Politikerin fordert Rückholung deutscher Goldreserven aus den USA

22.1.2026

Die Europapolitikerin Marie‑Agnes Strack‑Zimmermann (FDP – Freie Demokratische Partei Deutschlands ) fordert, dass Deutschland seine Goldreserven zurückholt. Als Grund dafür nennt die Politikerin wachsende globale Unsicherheiten und die als unberechenbar bewertete Politik von US‑Präsident Donald Trump. Die Goldreserven sind im Tresor der Federal Reserve in New York gelagert – über 1.230 Tonnen im Wert von etwa 164 Milliarden Euro. Das entspricht 37 Prozent der deutschen Gesamtreserven. Strack‑Zimmermann argumentiert, dass Deutschland zwar rechtlicher Eigentümer ist, aber keine uneingeschränkte physische Kontrolle über das Gold hat. Sie verlangt einen klaren Zeitplan zur Rückführung und eine transparente Risikobewertung durch die Bundesbank und das Finanzministerium sowie eine Bundestagsdebatte über die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes. Auf ihre Forderung reagierten die Bundesbank und die Bundesregierung, indem sie die Sicherheit der Lagerung in den USA betonten und erklärten, es bestehe derzeit kein akuter Handlungsbedarf. Doch Teile der Wirtschaft und einige Politiker*innen – darunter Vertreter*innen der Grünen – begrüßten die Diskussion über eine Rückholung als legitime Debatte zur Stärkung der strategischen Unabhängigkeit Deutschlands.​

Quelle: Die Welt, Berlin