Unternehmen vermeiden Einstellung von Menschen mit Behinderung in Berlin
5.5.2026
Der Zugang zum Berliner Arbeitsmarkt bleibt für
Menschen mit Behinderung schwierig, obwohl Unternehmen zur Beschäftigung
verpflichtet sind oder eine Ausgleichsabgabe zahlen müssen. Laut
Inklusionsexpertin Rosalind Honig sind viele Betriebe noch immer nicht offen
und schrecken vor vermeintlichen Hürden zurück. Häufige Vorbehalte betreffen
Kündigungsschutz oder Barrierefreiheit – beides wird oft überschätzt oder
missverstanden. Tatsächlich lassen sich Arbeitsplätze meist individuell
anpassen, ohne große Umbauten. Gleichzeitig verschweigen manche Betroffene ihre
Behinderung aus Angst vor Stigmatisierung und verlieren dadurch Vorteile. Trotz
guter Qualifikationen berichten viele von Benachteiligungen im
Bewerbungsprozess.