Nach Kritik zieht SPD-Politikerin in Berlin Kandidatur zurück
13.4.2026
Die SPD-Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Mitte, Uta Francisco dos Santos (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands), hat ihre Kandidatur für die Kommunalwahl am 20. September 2026 zurückgezogen. Nachdem bekannt wurde, dass sie seit über eineinhalb Jahren dienstunfähig und seit Juli 2024 krankgeschrieben ist, dennoch aber für das Bürgermeister*innenamt kandidieren wollte, wurde Kritik laut. Sie ist in der Berliner Senatsfinanzverwaltung beschäftigt und wird dort als Leiterin für Gremienangelegenheiten im politischen Leitungsstab von Finanzsenator Stefan Evers (CDU – Christlich Demokratische Union) geführt. Ihre Position ist nach Entgeltgruppe E15 dotiert und wird je nach Erfahrungsstufe mit rund 5.017 bis 7.144 Euro brutto monatlich vergütet. Nach Meldung ihres Kreisverbands und einer Aufforderung der Parteispitze erklärte sie über ihren Anwalt den Verzicht und erklärte, dass sie nach einem Sportunfall länger krankgeschrieben gewesen sei und später gegen ihren Willen aus der Finanzverwaltung freigestellt worden war. Das habe neben weiteren Belastungen zu einer psychischen Erkrankung geführt. Trotzdem will sie für die Bezirksverordnetenversammlung antreten.