Immer mehr synthetische Drogen in Berliner Gefängnissen
17.8.2026
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Berliner Haftanstalten 2,4 Kilogramm mit NPS getränktes Material sichergestellt – damit bereits so viel wie im gesamten Jahr 2025. Besonders große Mengen wurden in der JVA Tegel (1.300 Gramm), der JVA Moabit (500 Gramm) und der JVA Heidering (300 Gramm) gefunden. Die Substanzen können bei Gefangenen zu starken Verhaltensveränderungen und unberechenbaren Reaktionen führen. Berichtet wird von Häftlingen, die ihre Zellen verwüsten und auf Vollzugsbeamte losgehen. Seit 2025 setzen die Berliner Haftanstalten moderne Ionen-Scanner ein, die auch kleinste Spuren verschiedener Substanzen erkennen können. Nach Einschätzung der Justizverwaltung könnte der Anstieg der Funde teilweise auch darauf zurückzuführen sein. Seit Ende Juni dürfen Gefangene ihre Post aufgrund einer Gesetzesänderung zudem ausschließlich als Kopie erhalten, was die Einfuhr der Drogen erschweren könnte.