Debatte um Ferienprogramm für Kinder mit Behinderungen in Zagreb
19.4.2026
Ferienaufenthalte für Kinder mit schweren Behinderungen stehen erneut im Fokus politischer Debatten in Zagreb. Für ein spezielles Programm für Kinder im Rollstuhl konnte weder 2025 noch 2026 ein entsprechendes Angebot umgesetzt werden, während für andere Gruppen mit Entwicklungsstörungen weiterhin Ferienangebote stattfanden. Der betroffene Programmteil umfasste ein Budget von rund 21.700 Euro. Die Stadt verweist darauf, dass das Gesamtprogramm für Kinder mit Behinderungen seit Jahren fortgeführt und schrittweise ausgebaut worden sei. Für das Jahr 2026 sind Mittel in Höhe von rund 196.000 Euro vorgesehen, mit denen insgesamt etwa 350 Kinder unterstützt werden sollen. Zugleich wird betont, dass die Organisation spezieller Angebote für Kinder im Rollstuhl aufgrund hoher Anforderungen – etwa an barrierefreie Unterkünfte, medizinische Versorgung und speziell geschulte Betreuungsteams – besonders herausfordernd sei. Die Opposition und einzelne Interessenvertreter*innen kritisieren hingegen, dass die vorgesehenen Mittel für das spezialisierte Programm zu niedrig angesetzt seien. Deswegen sei die Ausschreibung gescheitert. Es handle sich um ein strukturelles Defizit bei der Planung sozialer Dienstleistungen für vulnerable Gruppen. Die Stadt kündigte an, gemeinsam mit Organisationen für Menschen mit Behinderungen nach Lösungen zu suchen.