100-Millionen-Kredit für Katastrophenschutz in Kroatien

27.1.2026

​Die Weltbank hat Kroatien einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro zur Stärkung der Katastrophenvorsorge und -resilienz genehmigt. Der Vertrag wurde vom damaligen Finanzminister Marko Primorac (parteilos) und der EU-Direktorin der Weltbank, Anna Akhalkatsi, unterzeichnet. Es handelt sich um den ersten Kredit dieser Art für Kroatien, der bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Bränden flexibel und kurzfristig in Anspruch genommen werden kann. Dadurch werden die bestehenden Budgetreserven ergänzt und eine rasche Finanzierung sichergestellt, bis weitere nationale oder internationale Mittel aktiviert werden. Der Fokus liegt auf dem Ausbau institutioneller Kapazitäten, der Modernisierung kritischer Infrastruktur sowie der finanziellen und sozialen Absicherung im Krisenfall. Das dreijährige Programm umfasst Reformen in den Bereichen Infrastrukturmanagement, Energie, Tourismus und Wohnbau sowie die Förderung von Versicherungen gegen Katastrophenrisiken, insbesondere zum Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Hintergrund sind die Gefahren, die von ​Naturkatastrophen für das Land ausgehen: Die durchschnittlichen jährlichen Schäden belaufen sich auf rund 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, allein die Erdbeben im Jahr 2020 hatten Schäden von über 16 Milliarden Euro verursacht.​​​​​

Quelle: Poslovni.hr, Zagreb