Der Bahnverkehr zwischen Budapest, Wien und Deutschland wächst dynamisch und zieht zunehmend neue Marktteilnehmende an. Die österreichische Privatbahngesellschaft Westbahn plant, ab Dezember 2026 täglich fünf Zugpaare zwischen Budapest und München zu betreiben. Auch Regiojet möchte sein Angebot weiter ausbauen. Der zunehmende Wettbewerb stellt eine direkte Herausforderung für die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) und ÖBB dar, die zwar über größere Kapazitäten verfügen, jedoch mit höheren Ticketpreisen arbeiten. Internationale Fahrkarten sind bereits ein wesentlicher Teil der Einnahmen der MÁV – insbesondere auf der Strecke Budapest-Wien. Private Bahnunternehmen punkten mit schnelleren, günstigeren und moderneren Services, während die ungarische Regierung dem Markteintritt neuer Anbieter zurückhaltend gegenübersteht. Parallel dazu kündigt die MÁV bis 2030 eine umfassende Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Kapazitäten an.