Abhöraffäre beim slowakischen Kunstförderungsfonds

3.8.2026

Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen zu den Mitte Juli 2026 im staatlichen Kunstförderungsfonds (FPU) entdeckten mutmaßlichen Abhörgeräten veröffentlichte das Nachrichtenportal 360tka.sk am 3. August eine Tonaufnahme, die aus dem Fonds stammen soll und auf der über die mutmaßliche Einflussnahme auf Förderentscheidungen gesprochen wird. Kulturministerin Martina Šimkovičová (parteilos, nominiert von SNS – Slowakische Nationalpartei) kündigte an, im Falle einer Bestätigung der Echtheit der Aufnahme Konsequenzen gegen die Verantwortlichen zu ziehen. Das Kulturministerium und der FPU betonten, sich aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit weder zur Echtheit noch zum Inhalt der Aufnahme zu äußern. Der Fonds sagte den Ermittlungsbehörden seine volle Zusammenarbeit zu und kündigte weitere Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und der Arbeitsräume an. Vertreter*innen der Initiative slowakischer Kulturschaffender "Offene Kultur!" sowie Oppositionspolitiker*innen fordern eine unabhängige Untersuchung und personelle Konsequenzen im Kulturministerium.

Quelle: aktuality.sk, Bratislava