Dürre beeinträchtigt Stromerzeugung in Serbien
2.8.2026
Die Hitzewelle in Serbien hat massive Auswirkungen auf die Stromerzeugung des Landes. Der niedrige Donaustand führt zu den niedrigsten Stromproduktionswerten seit der Inbetriebnahme der Donauwasserkraftwerke Đerdap 1 und 2, bestätigt Serbiens Bergbau- und Energieministerin Dubravka Đedović Handanović (parteilos). Derzeit produziert Đerdap 1 nur 20 Prozent seiner installierten Kapazität, während Đerdap 2 lediglich 30 Prozent seiner möglichen Leistung erreicht. Vergleichbare Tiefststände wurden zuletzt in den Jahren 2003 und davor 1985 verzeichnet. Besser ist die Lage im Wasserkraftwerk Bajina Bašta am Fluss Drina im Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina. Dort sind 75 Prozent der Staureserven gefüllt und werden für mögliche Notlagen zurückgehalten. Auch bei den Kohlekraftwerken kann das Kühlwasser weiterhin aus den benachbarten Flüssen entnommen werden, so die Energieministerin. Durch die Hitzewelle liegt der Stromverbrauch derzeit bei 100 bis 105 Gigawattstunden täglich. Im Winter erreicht der Tagesbedarf häufig 110 bis 115 Gigawattstunden. Daher appelliert Ministerin Đedović Handanović auch an die Bevölkerung, sparsamer mit Energie umzugehen.