Drogen-Teststellen in Berlin sind Ansturm nicht gewachsen

7.10.2023

Die Berliner Anlaufstellen für das Testen von Drogen – sogenanntes Drugchecking – sind dem Ansturm nicht gewachsen. Seit dem Start des Regelbetriebs im Juni 2023 wurden 491 Interessent*innen gebeten, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen. Resultate bisheriger Testungen hätten aber ergeben, dass fehlende Tests zu erheblichen Gesundheitsrisiken führen könnten, berichtet der​ Tagesspiegel. Denn fast die Hälfte aller untersuchten Proben war laut dem Medium auffällig: In 204 Fällen waren Drogen mit zum Teil hochgefährlichen Stoffen verunreinigt, 87 Proben waren falsch deklariert und bei 79 Proben wurde eine Überdosierung festgestellt. In zahlreichen Fällen seien die Proben zugleich falsch deklariert und verunreinigt oder hoch dosiert und verunreinigt gewesen​, also mehrfach auffällig. Laut Raphael Schubert, Geschäftsführer der Fixpunkt GmbH, einem der drei Träger, die das Drugchecking in Berlin durchführen, werden auch in Zukunft Personen abgewiesen werden müssen. Beratungs- und Testungsressourcen würden im neuen Haushaltsentwurf nicht ausreichen.

Quelle: Der Tagesspiegel, Berlin