Ein Drittel der Mittel für Infrastrukturprojekte in Zagreber Bezirken ungenutzt

16.7.2026

Zagreb nutzte im vergangenen Jahr von geplanten 39,44 Millionen Euro für kleinere kommunale Investitionen in Bezirken und lokalen Ausschüssen nur rund 28,5 Millionen Euro. Damit blieben knapp 11 Millionen Euro ungenutzt oder wurden ins Folgejahr übertragen. Die meisten Mittel waren für den größten Zagreber Bezirk Sesvete vorgesehen. Allerdings flossen dort von den budgetierten 5,67 Millionen Euro letztlich nur 3,27 Millionen in die Umsetzung. Trotz der hohen absoluten Investitionssumme erreicht der Bezirk damit nur eine Realisierungsquote von rund 57 Prozent und zählt somit zu den Schlusslichtern. In anderen Bezirken war die Ausbeute besser. So wurden in Peščenica-Žitnjak mit rund 94 Prozent sowie Trnje mit rund 93 Prozent beinahe alle Projekte realisiert. In Trnje war auch das größte Einzelprojekt erfolgreich: die Gestaltung eines Sportareals im Wert von rund 899.000 Euro. Erfolgreiche Beispiele bleiben aber die Ausnahmen. Als Gründe für die mangelnde Effizienz werden fehlende Genehmigungen, ungelöste Grundstücksfragen, zu teure Angebote, Änderungen der Raumpläne und nicht rechtzeitig übernommene Arbeiten genannt. Charakteristisch für Zagrebs Investitionstätigkeit ist die hohe Zahl geplanter Projekte. Budgetierung, Umsetzung und tatsächliche Auszahlungen laufen nicht immer parallel, sondern bilden unterschiedliche Projektphasen ab.

Quelle: Jutarnji list, Zagreb