regierungspartei Richtung-Sozialdemokratie (SMER-SD) kann sich nach künftigen Parlamentswahlen auch eine Zusammenarbeit mit der derzeit außerparlamentarischen Partei Republik vorstellen, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet wird. Das erklärte Tibor Gašpar, Vizepräsident des slowakischen Parlaments, kürzlich in einem Interview mit der slowakischen Nachrichtenagentur TASR. Ihm zufolge sei Republik ein legitimer politischer Akteur, der im Europäischen Parlament vertreten sei und mit dem ein Dialog gesucht werden müsse. Die SMER-SD wolle grundsätzlich mit Parteien verhandeln, deren Werte und politischen Ziele sich zumindest teilweise überschneiden. Neben Republik nannte Gašpar auch die Christlich-d emokratische Bewegung KDH als potenziellen Koalitionspartner. Diese könne seiner Ansicht nach mehr Inhalte ihres Programms in einer Zusammenarbeit mit SMER-SD umsetzen als in Bündnissen mit liberalen oder progressiven Parteien. Gašpar betonte zugleich, dass die Bildung stabiler Regierungen ohne Kompromisse nicht möglich sei. Ziel sei eine tragfähige Koalition auf Basis gemeinsamer gesellschafts- und sozialpolitischer Positionen.
In Florenc, in der Nähe der gleichnamigen Prager Metrostation, sollen vier Wohnblöcke auf einer Fläche von 108.000 Quadratmetern entstehen. Eine internationale Jury wählte kürzlich die Gewinner*innenentwürfe für das Bauprojekt aus, das von fünfzehn europäischen Architekturbüros entworfen wurde. Das Projekt, das als neues Stadtviertel Florenc21 vorgestellt wurde, wird hauptsächlich Wohnraum bieten, ergänzt durch Büros, Dienstleistungsbetriebe und ein Hotel. Geplant ist auch eine Fußgänger*innenzone, die laut Stadtverwaltung zur Aufwertung des Gebiets um die Metrostation Florenc beitragen soll und den Stadtteil Karlín auf natürliche Weise mit dem Stadtteil Nové Město verbinden soll. Die geschätzte Investition für das Projekt beträgt rund 825 Millionen Euro.
Die Chefarchitektin von Sofia, Bogdana Panayotova, trat am 5. Jänner 2025 zurück. Als einen der Gründe hierfür gab sie mangelnde politische Unterstützung für ihre Vision und ihre Mission an. Ferner sei eine illegale Struktur geschaffen und eingeführt worden. Die Rolle des Chefarchitekten sei durch Management- und Strukturmaßnahmen reduziert und bedeutungslos gemacht worden, sodass die Position nur noch eine rein formale sei, also ohne die wirkliche Möglichkeit, die gesetzlich übertragenen Befugnisse auszuüben und Verantwortung zu tragen. Mit ihrem Rücktritt gebe sie der Stadt die Möglichkeit, die Stelle neu auszuschreiben und mit einer der Stadt genehmen Person legitim zu besetzen. Dem Sofioter Bürgermeister Vassil Terziev (parteilos) zufolge werde Boyan Nedev vorübergehend die Position des Chefarchitekten von Sofia übernehmen, um den reibungslosen Ablauf der Verwaltungsarbeit und die Kontinuität der Prozesse zu gewährleisten.
Ende 2025 startete der Sofioter Bezirk Oborishte eine Testphase für kleine Elektroautos in der Bezirksverwaltung. Die Initiative ist Teil der Strategie zur Modernisierung des Fuhrparks und Förderung nachhaltiger Mobilität. Zwei kompakte E-Autos werden für den Arbeitsweg von Inspektor*innen und Mitarbeiter*innen genutzt. Getestet wurden sie vom Vizebürgermeister für Finanzen, Georgi Klisurski, und vom Bezirksbürgermeister Georgi Kuzmov. Einige alte Dienstwagen sind über 15 Jahre alt, verursachen hohe Kosten und erfüllen keine Umweltauflagen. Kleine Elektroautos seien ideal für den Stadtverkehr – wendig, leicht zu parken und platzsparend, so Kuzmov. Schon in den ersten Tagen gab es positive Resonanz. Die Modelle gehören zu den günstigsten am Markt, die Betriebskosten liegen bei etwa einem Euro pro 100 Kilometern und die Wartung ist minimal. Bei einem Erfolg soll das Modell auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden. Derzeit verfügen die Gemeinde Sofia und das Inspektorat über elf Elektrofahrzeuge.
Serbien zählt zu den Ländern, die am besten für die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) gerüstet sind. Laut dem Government AI Readiness Index 2025, der von Oxford Insights veröffentlicht wird, belegt Serbien den 39. Platz von insgesamt 195 bewerteten Volkswirtschaften weltweit. Dies stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem 57. Platz im Vorjahresbericht dar. Mit diesem Ergebnis zählt Serbien zu den Top 20 Prozent der weltweit am besten vorbereiteten Volkswirtschaften. Das Land liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt und vor einer Vielzahl von Mitgliedstaaten der Europäischen Union, womit seine Position unter den global führenden Ländern in Bezug auf die Einsatzbereitschaft für Künstliche Intelligenz bestätigt wird. Zu den Top 20 Prozent der am weitesten entwickelten und technologisch fortschrittlichsten Staaten der Gegenwart zählen unter anderem die USA, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich und Singapur sowie China, Japan, Südkorea, Kanada, die Niederlande, Schweden und die Vereinigten Arabischen Emirate. Laut dem Index ist Serbien zudem besser vorbereitet als Länder wie Mexiko, die Türkei, Ägypten und Argentinien, ebenso wie benachbarte Staaten: Griechenland, Kroatien und Rumänien, sowie alle übrigen Länder des Westbalkans. Im regionalen Vergleich hebt sich Serbien als einer der führenden Staaten Osteuropas hervor, einer Region, die laut dem Index zu den drei weltweit stärksten Regionen im Bereich der KI-Bereitschaft zählt, direkt nach Nordamerika und Westeuropa.
Forschende der Universität Žilina testeten von 2022 bis 2024 mehr als 3.000 Fahrzeuge mit vorderem Bremslicht unter realen Verkehrsbedingungen. Das Ergebnis: In der Testregion sank die Zahl der Unfälle um knapp zwölf Prozent, landesweit hingegen nur um 0,5 Prozent. Laut Modellrechnung könnten bei einer Ausstattung von zehn Prozent der Fahrzeuge mit dem Licht jährlich 39 Leben gerettet, 1.718 Unfälle verhindert und rund 168 Millionen Euro eingespart werden. Die Kosten für eine Nachrüstung liegen bei nur einigen Dutzend Euro pro Fahrzeug und weisen damit eine hohe Kosten-Nutzen-Bilanz auf. Unterstützung kommt von 86 Prozent der Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie von 78 Prozent der Autofahrer*innen. Derzeit wird im slowakischen Parlament ein Gesetzesvorschlag behandelt, der den freiwilligen Einsatz ermöglichen soll.
