Steinkohlebergbau in Tschechien endgültig beendet

30.1.2026

​Nach mehr als 250 Jahren endet in Tschechien die Förderung von Steinkohle. Mit der Schließung des Bergwerks ČSM bei Karviná wurde am 31. Jänner 2026 das letzte aktive Steinkohlenrevier des Landes geschlossen.​ Einst galt die Kohle als schwarzes Gold ​und bildete das Rückgrat der tschechoslowakischen Industrialisierung, aus der ganze Städte und Verkehrsnetze hervorgingen. Seit 1990 ist die Jahresförderung jedoch von hunderten Millionen Tonnen auf ein Minimum gesunken. Ausschlaggebend für das Ende sind erschöpfte Lagerstätten, hohe Kosten des Tiefbaus in mehreren hundert Metern Tiefe sowie die sinkende Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommt die europäische Klima- und Energiepolitik, die den Einsatz fossiler Brennstoffe zunehmend verdrängt. In Tschechien selbst gibt es kaum noch Abnehmer*innen, der Großteil der zuletzt geförderten Kohle ging in den Export. Die Entscheidung zur Beendigung der Förderung traf der staatliche Betreiber bereits Ende 2022.​

Quelle: Idnes.cz, Prag