Bibliotheken in Berlin sollen soziale Treffpunkte werden
24.10.2026
Berlins öffentliche Bibliotheken wollen sich zunehmend zu sozialen Treffpunkten entwickeln, an denen Menschen nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch Alltagsgegenstände nutzen, Veranstaltungen besuchen und miteinander ins Gespräch kommen können. Ein seit September 2026 geltendes Bibliotheksgesetz schafft dafür erstmals einen rechtlichen Rahmen, garantiert jedoch keine ausreichende Finanzierung. Acht Berliner Bezirke und die Zentral- und Landesbibliothek bewerten ihre finanzielle Lage als eher schlecht; zugleich sind 38 der 66 öffentlichen Bibliotheksstandorte sanierungsbedürftig. Es fehlt vor allem an Geld für Personal, Gebäudereparaturen und Medien. Während die Zentral- und Landesbibliothek einen Umzug an den Alexanderplatz anstrebt, hoffen die Bibliotheken zudem auf eine künftig reguläre Öffnung an Sonntagen. Damit stehen den Zukunftsplänen weiterhin erhebliche finanzielle und bauliche Probleme gegenüber.