Seit Jänner 2026 können Eltern in der Slowakei Anmeldungen für Kindergärten sowie Grund- und weiterführende Schulen über eine zentrale Online-Plattform des Bildungsministeriums einreichen. Grundlage ist eine Novelle des Schulgesetzes, die das Parlament im vergangenen Jahr beschlossen hat. Anmeldungen können weiterhin auch in Papierform erfolgen, wobei die Schulen diese anschließend in das digitale System übertragen. Neu ist zudem, dass Aufnahmeentscheidungen künftig elektronisch zugestellt werden. Bei Online-Anmeldungen können Eltern mehrere Schulen gleichzeitig auswählen und nach Priorität reihen. Ein spezieller Algorithmus, der sich am tschechischen Modell orientiert, soll die Schulplätze möglichst effizient vergeben und Kindern bevorzugt einen Platz an der höchstgereihten Schule sichern. Der gesamte Aufnahmeprozess wird damit erstmals landesweit vereinheitlicht und an bestehende Verfahren für weiterführende Schulen angeglichen. Ziel der Reform ist es, die Transparenz zu erhöhen und vorhandene Schulkapazitäten besser auszuschöpfen.
Im Dezember 2025 waren in Serbien 2.867 Wettbüros und Spielhallen tätig, was laut der Behörde für Glücksspiele einem Rückgang von rund 1,6 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Laut der Behörde gab es im Jahr 2024 insgesamt 2.915 solcher Einrichtungen, während 2023 noch 2.987 Wettbüros und Spielhallen betrieben wurden. 2022 waren sogar 3.023 Lokale dieser Art registriert. Trotz des leichten Rückgangs der Zahl von Einrichtungen, in denen Glücksspiele angeboten werden, belegt Serbien den zweiten Platz in Europa bei der Anzahl von Wettbüros und Spielhallen pro Kopf. Das einzige europäische Land, das Serbien in dieser Rangliste übertrifft, ist Bosnien-Herzegowina. In Serbien gibt es dreimal so viele Wettbüros pro Einwohner*innen wie in Italien, fünfmal so viele wie im Vereinigten Königreich und sechsmal so viele wie in Spanien. Die Regierung hatte im Laufe des Jahres 2024 angekündigt, die Werbung für Wettbüros und Spielhallen einzuschränken, diese Maßnahmen wurden jedoch bislang nicht verabschiedet.
Das serbische Ölunternehmen NIS erhält die Lizenz vom US-Office of Foreign Assets Control (OFAC) zur Fortsetzung des Betriebs bis zum 23. Jänner 2026. Die Regierung in Washington hat nach 84 Tagen US-Sanktionen gegen NIS die operative Lizenz für den Betrieb der Raffinerie bis zum 23. Jänner verlängert. Bis dahin könnten auch die Verhandlungen von Gazprom mit dem ungarischen Unternehmen MOL über den Kauf der russischen Mehrheitsbeteiligung bei NIS abgeschlossen werden. Die Verlängerung der Lizenz bedeutet, dass die Raffinerie in Pančevo nach 36 Tagen ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. Bestätigt wurde, dass die russische Seite über den Verkauf ihres Anteils mit dem ungarischen Unternehmen MOL verhandelt. Seit der Verhängung der Sanktionen gegen NIS gibt es keine Einfuhr von Rohöl über die Adria-Pipeline, die Raffinerie in Pančevo steht seit dem 2. Dezember 2025 still. Serbien ist daher auf staatliche Reserven sowie den Import von Erdölprodukten angewiesen.
Die Slowakei startet mit einer kostenlosen Hotline für nicht dringende Fälle ins neue Jahr. Seit Jänner 2026 ist die kostenlose Hotline 116 117 rund um die Uhr erreichbar. Sie bietet medizinische Beratung bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden und soll die Notrufnummer 155 entlasten, damit sich die Rettungsdienste auf akute Notfälle konzentrieren können. Mit dieser Maßnahme reiht sich die Slowakei in Länder wie Deutschland und Finnland ein, in denen dieses Modell bereits erfolgreich etabliert ist. Gleichzeitig warnt die Slowakische Ärzt*innenkammer: Das Gesundheitswesen befinde sich nicht in einem besseren Zustand, es fehle an einem klaren Konzept und an einer umfassenden Reformstrategie. Für 2026 sieht die Kammer die zentralen Aufgaben darin, einen realistischen Leistungskatalog mit kostendeckenden Preisen zu schaffen, den ambulanten Bereich finanziell zu stabilisieren und die Gebührenordnung zu bereinigen. Auch der Ombudsmann Róbert Dobrovodský will bis Ende März Ergebnisse und Empfehlungen einer Untersuchung zu Praxisgebühren vorlegen. Ziel ist es, die Rechtssicherheit und den Schutz der Patient*innen zu erhöhen, Transparenz und Fairness bei Gebühren durchzusetzen, Kontrollmechanismen zu stärken sowie eine öffentliche Diskussion und politische Reaktionen anzustoßen.
Das Heim Pál Kinderkrankenhaus, eines der größten Kinderkrankenhäuser Budapests, führt einen neuen, kinderfreundlichen digitalen Avatar ein. Ziel ist es, Kinder und Eltern während des Krankenhausaufenthalts mit verständlichen und verlässlichen Informationen zu unterstützen. Der Avatar soll dabei helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen, die Orientierung innerhalb der Einrichtung zu erleichtern, den Ablauf von Untersuchungen zu erklären und Kinder in einer altersgerechten Sprache anzusprechen. Für Eltern dient er als vertrauenswürdige Informationsquelle und ergänzt die Aufklärung durch das medizinische Fachpersonal. Der genaue Zeitpunkt der Einführung des Avatars ist derzeit noch nicht bekannt, bisher gab es eine öffentliche Online-Abstimmung zur Namensgebung.
