Große Kritik gegen Tempo 50 in Berlin

3.2.2024

Die Pläne zur Wiedereinführung von Tempo 50 statt Tempo 30 auf mehreren Berliner Hauptverkehrsstraßen stoßen beim Verein für lebenswerte Städte, Changing Cities, auf Ablehnung. Auf einem großen Teil der dafür ins Auge gefassten Straßen gebe es keinen Radweg, hieß es in einer Mitteilung vom 3. Februar 2024. "Wenn hier Tempo 50 erlaubt wird, ist das ein Signal in Richtung Gegeneinander und nicht Miteinander", hieß es. Auch für Autofahrer*innen sei es eine "Zumutung", in dieser Geschwindigkeit etwa neben Kindern auf Rädern zu fahren. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Leitlinie der sogenannten Vision Zero zur Vermeidung von Verkehrsunfällen mit Toten und Schwerverletzten, würde ignoriert. Auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) kritisiert die Pläne. Weil sich die Luftqualität verbessert habe, müssten die vor Jahren aus Umweltgründen angeordneten Tempo-30-Abschnitte auf 34 Hauptstraßen theoretisch wieder aufgehoben werden, hatte Umwelt- und Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands) am Freitag mitgeteilt. Das habe rechtliche Gründe. Allerdings solle das nur dort greifen, wo die Verkehrssicherheit es hergibt. Entschieden werden soll über den neuen sogenannten Luftreinhalteplan mit einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit und Fachleuten erst im Juni.​

Quelle: rbb (Newsportal vom Rundfunk Berlin-Brandenburg), Berlin