Internationales Schiedsverfahren: Serbien verklagt Litauen
12.6.2026
Das staatliche Gasunternehmen Srbijagas hat ein internationales Schiedsverfahren gegen die Republik Litauen eingeleitet. Der Ursprung des Konflikts reicht bis ins Jahr 2006 zurück, als ein litauisches Konsortium die Düngemittelfabrik Azotara in Pančevo für 13,1 Millionen Euro erwarb. Entgegen den vertraglichen Verpflichtungen wurden in der Folge zentrale Produktionsanlagen nach Russland veräußert, während das Unternehmen über verbundene Firmen im Ausland finanziell ausgehöhlt wurde. Aufgrund dieser Vertragsverletzungen hob der serbische Staat 2009 die Privatisierung auf und übertrug die Verwaltung der Fabrik an Srbijagas. Srbijagas wirft Litauen vor, durch jahrelange Verzögerungen von Gerichtsverfahren zuvor erstrittene Urteile in Millionenhöhe entwertet zu haben. Schätzungen zufolge könnten die Forderungen des Unternehmens rund 20 Millionen Euro erreichen.