Der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini (parteilos) unterzeichnete am 23. Dezember 2025 eine Strafrechtsnovelle, die unter anderem die öffentliche Leugnung der aus der Nachkriegsordnung des Zweiten Weltkriegs resultierenden Verhältnisse unter Strafe stellt. In der öffentlichen Debatte in Ungarn wurde diese Regelung als Verbot der Infragestellung der sogenannten Beneš-Dekrete bekannt. Die Beneš-Dekrete sind ein Sammelbegriff für eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die Teil der Nachkriegsordnung waren. Sie regelten unter anderem die Ausbürgerung von Deutschen und Ungar*innen in der Tschechoslowakei, sowie die Enteignung ihres Eigentums. Bis heute gelten sie als politisch und historisch umstritten, vor allem wegen ihrer Auswirkungen auf die Sudetendeutschen und Ungar*innen und sind ein besonders sensibles Thema für die ungarische Minderheit in der Slowakei. Gegen dieses Gesetz wurde am Samstag, dem 3. Jänner 2026, vor der slowakischen Botschaft in Budapest demonstriert. An der rund einstündigen, von Studierenden parteiunabhängig organisierten Kundgebung nahmen mehrere Hundert Menschen teil. Unter den Teilnehmenden war auch Péter Magyar, der Vorsitzende der Oppositionspartei Tisza. Im Anschluss erklärte er gegenüber Journalist*innen vor Ort, dass das von der slowakischen Regierung durchgesetzte Gesetz inakzeptabel sei. Zugleich übte er scharfe Kritik an der ungarischen Regierung, da diese erneut nicht für die Interessen der im Ausland lebenden Ungarn eintrete.
Dr. Rok Vihar wird der neue Direktor des städtischen Personenverkehrs Ljubljana (LPP). Er übernimmt ein gut geführtes Unternehmen, das sich nach der Corona-Krise erholt hat und wieder mehr Fahrgäst*innen verzeichnet. Trotz guter Bezahlung und kostenloser Ausbildung bleibt der Mangel an Busfahrer*innen ein wichtiges Problem. In den kommenden Jahren plant Vihar eine schrittweise Weiterentwicklung: Ausbau der Busflotte, mehr emissionsfreie Fahrzeuge sowie rund 20 Prozent mehr Busse und Fahrgäst*innen. Das Liniennetz soll neu organisiert werden, mit leistungsstarken Hauptkorridoren, eigenen Busspuren und intelligenter Ampelsteuerung. Eine Straßenbahn hält er für unrealistisch und setzt stattdessen auf lange, moderne Busse als flexible und deutlich günstigere Alternative.
Die Kroatischen Bahnen (HŽ) bieten auch heuer Kindern, Schüler*innen, Student*innen, Pensionist*innen sowie Personen über 65 Jahren kostenlose Zugfahrten in Kroatien an. Ab dem 1. Jänner wurden dieser Gruppe auch Menschen mit Behinderungen hinzugefügt, die über einen nationalen oder europäischen Behindertenausweis mit dem Vermerk zur Nutzung des Bahnverkehrs verfügen. Sie müssen einen Antrag auf Ausstellung einer Smartcard einreichen, ein Foto beilegen und einen Betrag von 2,65 Euro zahlen. Die Kroatischen Bahnen führten den kostenlosen Bahnverkehr für Kinder und Schüler*innen Ende 2021 ein. Infolgedessen nutzen heute rund 60.000 Kinder und Schüler*innen regelmäßig oder gelegentlich den Zug. Anfang 2024 wurde der kostenlose Bahnverkehr für Pensionist*innen und Personen über 65 eingeführt. Im vergangenen Jahr nutzten 154.000 Pensionist*innen diese Möglichkeit, hinzu kamen rund 26.600 ordentliche Studierende, die diese Begünstigung seit Jänner 2025 in Anspruch nehmen können.
Der Prager zoologische Garten hat im vergangenen Jahr einen historischen Besucher*innen-Rekord verzeichnet. Mit rund 1,45 Millionen Gäst*innen erreichte die Einrichtung das beste Ergebnis seit zehn Jahren und zugleich das erfolgreichste Jahr seit dem Ende der Covid-19-Pandemie. Gegenüber 2024 stieg die Besucher*innenzahl damit erneut deutlich an. Besonders stark frequentiert war der August, während der Februar traditionell das schwächste Monatsergebnis brachte. An einzelnen Tagen überschritt der Zoo die Marke von 10.000 Besucher*innen – insgesamt an achtzehn Tagen im Jahresverlauf. Zum hohen Andrang trugen neben günstigen Witterungsbedingungen auch organisatorische Neuerungen bei, etwa der verstärkte Einsatz elektronischer Tickets und der neue Eingang. Zusätzliche Impulse setzten zeitlich begrenzte Preisaktionen, bei denen der Eintritt am frühen Abend auf etwa vier Euro reduziert wurde. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene lag bei rund 13 Euro, online etwas darunter. Der zoologische Garten gehört seit Jahren zu den meistbesuchten Einrichtungen der tschechischen Hauptstadt und wird vom Prager Magistrat finanziert.
In der tschechischen Hauptstadt sind gemeinsam genutzte E-Roller ab Jänner 2026 vollständig aus dem Straßenbild verschwunden. Die Stadt Prag setzt damit eine Entscheidung des Gemeinderates um, der auf anhaltende Beschwerden von Anwohner*innen reagierte. Kritisiert wurden vor allem Gefährdungen von Fußgänger*innen, ungeordnetes Abstellen der Roller sowie die zunehmende Belastung öffentlicher Flächen durch touristische Nutzung. Private Elektroroller bleiben von dem Verbot unberührt. Die Prager Verwaltung geht davon aus, dass die Maßnahme ohne größere Komplikationen umgesetzt wird. Die Betreiber*innen haben bereits angekündigt, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, oder den Markt zu verlassen. Während Lime künftig ausschließlich auf Leih-Elektrofahrräder setzen will, zieht sich Bolt vollständig aus dem Bereich der Mikromobilität in Prag zurück. Andere Anbieter*innen wie Rekola oder Nextbike bleiben künftig nur mit klassischen Fahrrädern und E-Bikes präsent. Grundlage der Neuregelung ist ein neues Genehmigungssystem, das feste Abstellzonen vorsieht und für jedes Fahrrad oder E-Bike eine monatliche Gebühr von umgerechnet rund einem Euro verlangt. Elektroroller können diese Bedingungen nicht erfüllen und verlieren damit ihre Betriebserlaubnis. Die Einhaltung des Verbots wird von städtischen Kontrollteams überwacht, die verbliebene Roller entfernen und Sanktionen verhängen können.
