Rahmen für Bundeswehr-Vorträge an Schulen in Berlin geschaffen
16.6.2026
Der Berliner Senatsverwaltung für Bildung zufolge sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr an Berliner Schulen Vorträge halten können. Jugendoffiziere sind speziell ausgebildete Soldat*innen, die von Schulen eingeladen werden können, um etwa über Sicherheitspolitik, internationale Konflikte und den Auftrag der Bundeswehr zu informieren. Kritik kommt unter anderem von der Bildungsgewerkschaft GEW sowie von der Linksfraktion (Die Linke) und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), die eine zunehmende Einflussnahme der Bundeswehr auf Schulen ablehnen und betonen, dass Klassenzimmer keine Rekrutierungsorte sein dürften. Die Senatsverwaltung verweist hingegen auf das Ziel politischer Bildung: Schüler*innen sollen unterschiedliche Positionen kennenlernen und sich eine eigene Meinung bilden können, insbesondere zu Themen wie Frieden und Sicherheit. Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschland) betont, dass diese Fragen viele Jugendliche beschäftigen und die Zusammenarbeit seit Jahren einen Beitrag zur politischen Bildung leiste, während die Bundeswehr selbst bereits seit 1958 im Rahmen solcher Informationsarbeit an Schulen aktiv sei.