Debatte um Sicherheitsrisiken bei Radarkameras in der Slowakei

17.8.2026

Ein Pilotprojekt für neue Verkehrsradarkameras sorgt in der Slowakei weiterhin für politische Diskussionen. Die Kameras wurden im Rahmen eines Projekts des Innenministeriums getestet. Untersuchungen des Nationalen Sicherheitsamts (NBÚ) ergaben am 14. August 2026 Sicherheitsmängel bei den getesteten Geräten, darunter russische Komponenten und mögliche Fernzugriffsmöglichkeiten. Das Innenministerium hatte die beiden Geräte Anfang August aus dem Testbetrieb entfernen lassen, nachdem Fragen zur Herkunft und Sicherheit der Technik aufgekommen waren. Die Oppositionspartei Progressive Slowakei (PS) veröffentlichte kürzlich Unterlagen des NBÚ, wonach die Kameras nicht nur einzelne russische Bauteile enthalten, sondern auf russischer Technologie basiert haben sollen. Laut PS enthielten die Geräte zudem ein nicht dokumentiertes Modul, mit dem zwölf russische Telefonnummern verknüpft waren. Über diese soll ein Fernzugriff auf die Kameras und deren Bildmaterial möglich gewesen sein. Die Oppositionspartei wirft Innenminister Matúš Šutaj Eštok (Hlas-SD – Stimme-Sozialdemokratie) vor, das Ausmaß der russischen Beteiligung nicht ausreichend dargestellt zu haben, und fordert seinen Rücktritt.

Quelle: aktuality.sk, Bratislava