Mit dem Zusammenschluss der Universitätsklinik Motol und des Krankenhauses Na Homolce ist in Tschechien die größte Gesundheitseinrichtung des Landes entstanden. Die neue Institution trägt den Namen Universitätskrankenhaus Motol und Homolka und vereint zwei bislang eigenständige Krankenhäuser im 5. Prager Stadtteil. Ziel der Fusion ist es, Verwaltungs- und Betriebskosten deutlich zu senken, unter anderem durch eine gemeinsame Verwaltung, einen einheitlichen Einkauf sowie gebündelte Dienstleistungen. Die Leitung rechnet mittelfristig mit jährlichen Einsparungen von mehr als 20 Millionen Euro. Der organisatorische Zusammenschluss ist jedoch nicht sofort abgeschlossen, sondern wird sich über das gesamte Jahr 2026 erstrecken. In dieser Zeit sollen unter anderem die Wirtschafts-, IT- und Verwaltungssysteme beider Häuser zusammengeführt werden. Für Patient*innen soll sich im Alltag nichts ändern, da beide Standorte die medizinische Versorgung weiterhin im bisherigen Umfang sicherstellen. Auch das Leistungsspektrum der Einrichtungen bleibt unverändert, sodass die hohe Komplexität der angebotenen Behandlungen erhalten bleibt.
Seit dem 1. Jänner 2026 gilt in Prag ein neuer Tarif für den öffentlichen Personennahverkehr, der vor allem Einzelfahrkarten und Kurzzeittickets verteuert. Während die Preise für Langzeitabonnements unverändert bleiben, zahlen Fahrgäst*innen für ein 30-Minuten-Ticket nun 1,60 Euro, beim Kauf über die mobile App "PID Lítačka" liegt der Preis etwas niedriger. Auch Tickets für Tourist*innen, Gepäck, Hunde sowie die Airport-Express-Linie wurden teurer. Gleichzeitig wurde der Tarif zwischen Prag und dem Umland angepasst, da die Hauptstadt künftig nur noch als drei statt vier Zonen zählt, was einzelne Strecken moderat entlastet. Deutlich verschärft wurden zudem die Strafen. Wer ohne gültigen Fahrschein fährt, zahlt bei sofortiger Begleichung etwa 50 Euro, und bei späterer Zahlung circa 62 Euro. Auch Verstöße wie das Nichtbezahlen von Gepäck oder Hunden, sowie das Verschmutzen von Fahrzeugen bleiben sanktioniert, teils mit Bußgeldern von bis zu 80 Euro.
Seit 1. Jänner 2026 ist in Serbien die einheitliche Softwarelösung "E-Krankschreibung – Arbeitgeber*in" in Verwendung. Damit wird ein schnellerer, zuverlässigerer und digitalisierter Datenaustausch zwischen den Hausärzt*innen, den Arbeitgeber*innen und dem Krankenversicherungsfonds (RFZO) ermöglicht. Durch die Einführung dieses Systems wird die Papierdokumentation abgeschafft, administrative Prozesse werden vereinfacht und eine effizientere sowie transparentere Abwicklung von Krankmeldungen sichergestellt. Das Webportal "E-Krankschreibung – Arbeitgeber" wird vom Amt für Informationstechnologien und E-Government betrieben und arbeitet im Bereich der Systemintegration und des Datenaustauschs in Übereinstimmung mit den Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten mit dem Gesundheitsministerium und dem RFZO zusammen. Über das Portal können Arbeitgeber*innen auf alle relevanten Dokumente und Dienste zugreifen. Dazu gehören der Empfang von Informationen, die Einsichtnahme sowie der Download von Bescheinigungen und Krankmeldungen, der Zugriff auf Daten zu Krankenständen sowie die Einreichung von Anträgen zur Berechnung von Lohnersatzleistungen und von Einsprüchen.
Das slowenische Ministerium für solidarische Zukunft hat den Entwurf des Nationalen Wohnungsprogramms 2025 bis 2035 zur öffentlichen Diskussion gestellt. Das Kernziel besteht darin, bis 2035 rund 20.000 öffentliche Mietwohnungen zu bauen, davon 16.000 neu errichtete Einheiten. Damit sollen der akute Wohnungsmangel und der starke Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt abgefedert werden. Parallel dazu sind Maßnahmen zur Aktivierung leerstehender Wohnungen, zur Sanierung des öffentlichen Wohnungsbestands und zur Stabilisierung des Mietmarkts vorgesehen. Während sich die Mieten auf dem privaten Markt zuletzt zu beruhigen scheinen, werden die Mieten in gemeinnützigen Wohnungen ab 2026 moderat bis deutlich steigen, insbesondere in älteren Gebäuden. Sozial schwächere Haushalte sollen jedoch weiterhin durch Mietzuschüsse geschützt bleiben.
Fünf Künstler*innen des Slowakisches Nationaltheater in Bratislava, darunter die bekannte Schauspielerin Táňa Pauhofová, sind seit Jänner 2026 nicht mehr fest engagiert und arbeiten nur noch als externe Schauspieler*innen. Die Theaterleitung begründet diese Entscheidung mit Sparmaßnahmen und der notwendigen Konsolidierung des Budgets und betont zugleich, dass der Spielplan unverändert bleibt. Die betroffenen Künstler*innen äußern hingegen Kritik und sehen darin keine reine Sparmaßnahme, sondern den Versuch, ein Ensemble zu schwächen, welches sich kritisch gegenüber der Theaterleitung und dem Kulturministerium äußert. Einige von ihnen wurden zuletzt mit wichtigen nationalen Preisen ausgezeichnet, was der Debatte zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft.
Kroatien bewirbt sich um den Sitz der neuen Zollbehörde der EU (EUCA). Die neue Behörde soll die Art und Weise vereinheitlichen, wie Waren an den EU-Grenzen kontrolliert werden. Einer der Gründe für ihre Einrichtung ist das Wachstum des Onlinehandels. Die neue EU-Einrichtung wird als zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung der nationalen Zollbehörden dienen. Gesucht wird ein Standort, der ausreichend geeignet und möglichst wenig problematisch ist. In der engeren Auswahl befinden sich Lille, Bukarest und Zagreb. Kroatien verfügt über eine Außengrenze des Schengen-Raums, beziehungsweise verwaltet das Land den längsten Abschnitt der EU-Außengrenze, über den die größte Menge an Landfracht unter allen Mitgliedstaaten transportiert wird, wobei ein erheblicher Teil auch über See- und Flughäfen eintritt. Kroatien ist auch deshalb interessant, da es keine offenen Streitigkeiten mit europäischen Institutionen hat. Außerdem wurde in Kroatien bislang keine andere europäische Agentur angesiedelt, was im Kontext des territorialen Gleichgewichts der Europäischen Union (EU) von Bedeutung ist. Zagreb wird zudem nicht als Standort wahrgenommen, der operative Probleme verursachen würde und gilt als eine der sichersten Hauptstädte Europas. Ein weiterer großer Vorteil Zagrebs ist seine geografische Lage. Die Entscheidung wird für Jänner oder Anfang Februar 2026 erwartet.
