Zehntausende feierten bei der Prague Pride

9.8.2026

Die traditionelle Pride-Parade fand heuer am Samstag, dem 8. August, in Prag statt und bildete den Höhepunkt des einwöchigen Festivals zur Unterstützung der Rechte von LGBTQIA+-Personen. Laut Veranstalter*innen nahmen wie im Vorjahr rund 45.000 Menschen teil. Die Teilnehmenden versammelten sich am Vormittag auf dem Wenzelsplatz und gedachten mit einer Schweigeminute der Opfer des jüngsten Angriffs auf eine ähnliche Veranstaltung in Berlin. Die Sicherheitsvorkehrungen waren deshalb deutlich verstärkt worden. Hunderte Polizist*innen und ein Antikonflikt-Team begleiteten die Veranstaltung, die ohne Zwischenfälle verlief. Vereinzelte Gegenproteste entlang der Route blieben friedlich. Der mehr als zweistündige Umzug führte durch die Prager Innenstadt bis zur Insel Štvanice, wo das Festival mit Konzerten, Diskussionsrunden und Informationsangeboten fortgesetzt wurde. Aufgrund rückläufiger Unternehmensförderung wurde erstmals ein freiwilliger Eintrittsbeitrag von rund acht Euro eingehoben. Zudem stand das Festival erstmals seit Jahren nicht unter der Schirmherrschaft eines Regierungsmitglieds. Die Organisator*innen betonten, weiterhin auf die Situation von LGBTQIA+-Personen in Tschechien und die aus ihrer Sicht notwendigen rechtlichen Verbesserungen aufmerksam machen zu wollen. Unterstützung erhielt die Veranstaltung unter anderem vom Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda (ODS – Bürgerdemokratische Partei), der Regierungsbeauftragten für Menschenrechte Taťána Malá (ANO - Ja) sowie dem Prager Verkehrsstadtrat Jaromír Beránek (Piratenpartei). Ferner nahmen Vertreter*innen der Piratenpartei, von STAN und der Grünen an der Veranstaltung teil. ​

Quelle: Pražskýpatriot.cz, Prag