Der Schneefall in Zagreb hat zwar bereits am vergangenen Mittwoch aufgehört, doch bereitet er den Zagreber*innen aufgrund des bei den niedrigen Temperaturen entstandenen Eises noch immer Probleme. Viele Bürger*innen mussten wegen Verletzungen nach Stürzen auf vereisten Flächen im Krankenhaus behandelt werden – insgesamt 422 Personen bis dato. Besonders chaotisch war es in der Klinik für Traumatologie des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern im Stadtzentrum. Eis und Schnee auf öffentlichen Flächen wurden größtenteils geräumt, auch die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs wurden gesäubert. Problematisch sind jedoch die häufig mit Schnee und Eis bedeckten Zugangswege zu den Haltestellen. Die Stadtwerke bestätigten, dass die Reinigung rund um die Uhr in drei Schichten erfolgte. Gleichzeitig waren mehr als 500 Mitarbeiter*innen im Einsatz. Außerdem wurde betont, dass die Bürger*innen verpflichtet seien, die Gehwege vor ihren eigenen Gebäuden oder Häusern zu räumen. Doch nicht alle kommen dieser Verpflichtung nach. Wer sich vor einem Wohngebäude verletzt, muss sich für eine Entschädigung an die Bewohner*innen des Gebäudes wenden – nicht an die Stadt Zagreb. Leider ist diese Praxis in Zagreb kaum etabliert. In den meisten Fällen ist es weiterhin die Stadt Zagreb, die solche Prozesse verliert und Entschädigungen zahlt.