EXPO 2027: Belgrad setzt auf Großprojekte zur Stadtentwicklung

8.5.2026

​Belgrad tritt im Vorfeld der EXPO 2027 in eine neue Phase umfangreicher Infrastrukturprojekte ein. Diese sollen das Stadtbild verändern, den Verkehr verbessern und den Bürger*innen neue Räume entlang von Save und Donau erschließen, erklärt Stadtmanager Miroslav Čučković (SNS – Serbische Fortschrittspartei). Zu den Prioritäten zählen die Vorbereitungen für die EXPO, der Start großer Infrastrukturvorhaben wie der Bau der Belgrader U-Bahn sowie ein Tunnel von der Wirtschaftsfakultät bis zur Despota-Stefana-Straße. Promenaden auf der Seite von Neu-Belgrad und Zemun sowie im Abschnitt von Belgrad am Wasser bis zur Ada Ciganlija sollen neu gestaltet werden. Donauufer, Save-Deich und bislang vernachlässigte Flächen werden in Promenaden, Parks und Ra​dwege umgewandelt, mit dem Ziel, Belgrad wieder stärker an seine Flüsse anzubinden und den Zugang für die Bevölkerung zu öffnen.​ Geplant sind zudem zwei Brücken, eine Fuß- und Radwegbrücke, die den Turm in Belgrad am Wasser mit dem Riesenrad verbindet, sowie eine Verkehrsbrücke mit Straßenbahngleisen und Zufahrtsboulevards von Neu-Belgrad. Eine neue Brücke soll die linke und rechte Flussseite verbinden und insbesondere die Anbindung von Mirijevo, Karaburma und Višnjica an das Stadtzentrum verbessern, so Čučković. Dadurch wird eine spürbare Entlastung des Innenstadtverkehrs erwartet: Mehr als 30 Linien des öffentlichen Verkehrs sollen künftig nicht mehr durch das Zentrum führen, wodurch Staus und Umweltbelastungen reduziert werden. 

Quelle: B92.net, Belgrad