16 Zagreber Großprojekte hängen zwischen Werbung und Realität

16.5.2026

Im Umfeld der Kommunalwahlen 2025 setzte Zagrebs Bürgermeister Tomislav Tomašević (M – Wir können's!) stark auf große Infrastrukturprojekte. Eine Analyse der Tageszeitung Jutarnji list zeigt nun, dass der Stand der Realisierung bei 16 zentralen Vorhaben sehr unterschiedlich ausfallen dürfte. Einige Projekte würden deutlich hinter den ursprünglichen Zeitplänen liegen, während sich andere zwar in Umsetzung befänden, allerdings mit veränderten Fristen, höheren Kosten oder offenen Verfahrensfragen. Der Ausbau der südöstlichen Ausfallstraße Sarajevska cesta sowie das Fußballstadion in der Kranjčevićeva am Rand der Innenstadt befinden sich bereits in einer fortgeschrittenen Realisierungsphase. Die geplante Jarun-Brücke über die Sava kehrt wiederum wegen eines neuen Entwurfswettbewerbs und offener Grundstücksfragen in eine Vorbereitungsphase zurück. Die Unterführung Medpotoki ist nach Bürger*innenprotesten und ungelösten Eigentumsfragen aus dem operativen Plan verschwunden. Dennoch rührt die Zagreber Stadtverwaltung die Werbetrommel. Für die 16 Projekte wurden mindestens 65 öffentliche Ankündigungen gezählt – von ersten Präsentationen und Ankündigungen, Aufnahmen in Haushalts- und Strategiepakete, Vergabeankündigungen und​ Baustarts bis hin zu neuen Zeitplänen.

Quelle: Jutarnji.hr, Zagreb