Eingriff in slowenisches Unterrichtsmaterial vor Verfassungsgericht

15.2.2026

Die geplanten Regeln zur Zulassung von Lehrmaterialien sorgen in Slowenien für breite Kritik. So beantragte etwa der Verlag Rokus Klett beim Verfassungsgericht der Republik Slowenien eine Prüfung der Verfassungsmäßigkeit, weil er rechtliche Unsicherheiten in den neuen Vorgaben verortet. Auch die slowenische Wirtschaftskammer warnt vor einem Qualitätsverlust im Unterricht und einer Einschränkung der pädagogischen Freiheit durch die Maßnahmen des Bildungsministeriums. Laut dem Nationalen Bildungsinstitut Sloweniens entsprechen nur rund 15 Prozent der bestehenden Materialien den neuen Lehrplänen, die bald in Kraft treten sollen. Der Europäische Verband der Schulbuchverlage kritisiert indes​ staatliche Eingriffe und plädiert für einen besseren Zugang zu vielfältigen Lernmaterialien.

Quelle: Dnevnik.si, Ljubljana