Im Prager zoologischen Garten wurde bei mehreren Wasservögeln die Vogelgrippe diagnostiziert. Die staatliche Veterinärbehörde stellte die Infektion fest, nachdem der Zoo den schrittweisen Tod mehrerer Tiere in einzelnen Gehegen gemeldet hatte. Parallel dazu wurde das Virus auch bei einer wild lebenden Möwe am Prager Moldauufer nachgewiesen. Der Zoo reagierte umgehend mit außerordentlichen Maßnahmen. Die betroffenen Vögel wurden aus offenen Außenanlagen in gesicherte Innenräume gebracht, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Für Besucher*innen vorübergehend geschlossen sind unter anderem die Durchgangsvoliere und zwei andere Pavillons. Andere Bereiche bleiben weiterhin zugänglich. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde besteht für die Bevölkerung und die Zoobesucher*innen kein erhöhtes Risiko. Mitarbeitende, die mit betroffenen Vögeln in Berührung kamen, stehen vorsorglich unter ärztlicher Beobachtung. Die Veterinärbehörde kündigte an, von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Tiere im Seuchenherd nicht pauschal zu töten. Am selben Tag wurde zudem der erste diesjährige Ausbruch der Vogelgrippe in einem kommerziellen Großbetrieb in Tschechien bestätigt.