Der slowakische Generalstaatsanwalt Maroš Žilinka kündigte Ende Dezember 2025 an, die kürzlich verabschiedete Novelle des Strafrechts vor dem slowakischen Verfassungsgericht anzufechten. Der ursprüngliche Gesetzesänderungsantrag ging von der Notwendigkeit aus, auf die steigende Kriminalitätsrate zu reagieren. Im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens wurden jedoch über Änderungsanträge weitere Regelungen in die Novelle aufgenommen. Diese sehen unter anderem strengere Strafen für wiederholte geringfügige Diebstähle vor, schwächen zugleich die Stellung kooperierender Beschuldigter und führen neue Straftatbestände ein – etwa die Infragestellung der Beneš-Dekrete oder die Einflussnahme auf den Wahlkampf durch eine ausländische Macht. Vor allem die neuen Regelungen zu kooperierenden Beschuldigten sind umstritten, da deren Aussagen künftig in bestimmten Fällen nicht mehr als Beweismittel zugelassen werden könnten. Sie sorgen sowohl in der Gesellschaft als auch in Fachkreisen für intensive Diskussionen, da Kritiker*innen befürchten, dass sie Ermittlungen zu Korruption und organisierter Kriminalität schwächen könnten. Maroš Žilinka bedauert zudem, dass die Staatsanwaltschaft im Gesetzgebungsprozess nicht angehört worden sei. Oppositionsparteien unterstützen seinen Schritt. Nun liegt die Entscheidung beim Verfassungsgericht.
Der bulgarische Staatspräsident Rumen Radev (parteilos) führt weiterhin Beratungsgespräche mit den Vertreter*innen der Parlamentsfraktionen zur Bildung einer neuen Regierung im Rahmen der 51. Volksversammlung. Nach den Treffen mit der Partei Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens (GERB), Wir setzen den Wandel fort – Demokratisches Bulgarien (PP–DB), Vasraschdane und Bewegung für Rechte und Freiheiten – Neuer Anfang (DPS–NN) werden heute Vertreter*innen der Bulgarischen Sozialistischen Partei (BSP) und Es gibt ein solches Volk (ITN) zu Gesprächen erwartet. Sollte keine Einigung über die Regierungsbildung erzielt werden, ernennt der Präsident nach Konsultationen mit den Parlamentsfraktionen eine*n geschäftsführende*n Premierminister*in und eine geschäftsführende Regierung. Anschließend würden innerhalb von zwei Monaten Neuwahlen angesetzt. Als Interimspremierminister*in kann die Vorsitzende des Parlaments, der Gouverneur oder stellvertretende Gouverneur der Bulgarischen Nationalbank, der Vorsitzende oder stellvertretende Vorsitzende des Rechnungshofs oder die Bürgerbeauftragte beziehungsweise die stellvertretende Bürgerbeauftragte ernannt werden.
Unter den 69 bewerteten Staaten des "IMD World Talent Ranking 2025" belegt die Slowakei im Bereich Braindrain den letzten Platz. Nach Ansicht von 68 Prozent der Befragten beginnt das Problem bereits im Bildungssystem, wie eine Umfrage der Investmentplattform Portu zeigt. Das Ranking zeigt zudem, dass die slowakischen Universitäten im internationalen Vergleich nur den 68. Platz erreichen. Aktuelle Daten zeigen außerdem, dass 19,6 Prozent der slowakischen Maturant*innen für ein Studium ins Ausland gehen. Laut einer Analyse des slowakischen Instituts für Bildungspolitik kehren nur 40 Prozent von ihnen in die Slowakei zurück. Fachleute führen dies unter anderem auf begrenzte Einkommens- und Karriereaussichten sowie fehlende langfristige Perspektiven für junge Menschen im eigenen Land zurück.
In Ungarn wurde ein Rat für Künstliche Intelligenz (KI) eingerichtet. Das Gremium soll sich konkret mit der Beobachtung technologischer Entwicklungen, regulatorischer Fragestellungen sowie der behördlichen Praxis im KI-Bereich befassen. Vertreten sind unter anderem Wissenschaft, Hochschulen, Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsorganisationen. Als fachliches Forum soll er Empfehlungen und strategische Vorschläge erarbeiten. Themen sind etwa nationale Cloud-Lösungen sowie die stärkere Integration von KI-Themen in der Hochschulbildung.
In der Föderation Bosnien und Herzegowina fehlen tausende Ärzt*innen und Spezialist*innen. Besonders betroffen sind Anästhesist*innen, Notfallmediziner*innen und Kinderärzt*innen. Die Auswanderung junger Fachkräfte verschärft die Lage, da Ausbildung und Spezialisierung jahrelang dauern. Die Gehälter variieren stark zwischen den Kantonen und liegen weit unter dem EU-Niveau. Viele Ärzt*innen sind überlastet und behandeln täglich bis zu 70 Patient*innen. Das Gesundheitsministerium des Kantons Sarajevo versucht gegenzusteuern: Neue Einstellungen, rund 400 Spezialisierungen und Subspezialisierungen wurden genehmigt. Ziel ist eine bessere Personalverteilung und Entlastung der Teams in der Primärversorgung. Die Gewerkschaft fordert gesetzliche Anpassungen, sodass Ärzt*innen in der Primärversorgung maximal 1.500 Patient*innen betreuen. Ohne rasche Lösungen droht ein Kollaps des öffentlichen Gesundheitssystems.
