Oberbürgermeisterkandidat Prags kündigt unpopuläre Teuerungen an
11.10.2026
Nach dem Sieg der Partei STAN (Bürgermeister und Unabhängige) bei der Prager Kommunalwahl hat Spitzenkandidat und Anwärter auf das Amt des Prager Oberbürgermeisters Petr Hlaváček mehrere Maßnahmen angekündigt, die für die Bevölkerung mit höheren Kosten verbunden sein könnten. Hlaváček will sich bei der weiteren Stadtentwicklung unter anderem auf den kürzlich beschlossenen Stadtplan, den sogenannten Metropolitan Plan stützen, der neue Stadtviertel auf heutigen Brachflächen ermöglichen soll. Zu den angekündigten Maßnahmen gehört eine Erhöhung des Preises der relativ günstigen Jahreskarte des Prager öffentlichen Nahverkehrs. Derzeit kostet die Jahreskarte etwa 150 Euro, während sie früher bei 195 Euro lag. Auch die Gebühren für Anwohner*innenparkplätze sollen nach Hlaváčeks Vorstellungen deutlich steigen, wobei er dies mit dem wirtschaftlichen Wert des öffentlichen Raums begründet. Langfristig spricht sich der STAN-Politiker zudem für die Einführung einer City-Maut innerhalb des künftigen inneren Stadtrings aus. Voraussetzung dafür wären allerdings die Fertigstellung des Rings sowie eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen, sodass mit einer Einführung frühestens in einigen Jahren zu rechnen wäre. Nach den bisherigen Vorstellungen sollen die Bewohner*innen innerhalb des mautpflichtigen Gebiets von der Gebühr ausgenommen werden.