Drohungen vor der Vergabe des zweiten U-Bahn-Abschnitts in Prag

5.9.2023

Der Vorstand der Prager Verkehrsbetriebe gab am 5. September 2023 die Gewinner*innen des Auftrags für die Errichtung des zweiten Abschnitts der vollautomatisierten U-Bahn-Linie D bekannt. Das Dreier-Rennen um den Auftrag in Höhe von 1,25 Milliarden Euro zwischen der Baufirma Subterra und zwei Gruppen, die von den österreichischen Bauunternehmen Porr und Strabag angeführt wurden, endete jedoch in einem kontroversen Ausschluss eines der Bieter. Im Laufe der Entscheidung hatte der Verkehrsbetrieb den Firmenverbund PORR-Vinci-Marti wegen schwerwiegender Mängel aus dem Angebot ausgeschlossen. Kurz vor der finalen Vergabesitzung informierten die tschechischen Medien in diesem Zusammenhang über anonyme Drohungen gegen die eigentlich geheim zusammengesetzte Entscheidungskommission. Der in Wien ansässige Baukonzern Porr lehnte die "Gerüchte und Klatsch" ab, der Prager Verkehrsbetrieb zieht jedoch rechtliche Schritte in Erwägung. Nun muss auch das Kartellamt entscheiden, ob die Ausschreibung wiederholt werden muss.

Quelle: seznamzpravy.cz, Prag