Slowakische Opposition will Notfalldienste für Ärztinnen neu regeln

19.8.2026

Die slowakische Oppositionspartei Christlich-Demokratische Bewegung (KDH) hat kürzlich angekündigt, ambulante Ärztinnen im Mutterschutz von verpflichtenden Notfalldiensten ausnehmen zu wollen . Dazu will die Partei eine Gesetzesänderung ins Parlament einbringen. Hintergrund ist, dass die bestehende Ausnahme laut KDH nur für angestellte Ärztinnen gilt, nicht aber für Medizinerinnen, die eine eigene Praxis führen. Nach Angaben der KDH sind viele junge Allgemeinmedizinerinnen über eine eigene Gesellschaft tätig und gelten damit zugleich als Arbeitgeberinnen. Für sie greife die derzeitige Ausnahme deshalb nicht. Die Partei verweist zudem darauf, dass Frauen mehr als 60 Prozent der Ärzt*innenschaft ausmachen. Darüber hinaus kündigt die KDH ein umfassenderes Vertretungsmodell nach österreichischem Vorbild an. Es soll die Vertretung von ambulant tätigen Ärzt*innen bei längerer Arbeitsunfähigkeit oder schweren Erkrankungen regeln.

Quelle: teraz.sk, Bratislava