Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben in Berlin erneut rund 1.100 Beschäftigte kommunaler Kitas gestreikt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) zogen Erzieher*innen vor die Bildungsverwaltung und das Rote Rathaus, um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Bildungsverwaltung von Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) kritisierte die Warnstreiks wegen erheblicher Belastungen für Kinder und Eltern. Tarifverhandlungen seien legitim, dürften aber nicht dauerhaft zulasten der Familien geführt werden, hieß es. Verdi wies die Kritik zurück und warf dem Senat vor, trotz sinkender Kinderzahlen beim Kita-Personal zu sparen. In den Tarifverhandlungen fordern Verdi und weitere Gewerkschaften sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro. Weitere Warnstreiks, auch an Hochschulen, sind gemeinsam mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) angekündigt.