Geplante Rechenzentren in Mostar werfen Energiebedarfs-Fragen auf

26.9.2026

Im südbosnischen Mostar wurde innerhalb weniger Wochen der Bau von zwei großen Rechenzentren angekündigt. Der US-amerikanische Konzern AAFS plant ein Zentrum mit 100 Megawatt und einer Investition von rund 530 Millionen Euro. Das Projekt "Noverix" des israelischen Unternehmers Amir Gross Kabiri ist mit der Südlichen Gasverbindung und geplanten Gaskraftwerken verbunden. Es soll auf dem Gelände des ehemaligen Aluminiumwerks Aluminij in Mostar entstehen und schrittweise von 50 auf bis zu 200 Megawatt ausgebaut werden. Offen ist vor allem, wie der enorme Strom- und Wasserbedarf gedeckt werden soll. Medienangaben zufolge würde das AAFS-Zentrum siebeneinhalbmal so viel Strom verbrauchen wie sämtliche Haushalte in Mostar zusammen, während "Novarix" rund fünfzehnmal so viel verbrauchen würde. Auch mögliche Auswirkungen auf den Fluss Neretva sorgen für Kritik. Das föderale Umweltministerium betont, dass die bestehende Umweltgenehmigung des Aluminiumwerks Aluminij den Bau eines Rechenzentrums nicht abdeckt.

Quelle: Oslobodjenje.ba, Sarajevo