Der slowakische Ombudsmann Róbert Dobrovodský hat sich am 15. Dezember 2025 wegen des beschlossenen Gesetzes zur Abschaffung des Amtes für den Schutz von Hinweisgeber*innen an das Verfassungsgericht gewendet. Er unterstützt den Antrag der Opposition, die darin Widersprüche zur Verfassung, zum EU-Recht sowie Mängel im Gesetzgebungsverfahren sieht. Hauptkritikpunkt ist eine Bestimmung, die eine jederzeitige Überprüfung eines bestehenden Schutzes erlaubt und laut dem Ombudsmann Unvorhersehbarkeit schafft sowie die Schutzfunktion schwächt. Vor diesem Hintergrund organisierte die Oppositionspartei Fortschrittliche Slowakei (PS) am 16. Dezember 2025 einen Protest in Bratislava gegen die Änderungen beim Hinweisgeber*innenschutz sowie gegen eine kürzlich beschlossene Novelle des Strafgesetzbuches. Diese wurde am 11. Dezember im verkürzten Verfahren unter heftiger Kritik verabschiedet, nachdem die Koalitionsparteien Stimme-Sozialdemokratie (HLAS-SD) und Richtung-Sozialdemokratie (SMER-SD) Änderungen erst kurz vor der Debatte vorgelegt hatten. Die Novelle umfasst neue Kronzeug*innenregeln, nach denen Aussagen strenger geprüft werden müssen und Beweise, die durch rechtswidrige Vorteile erlangt wurden, nicht mehr verwendet werden dürfen. Laut Kritik erschwert dies die Verfolgung von Korruption und organisierter Kriminalität. Betroffen sein könnten auch bekannte Verfahren, darunter der Fall im Zusammenhang mit der Ermordung des Journalisten Ján Kuciak sowie das Korruptionsverfahren gegen den Vize-Parlamentspräsidenten Tibor Gašpar (SMER-SD). Zudem werden neue Straftatbestände – darunter die Behinderung von Wahlkampagnen durch "fremde Mächte" – und die Regel "dreimal und genug" bei wiederholten Diebstählen wiedereingeführt. Die Gesetzgebung liegt nun dem Präsidenten zur Unterzeichnung vor.
Der Woiwode von Kleinpolen legt beim Verwaltungsgericht Berufung gegen den Beschluss zum Verbot von Feuerwerkskörpern in Krakau ein. Er äußert Zweifel an den Auswirkungen des Beschlusses auf die unternehmerische Freiheit sowie an der praktischen Umsetzbarkeit und Kontrolle des Verbots. Der Krakauer Gemeinderat beschloss im November 2025 mit dem Ziel, Lärm sowie Umwelt- und Tierbelastungen zu reduzieren, ein ganzjähriges Verbot des Abbrennens von Feuerwerks- und Knallkörpern sowie anderer pyrotechnischer Materialien im gesamten Stadtgebiet. Dieses Verbot gilt nicht für die bevorstehende Silvesternacht.
Am Zentralfriedhof Žale in Ljubljana wurde Mitte Dezember der sogenannte Baum der Dankbarkeit feierlich erleuchtet. Besucher*innen können Gedanken, Dankesworte, Erinnerungen oder Wünsche auf hölzernen Ornamenten festhalten und am Baum anbringen. Die landesweite Initiative verleiht Friedhöfen in der Adventszeit eine zusätzliche symbolische Rolle als Orte der Ruhe, des Mitgefühls und des gemeinschaftlichen Gedenkens. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Ornamente kommt dem Hospiz Ljubhospic zugute. Der Baum wird bis zum 15. Jänner leuchten, danach sollen die gesammelten Botschaften in ein Kunstprojekt einfließen.
Der Gemeinderat von Ljubljana hat kurzfristig ein Verbot unangekündigter musikalischer Gruppenauftritte in der Stadt bis zum Jahresende beschlossen. Der der seit dem 16. Dezember für 15 Tage geltende Beschluss richtet sich laut Bürgermeister Zoran Janković (LZJ – Liste Zoran Janković) ausdrücklich gegen Auftritte von Blaskapellen, sogenannten Trubači. Die Entscheidung sorgte im Gemeinderat für kontroverse Reaktionen, da Kritiker*innen Verfahrensmängel beanstanden und darin Ausdruck kultureller Ausgrenzung sehen, während Befürworter*innen den Schutz der öffentlichen Ordnung und der Weihnachtszeit betonen. Die Abstimmung endete mit 25 Stimmen dafür und sechs dagegen.
Bei der Verleihung der slowenischen "Elle Style Awards" wurde das Ljubljanaer Kulturzentrum Rog in der Kategorie "Elle Green" ausgezeichnet. Der Preis würdigt den ganzheitlichen Ansatz des Zentrums, der Nachhaltigkeit, Kreativität, Design und Technologie miteinander verbindet. Die Jury hob besonders hervor, dass anstelle einer ehemaligen Fahrradfabrik ein modernes, offenes Kreativzentrum entstanden ist. Nachhaltigkeit wird im Kulturzentrum Rog dabei nicht nur ökologisch, sondern als gelebte Philosophie des Zusammenlebens verstanden.
Die Polizei in Sarajevo kontrolliert von 15. Dezember bis 15. Januar verstärkt den Einsatz von Feuerwerk. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Verkauf und Besitz von Pyrotechnik. Wer Petarden oder andere pyrotechnische Mittel ohne Genehmigung nutzt, zahlt zwischen 150 und 450 Euro. Eltern haften für Kinder: Bei Verstößen drohen 200 bis 600 Euro Strafe. Das Innenministerium des Kantons Sarajevo warnt vor schweren Verletzungen, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Auch ältere Menschen, Kranke und Tiere sind gefährdet. Die Behörden rufen dazu auf, Pyrotechnik nicht zu verwenden und Kindern den Zugang zu verwehren. Ziel ist ein sicheres Weihnachtsfest und Silvester für alle Bürger*innen und Besucher*innen.
Die bulgarische Regierung hat zusätzliche 27 Millionen Euro für das Stadtbudget der Gemeinde Sofia bewilligt. Mit den Mitteln soll der Ausbau der Metro finanziert und die Polizeipräsenz in den U-Bahn-Stationen sichergestellt werden. 20 Millionen Euro sind für die Erweiterung der Linie 3 vorgesehen. Die Strecke ist 6 Kilometer lang und umfasst 6 Stationen. Die Mittel decken außerdem den Bau einer U-Bahn-Station am Bahnhof Obelja an der Eisenbahnlinie Sofia–Kjustendil ab. Geplant ist auch eine Tunnelverbindung zur U-Bahn-Station Obelja. Der andere Teil der Mittel, 7 Millionen Euro, ist für die Polizeipräsenz in den Stationen der U-Bahn im Jahr 2025 bestimmt. Die U-Bahn ist ein strategisches Objekt der nationalen Sicherheit. Die benötigten Mittel werden aus den geplanten Ausgaben des Staatsetats 2025 bereitgestellt. Der Bau der U-Bahn ist das größte Verkehrs- und Umweltprojekt der bulgarischen Hauptstadt und trägt erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei, indem der Verkehr entlastet und CO₂-Emissionen, Lärm und Fahrzeiten reduziert werden.
