Bericht zur Clankriminalität in Berlin veröffentlicht

14.8.2023

Die Berliner Innenverwaltung hat am 12. August das Lagebild Clankriminalität 2022 veröffentlicht. Demnach registrierten Ermittler*innen im vergangenen Jahr 872 Straftaten im Zusammenhang mit vielfach organisierter Kriminalität. Das sind 23 Fälle mehr als 2021. Die Liste ist lang und facettenreich. Insgesamt rechnet Berlins Innenverwaltung dem Milieu der Clankriminalität 582 Menschen zu (Stand Ende 2022). Knapp die Hälfte, also 47,7 Prozent, sind deutsche Staatsbürger*innen. Etwa ein Viertel wird in der Statistik als libanesisch (14,95 Prozent) oder deutsch-libanesisch (8,9 Prozent) geführt. Bei 18,7 Prozent ist die Staatsbürgerschaft unklar. Darüber hinaus ordnen die Ermittler*innen unter anderem noch türkische (4,8 Prozent) oder deutsch-türkische Staatsangehörige (1,7 Prozent) oder Syrer*innen (2,1 Prozent) der Clankriminalität zu, aber zum Beispiel auch einige Schwed*innen.​ Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands​) fordert eine gesetzliche Beweislastumkehr im Kampf gegen die organisierte Kriminalität.​ Mit den bisherigen gesetzlichen Instrumenten zur Vermögensabschöpfung stoße man beim Einziehen illegal erlangten Vermögens aus Immobilien oder Luxusautos immer wieder an Grenzen.

Quelle: Berlin.de, Berlin