Mit dem neuen EU-Migrations- und Asylpaket wird Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten verpflichtend. Länder können wählen, ob sie Asylsuchende aufnehmen oder finanzielle Beiträge leisten. Slowenien hat beschlossen, 2026 keine Geflüchteten zu übernehmen, sondern 1,8 Millionen Euro in den Solidaritätsfonds einzuzahlen – das sind rund 20.000 Euro pro nicht aufgenommenen Flüchtling. Die Regierung begründet dies mit begrenzten administrativen und Unterbringungskapazitäten. Kritiker*innen wie die Nichtregierungsorganisation Ambasada Rog sehen darin eine politisch motivierte Entscheidung im Vorwahlkampf und verweisen auf geringe Asylzahlen sowie ungenutzte Kapazitäten. Politolog*innen bewerten den Schritt als pragmatische, aber symbolisch problematische Abkehr von tatsächlicher Solidarität.