Nach mehrjährigen Vorbereitungen startet die umfassende Sanierung des Gebäudes der Universität Zagreb und Rechtswissenschaftlichen Fakultät, das bei den Erdbeben 2020 erheblich beschädigt wurde. Das Projekt hat ein Volumen von rund 28 Millionen Euro, die Bauzeit beträgt 18 Monate. Die Sanierung gilt als eines der komplexesten Wiederaufbauprojekte in Zagreb, gleich nach der Restaurierung der Kathedrale. Geplant sind unter anderem neue Fundamente, die Verstärkung der Innen- und Außenwände, der Neubau von Zwischendecken sowie umfangreiche Arbeiten an der Fassade. Alle Maßnahmen müssen den Vorgaben des Denkmalschutzes entsprechen. Ziel sei nun, das historisch bedeutende Gebäude künftig wieder sicher und voll nutzbar zu machen. Die Wiedereröffnung ist für Mitte 2027 geplant.
Zum Zweck der Diversifizierung seiner Energieversorgung hat sich Serbien für den Bau einer neuen Pipeline entschlossen. Wie Serbiens Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović (parteilos) mitteilte, wurde mit dem nordmazedonischen Zwillingsministerium der Bau einer neuen Gasleitung in Aussicht gestellt. Laut Plan soll die Baugenehmigung für die Erdgas-Interconnection zwischen Serbien und Nordmazedonien Mitte 2026 ausgestellt werden, die Bauarbeiten danach umgehend beginnen und Ende 2027 fertiggestellt werden. Anfang 2028 soll die Pipeline dann in Betrieb genommen werden. Der Investitionswert für den Ausbau der 144 Kilometer langen Pipeline auf serbischer Seite wird auf 153 Millionen Euro eingeschätzt, die Finanzmittel dafür seien bereits im Budgetvoranschlag 2026 enthalten. Laut der Ministerin soll die Kapazität dieser Erdgasverbindung etwa 1,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich betragen. In den kommenden Jahren sollen auch die bereits geplanten Erdgasleitungen zu Bulgarien (1,8 Milliarden Kubikmeter) und Rumänien (zwischen 1,6 und 2,5 Milliarden Kubikmeter) fertiggestellt werden, wodurch Serbien eine komplett diversifizierte Gasversorgung sicherstellen wird können.
Die Belgrader Kult-Tramlinie 2 wird allen Anschein nach die geplanten Stadterneuerungsvorhaben in der Belgrader Innenstadt überstehen. Jüngsten Plänen für den Umbau der Pariser-Straße am Rande der Belgrader Kalemegdan-Festung zufolge sollen die Schienen in dieser Straße auch nach der Verkehrslahmlegung beibehalten werden. In diesem Sinne würden sich lediglich für den Autoverkehr Folgen zeitigen, während sich die Tramschienen nach wie vor um die Festung und die Pariser-Straße hinauf schlängeln würden. Gleichzeitig soll dieser Stadtteil mehr Grünflächen und Flächen für Fußgänger*innen sowie Gelegenheiten für Freizeit und Entspannung bekommen. Laut den vom Bürgermeister vorgelegten Unterlagen befinden sich die Sanierungspläne für dieses Grätzel in der Endphase, womit demnächst eine Ausschreibung für die Bauarbeiten erfolgen sollte. Wie sich aus der Präsentation schließen lässt, würden die Bauarbeiten sieben Monate – und zwar von Mai bis Dezember 2027 – in Anspruch nehmen. In den ursprünglichen Planungsunterlagen war eine Verlegung der Straßenbahngleise geplant, was zu einem großen Aufruhr und heftigen Protesten von Bürger*innenorganisationen führte. Es wurde auch eine Bürger*inneninitiative für den Erhalt der Kultstatus in der Bevölkerung genießenden Tramlinie 2 gegründet.
In Berlin sorgen zahlreiche Baustellen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Allein im Bezirk Hohenschönhausen sind bis 2026 zwölf größere Baustellen an stark genutzten Hauptverkehrsstraßen geplant, die zu Sperrungen, Umleitungen und Verzögerungen führen. Im vergangenen Jahr registrierte der ADAC Berlin/Brandenburg rund 13.200 Staus auf den Autobahnen, viele davon aufgrund von Baustellen. Auch die Erneuerung des Stadtautobahnnetzes wird nicht ohne Einschränkungen möglich sein. Ronald Normann, Direktor der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH des Bundes, kündigt zahlreiche neue Baustellen an, die für die Sanierungsarbeiten notwendig sind.
Immer mehr Menschen in der Slowakei nutzen Künstliche Intelligenz (KI) als Unterstützung bei der Auswahl von Weihnachtsgeschenken und bei Kaufentscheidungen. Das zeigt eine Umfrage der Marktforschungsagentur Go4insight, die Ende Oktober und Anfang November 2025 durchgeführt wurde. Rund 48 Prozent der Bevölkerung gelten demnach als aktive KI-Nutzer*innen, weitere 15 Prozent verwenden entsprechende Tools gelegentlich. Besonders verbreitet ist die Nutzung bei Männern, Menschen unter 40 Jahren sowie bei gut ausgebildeten Personen mit höherem Einkommen in größeren Städten. Eine sehr intensive Nutzung zeigt sich auch unter Studierenden. Etwa 31 Prozent der Bevölkerung setzen KI mindestens einmal im Monat gezielt zur Auswahl von Produkten oder Dienstleistungen ein. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass das Vertrauen in KI stark vom jeweiligen Produkt abhängt. Während bei Elektronik eine hohe Akzeptanz besteht, sind Konsument*innen bei sensibleren Bereichen wie Nahrungsergänzungsmitteln oder Versicherungen deutlich zurückhaltender.
Am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, findet auf dem Krakauer Hauptmarkt die traditionelle Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige statt, die bereits zum 29. Mal vom Krakauer Gastronomen Jan Kościuszko organisiert wird. Es handelt sich um den größten Weihnachtsfesttisch in Polen, bei dem Bedürftige warme Mahlzeiten und Weihnachtspakete erhalten. Es werden rund 25.000 Gerichte ausgegeben, darunter Borschtsch, Piroggen, Bigos und Karpfen. Es gibt stets ausreichend zu essen, und die übrigen Speisen werden an die Küche der Stiftung "Heiliger Albert" weitergegeben. Neben einer warmen Mahlzeit erhalten Bedürftige während der Weihnachtsfeier auf dem Hauptmarkt auch Weihnachtspakete mit Lebensmitteln. Im vergangenen Jahr wurden rund 20.000 Pakete ausgegeben.
