Immer mehr Zecken in Prag sind mit Lyme-Borreliose infiziert

19.4.2026

In Prag ist der Anteil von Zecken, die Lyme-Borreliose übertragen, im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Nach Angaben der Hygienestation waren rund 27 Prozent der im Jahr 2025 gesammelten Zecken infiziert, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die Untersuchungen wurden an sieben Standorten in Parks und Waldgebieten durchgeführt. Besonders hohe Infektionsraten wurden im Waldpark Hostivař sowie im Wildgehege Satalice festgestellt. Parallel dazu ist auch die Zahl der gemeldeten Borreliose-Fälle deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden in Prag 836 Erkrankungen registriert, was einem erheblichen Anstieg gegenüber den Vorjahren entspricht. Neben der Borreliose übertragen Zecken auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die im Gegensatz zur Borreliose eine Impfung verfügbar ist. Die Zahl der FSME-Fälle ist in Prag zuletzt zurückgegangen, bleibt jedoch weiterhin ein relevantes Gesundheitsrisiko. Expert*innen weisen darauf hin, dass Zecken längst nicht nur in Wäldern vorkommen, sondern zunehmend auch in städtischen Grünflächen wie Parks und Gärten verbreitet sind. Das milde Klima sowie das Vorkommen geeigneter Wirte begünstigen ihre Ausbreitung im urbanen Raum. Mit Blick auf die aktuelle Wetterlage ist in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Aktivität der Zecken zu rechnen. Gesundheitsbehörden empfehlen daher verstärkte Vorsichtsmaßnahmen bei Aufenthalten im Freien.

Quelle: blesk.cz, Prag