Gescheiterte Ausschreibung für 150 Busse in Belgrad

20.1.2026

Für die Ausschreibung zum Kauf von 150 Bussen für das städtische Verkehrsunternehmen GSP Belgrad ist kein einziges Angebot abgegeben worden. In einer Aussendung wirft die Gewerkschaft ​Zentrum GSP Belgrad der Stadt vor, keine realistische Beschaffungsgrundlage geschaffen zu haben, und verlangt nun eine neue öffentliche Ausschreibung. Dies jedoch mit einer tatsächlich benötigten Fahrzeugzahl und klaren finanziellen Garantien der Stadt. Nach Ansicht der Gewerkschaft trägt die Stadtführung Belgrads die Verantwortung für das Scheitern. Sie habe keine eigenen Mittel für den Buskauf bereitgestellt und stattdessen versucht, die Finanzierung auf die Lieferant*innen abzuwälzen, einschließlich der Verpflichtung, ein Finanzierungsleasing für die Käufer*innen zu organisieren. Doch aufgrund der schlechten Kreditwürdigkeit von GSP, bestehender Zahlungsverzögerungen und einer hohen Gesamtverschuldung seien Finanzinstitute nicht bereit gewesen, eine solche Finanzierung ohne städtische Garantie zu übernehmen. Schon eine frühere Ausschreibung für 300 Busse, die vor rund einem Jahr gestartet wurde, musste mehrfach verschoben werden. Nach dem Bekanntwerden zahlreicher Unregelmäßigkeiten wurde dieses Verfahren schließlich vollständig eingestellt.​

Quelle: Danas.rs, Belgrad