Kroatische Verbraucher*innen über Preiserhöhung nach Euro-Einführung empört

7.1.2023

Unmittelbar nach der Euro-Einführung am 1. Jänner 2023 mehrte sich in Kroatien die Kritik an neuen Preiserhöhungen. Die kroatischen Verbraucher*innen beklagen nun höhere Preise in der Gastronomie, im Einzelhandel sowie bei verschiedenen Dienstleistungen. Diese sollen die Preise aufgrund von Aufrundungen erhöht haben. Ein Kaffee in der Gastronomie habe sich um 10 bis 20 Cent verteuert, ein Laib Brot um sieben Cent, eine Pizza um 30 Cent, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. Der kroatische Wirtschaftsminister Davor Filipović (HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft) kündigte Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher*innen durch die Regierung an. Filipović rief Einzelhändler*innen, Dienststellenleiter*innen sowie Gastwirt*innen auf, die Preise auf den Stand vor dem 1. Jänner 2023 zu senken. Sollte das nicht geschehen, könnten sie auf schwarzen Listen landen oder es könnte eine Preisdeckelung wegen ungerechtfertigten Teuerungen auf sie zukommen. Auch Inspektor*innen seien unterwegs. Kroatische Bürger*innen können bis zum 15. Jänner 2023 auch in der alten Währung, der kroatischen Kuna zahlen. Kroatien ist in de​​r Euro-Zone und am 1. Jänner 2023 auch dem Schengenraum beigetreten.​

Quelle: Index.hr, Zagreb