Stärkere Kontrollen von E-Fahrzeugen in Prag
17.7.2026
Die Stadt Prag und die Polizei verstärken in den Sommermonaten die Kontrollen von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr. Im Mittelpunkt stehen vor allem E-Bikes, E-Roller und andere elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die zunehmend von Einwohner*innen, Tourist*innen und Lieferdiensten genutzt werden. Bei einer der jüngsten Kontrollen überprüften die Beamt*innen 94 Fahrzeuge. In 37 Fällen stellten sie Mängel fest, meist im Zusammenhang mit einem schlechten technischen Zustand oder unzulässigen Anpassungen. Gegen 21 Fahrer*innen wurden vor Ort Geldstrafen in Höhe von insgesamt 2.300 Euro ausgestellt. Weitere zehn Fälle wurden an die zuständige Verwaltungsbehörde weitergeleitet, sechs ausländische Fahrer*innen mussten Kautionen von etwa 1.100 Euro hinterlegen. Nach Angaben der Stadt entsprechen viele Fahrzeuge, die als E-Bikes oder E-Roller genutzt werden, nicht den gesetzlichen Vorgaben. Besonders problematisch sind umgebaute E-Bikes von Lieferdiensten, bei denen die Motorunterstützung häufig über die erlaubte Grenze von 25 Kilometern pro Stunde hinausgeht oder ohne Treten funktioniert. Die Stadt sieht darin vor allem auf Radwegen, in Fußgänger*innenzonen, Parks und stark frequentierten Bereichen ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Neben der Unfallgefahr bereiten Elektrofahrzeuge auch der Feuerwehr Sorgen. Vor allem Batterien in schlechtem technischem Zustand können Brände auslösen, die schwer zu löschen sind. Die strengeren Kontrollen stehen vor dem Hintergrund eines starken Booms der Elektromobilität in Prag. Während E-Autos, Elektroscooter und elektrische Lieferfahrzeuge immer häufiger werden, investiert die Stadt zugleich in neue E-Ladesäulen. Prag verspricht, bis Ende 2027 1.500 neue E-Ladesäulen zu errichten.