Künstliche Intelligenz steuert jetzt das Wasserversorgungsnetz in Prag

22.3.2026

Prag hat ein neues digitales System zur Steuerung seiner Wasserwirtschaftsinfrastruktur in Betrieb genommen, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Das System überwacht das rund 3.700 Kilometer lange Versorgungsnetz in der Hauptstadt und ihrer Umgebung und wertet Daten aus dem Trinkwasser- und Abwassersystem in Echtzeit aus. Ziel ist es, die Effizienz des Betriebs zu erhöhen und Störungen frühzeitig zu erkennen. Mehr als 70.000 technische Geräte sind in das System integriert, wodurch eine umfassende Überwachung der gesamten Infrastruktur möglich wird. Die eingesetzten Algorithmen analysieren kontinuierlich Betriebsdaten und erkennen potenzielle Probleme bereits im Vorfeld, bevor es zu tatsächlichen Ausfällen kommt. Damit übernimmt das System teilweise Aufgaben, die bisher manuell von Techniker*innen ausgeführt wurden. Ein zentraler Vorteil liegt in der schnelleren Reaktionsfähigkeit bei Störungen. Durch die frühzeitige Identifikation von Problemen können Reparaturen gezielter geplant und schneller umgesetzt werden. Dies ist insbesondere in einer Großstadt wie Prag von Bedeutung, da Ausfälle nicht nur die Wasserversorgung beeinträchtigen, sondern auch Auswirkungen auf den Verkehr und den Alltag der Bevölkerung haben können. Das Prager Wasserversorgungsnetz versorgt rund 1,5 Millionen Einwohner*innen der Hauptstadt sowie weitere etwa 285.000 Menschen in der Region Zentralböhmen.

Quelle: iRozhlas.cz, Prag