Berliner Senat muss Konzept für Olympia-Bewerbung beschließen

10.5.2026

Gegen die geplante Berliner Olympiabewerbung für 2036, 2040 oder 2044 liest man in der Medienlandschaft einige grundsätzliche Einwände. Während Orte wie München, Nordrhein-Westfalen und Hamburg auf Volksentscheide setzen, stützt sich der Berliner Senat bisher auf eine einzelne Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der später auch über die deutsche Bewerbung mitentscheidet. Der Senat hat inzwischen ein Konzept vorgelegt, das weitgehend auf bestehende Sportstätten setzt. So würde das Boxen in der Waldbühne stattfinden, Volleyball, Handball und Hallensport wiederum in der Max-Schmeling-Halle oder in der Uber Arena Berlin. Neu gebaut werden sollen lediglich eine Basketballarena in Adlershof sowie ein Olympisches Dorf nahe dem Olympiastadion. Das Tempelhofer Feld soll als Ort der Eröffnungsfeier herhalten, während eine temporäre "goldene Brücke" am Brandenburger Tor in unmittelbarer Nähe der Quadriga für Siegerehrungen geplant ist. Die Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz ist noch offen. Zudem setzt der Senat auf umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen wie schnellere Bahnverbindungen nach Rostock-Warnemünde für die Segelwettbewerbe. Bis Anfang Juni muss das Abgeordnetenhaus entscheiden, im September fällt anschließend der DOSB seine Entscheidung über die deutsche Bewerbung.​

Quelle: Berliner Zeitung, Berlin