Stadt Belgrad und Staatsbetriebe bergen Risiken für Serbiens Haushalt

16.6.2026

​Der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) erklärte, dass die serbische Wirtschaft zwar Widerstandsfähigkeit zeige, jedoch Risiken bestünden, die die fiskalische Stabilität des Landes gefährden könnten. Im Bericht zur dritten Überprüfung des laufenden Abkommens mit Serbien (Policy Coordination Instrument – PCI) hat der IWF hervorgehoben, dass die fiskalischen Risiken in Serbien erhöht seien. Diese ergeben sich nicht nur aus dem Energieschock, sondern auch aus Belastungen im Zusammenhang mit dem Staatsunternehmen "Straßen Serbiens" und der Stadt Belgrad. Der IWF ist der Ansicht, dass die Einhaltung eines Haushaltsdefizits von höchstens drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die Umsetzung von Notfallmaßnahmen erfordern könnte. Dazu zählen die Rationalisierung der laufenden Ausgaben sowie eine strikte Priorisierung von Investitionsprojekten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Verbindlichkeiten des staatlichen Infrastrukturunternehmens "Straßen Serbiens" dauerhaft durch eine strengere Ausgabenkontrolle gelöst werden müssten. Außerdem soll die finanzielle Lage der Stadt Belgrad dringend bewertet werden, um fiskalische Risiken vor dem nächsten Haushaltszyklus zu verringern. Der IWF fordert darüber hinaus eine Stärkung der finanziellen Lage staatlicher Energieunternehmen, um Spielraum für notwendige Investitionen zu schaffen und die fiskalischen Risiken zu senken.

Quelle: eKapija.com, Belgrad