Antisemitismus-Streit bei Wahlkampf der Berliner Linken

30.8.2026

Bei einer Wahlkampfkundgebung der Linken (Die Linke) in Neukölln trat der Rapper Dahabflex mit einem Song auf, der unter anderem die Parole "Yalla Yalla Intifada" sowie einen Aufruf zum Tod von Mitgliedern der israelischen Armee enthält. Während des Auftritts tanzten und sangen zahlreiche Besucher*innen mit. Eine unmittelbare Distanzierung von der Bühne erfolgte zunächst nicht. Der Neuköllner Linken-Co-Vorsitzende Hermann Nehls erklärte anschließend, der Auftritt sei nicht Teil des vereinbarten Programms gewesen, und kündigte eine interne Aufarbeitung an. Auch die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte den Auftritt und bezeichnete die Aussagen als "absolut inakzeptabel". Die CDU (Christlich Demokratische Union), SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und Grüne (Bündnis90/Die Grünen) kritisierten den Vorfall scharf und forderten eine klare Abgrenzung der Linken von Antisemitismus und Gewaltaufrufen. Die Veranstaltung unter dem Titel "Wütend auf den Kapitalismus" war gemeinsam mit dem Theaterregisseur Volker Lösch organisiert worden und zog nach Angaben der Linken rund 1.000 Besucher*innen an.​

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin