Neue Vorwürfe zu Vetternwirtschaft rund um Smer in der Slowakei
16.6.2026
In der Slowakei ist seit vergangener Woche eine neue Debatte über mögliche Vetternwirtschaft entbrannt. Auslöser sind Recherchen, denen zufolge staatliche Mittel der Regierungspartei Smer indirekt an ein Unternehmen geflossen sein sollen, das mit dem Sohn von Premierminister Robert Fico (Smer-SD – Richtung Sozialdemokratie) in Verbindung steht. Kritiker*innen sehen darin eine problematische Verflechtung von Partei, Staat und privaten Interessen. Die Partei Smer weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass alle Finanzflüsse im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen erfolgt seien. Zusätzlich sorgte Anfang der Woche ein weiterer Fall für Kritik: Der Sohn des Smer-Politikers Ján Richter steht wegen eines hochdotierten Postens in einem staatlichen Unternehmen im Fokus, was die Debatte über mögliche Vetternwirtschaft weiter verschärft. Die Enthüllungen fallen in eine breitere Diskussion über politische Netzwerke und Einflussstrukturen in der Slowakei.