Einsprüche gegen Sieger*innenentwurf für neues Zagreber Stadion
7.10.2026
Der Architekturwettbewerb für das neue Maksimir-Stadion in Zagreb steht nach der Wahl des Sieger*innenentwurfs des italienischen Büros VG13 zunehmend unter Druck. Rund 90 Prozent der Öffentlichkeit sollen den Entwurf ablehnen, nun kommen auch formelle Einwände hinzu, die das Ergebnis verändern könnten. Zwei ausländische Architekturbüros haben bei der staatlichen Vergabekontrollkommission Einspruch eingelegt. Auch das kroatische Wirtschaftsministerium stellt die Rechtmäßigkeit des Verfahrens infrage. Die Architekturbüros bezweifeln, dass der Siegerentwurf die verpflichtenden Wettbewerbsvorgaben erfüllt. Bei dem für 35.000 Zuschauer*innen geplanten Stadion sei laut den Beschwerden nicht ausreichend nachvollziehbar, wie sich die Kapazität auf Tribünen, Sektoren und Sitzkategorien verteilt. Auch für den vorgegebenen Kostenrahmen von rund 204 Millionen Euro fehle ein ausreichend detaillierter Nachweis der Baukosten. Weitere Fragen betreffen die Konstruktion der vier getrennten Tribünen und des großen Stadiondachs. Das Wirtschaftsministerium stellt zudem infrage, ob allen Wettbewerbsteilnehmer*innen dieselben Informationen zur Verfügung standen. Die bisherige Entscheidung könnte nun bestehen bleiben, das Verfahren teilweise wiederholt oder der gesamte Wettbewerb aufgehoben werden.