Das Projekt zur Wiederbelebung der Bögen unter der Negrelli-Eisenbahnbrücke hat internationale Anerkennung erhalten und wurde für den renommierten Mies-van-der-Rohe-Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur nominiert. Die Auszeichnung würdigt den langfristigen städtebaulichen Ansatz, der eines der wichtigsten technischen Denkmäler der Hauptstadt wieder in das urbane Leben integrieren soll. Ziel des Projekts ist es, die historischen Bögen schrittweise in einen lebendigen öffentlichen Raum mit Geschäften, Cafés, Galerien und Ateliers zu verwandeln. Die Revitalisierung, die von Wien inspiriert wurde, steht in engem Zusammenhang mit der umfassenden Umgestaltung der Umgebung. Dieser Schritt verspricht eine deutliche Aufwertung des gesamten Areals im 8. Prager Stadtbezirk. Parallel dazu laufen die fachlichen Vorbereitungen zur denkmalgerechten Sanierung der Bögen weiter. Aktuell wird der erste Bogen im Detail geprüft, um seine Eignung für eine neue Nutzung zu bestätigen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden 2026 erwartet und sollen die Grundlage für die nächste Projektphase bilden. Nach bisherigen Einschätzungen werden keine gravierenden Hindernisse erwartet.
Sarajevo feiert 140 Jahre öffentlichen Verkehr, seit 1885 erste Pferdetramways durch die Stadt fuhren. "Nach fünf Jahren Investitionen und Reformen erlebt Sarajevo einen echten Aufschwung im öffentlichen Verkehr", sagt der Verkehrsminister des Kantons Sarajevo Adnan Šteta (SDP – Sozialdemokratische Partei). 25 neue Straßenbahnen und 25 Oberleitungsbusse wurden geliefert, weitere 10 O-Busse folgen. "Wir haben erstmals seit Jahrzehnten das Vertrauen der Bürger*innen zurückgewonnen. Die Leute nutzen wieder aktiv den Bus und die Straßenbahn", betont Šteta. Auch Nachtverkehr und kostenlose Nutzung für Schüler*innen, Studierende und Geringverdiener wurden eingeführt. Die Strecke Ilidža–Hrasnica im Westen des Kantons wird erstmals seit 1962 wieder ausgebaut - ein Projekt, das, laut Šteta, den Alltag von Zehntausenden verändert. Ein modernes Sensorsystem steuert Ampeln in Echtzeit und priorisiert den öffentlichen Verkehr. Über 30.000 Fahrgäst*innen nutzen die offizielle Öffis-App für Echtzeit-Infos und Ticketkauf. "Sarajevo ist vom Problemfall zum Vorbild geworden. Wir setzen neue Standards für andere Städte in der Region, die Sarajevo als Beispiel für erfolgreiche urbane Mobilität nehmen", so Šteta.
Der Sofioter Bürgermeister Vasil Terziev (parteilos) möchte die Fernwärme Sofia als Konzession vergeben, wofür er die Zustimmung der Gemeinderät*innen benötigt. Verhandlungen mit der Weltbankgruppe (WBG) müssten ebenfalls aufgenommen und eine Vereinbarung abgeschlossen werden, um die erste Phase eines Verfahrens einzuleiten. Diese würde zur Vorbereitung von Maßnahmen für eine mögliche Beteiligung des Privatsektors an der Leitung der Fernwärme Sofia dienen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich das städtische Unternehmen in einer schwierigen finanziellen Lage befindet, mit einer enormen Verschuldung von über einer Milliarde Euro. Außerdem wird betont, dass die derzeitigen Wärmeerzeugungskapazitäten nicht energieeffizient sind und nur begrenztes Dekarbonisierungspotenzial bieten. Ein Konsulent soll nun ein detailliertes Finanzmodell erstellen, das Prognosen für die Finanzergebnisse liefert. Ein weiterer Bestandteil ist die Beratung zum Schuldenmanagement und zu Restrukturierungsalternativen. Dabei werden auch Möglichkeiten zur Umstrukturierung der übernommenen Schulden aufgezeigt, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu verbessern und potenzielles privates Interesse zu wecken. Die Beratungs- und Analyseunterstützung der Weltbankgruppe für die erste Phase wird die Gemeinde 750.000 bis 900.000 Euro kosten. Die voraussichtliche Umsetzungsdauer beträgt zehn bis zwölf Monate ab Eingang der angeforderten Informationen. Die Marktsondierung, die rechtliche, technische und umweltbezogene Due-Diligence-Prüfung, die Strukturierung des Geschäfts, die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie Durchführung des Auswahlverfahrens für den Konzessionsnehmer einschließlich der Vertragsunterzeichnung sollen weitere 3,5 Millionen Euro kosten.
Für den 5. Jänner 2026 ist in Serbien der Start des neuen Informationssystems SPIRI vorgesehen, das alle Zahlungen im Hochschulbereich über ein einziges Konto steuert. Die serbischen Hochschuleinrichtungen wurden bereits Mitte Dezember 2025 vom serbischen Finanzministerium unterrichtet, dass sie bis zum Jahresende alle Konten für die Überweisung von Finanzmitteln für Wissenschaftsprojekte schließen müssen. Laut den Dekan*innen der serbischen Universitäten werde die Einführung von SPIRI sowohl zum finanziellen als auch zum wissenschaftlichen Zusammenbruch der Einrichtungen führen, weshalb sie das Finanzministerium auffordern, in einen Dialog zu treten und die geplante Einführung zu verschieben. Eine entsprechende Antwort steht jedoch noch aus.
Die Regierungspartei Richtung-Sozialdemokratie (SMER-SD) erwägt, bei den Kommunalwahlen im Herbst 2026 mit Verkehrsminister Jozef Ráž (parteilos, nominiert von SMER-SD) in Bratislava anzutreten. Ráž bestätigte entsprechende Überlegungen, betonte jedoch, dass er bislang keine Entscheidung getroffen habe. Auf Nachfragen reagierte er ausweichend und sprach von bloßen Gedankenspielen. SMER-SD-Parteichef und Premierminister Robert Fico erklärte, er habe noch nicht mit Ráž darüber gesprochen, würde eine Kandidatur jedoch unterstützen. Hintergrund der Überlegungen ist die langjährige Kritik von SMER-SD am amtierenden Bürgermeister von Bratislava, Matúš Vallo (Team Bratislava). Thematisiert wurden dabei unter anderem Verkehrsprojekte, Radwege und Sicherheitsfragen.