Fahrdienste könnten Privatautos in Berlin ersetzen

6.10.2026

Eine am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) vorgestellte Untersuchung zeigt eine deutlich intensivere Nutzung von Fahrdienst-Mietwagen gegenüber privaten Autos. WZB-Mobilitätsforscher Andreas Knie sieht darin Potenzial, den privaten Autobesitz in Berlin zu reduzieren. Untersucht wurden dafür Hunderttausende Fahrt- und Buchungsdaten des Fahrdienstes Bolt, die mit Bevölkerungs-, Mobilitäts- und Fahrplandaten des öffentlichen Verkehrs kombiniert ​​wurden. Die Daten wurden vom Beratungsbüro Catchment unter Leitung des Verkehrsingenieurs Benno Bock ausgewertet. WZB-Mobilitätsforscher Andreas Knie sieht darin das Potenzial, dass Berlin zu einer Großstadt werden könnte, in der viele Menschen kein eigenes Auto mehr benötigen. Die Untersuchung vergleicht die Nutzung von Fahrdienst-Mietwagen mit jener privater Autos und zeigt, dass Bolt-Fahrzeuge deutlich intensiver genutzt werden. Demnach sind sie täglich fast zwölfmal so lange im Einsatz, legen pro Fahrzeug rund 23-mal so viele Personenkilometer zurück und ermöglichen etwa 46-mal so viele Personenfahrten wie private Autos. Letztere stehen laut den erhobenen Daten mehr als 95 Prozent der Zeit ungenutzt.

Quelle: rbb (Newsportal vom Rundfunk Berlin-Brandenburg), Berlin