Hauptstadt Prag investiert weiter in die Wasserinfrastruktur

28.5.2026

Die tschechische Hauptstadt wird in diesem Jahr etwa 178 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau ihrer Wasserwirtschaftsinfrastruktur investieren. Damit bleibt das Investitionsvolumen nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Der entsprechende Jahresplan wurde nun von der Prager Stadtregierung verabschiedet. Finanziert werden die Projekte überwiegend aus den Pachteinnahmen aus dem Wasserversorgungsnetz, die die städtische Gesellschaft Pražská vodohospodářská společnost (PVS) von dem Betreiber Pražské vodovody a kanalizace (PVK) erhält. Ein Großteil der Mittel fließt in bereits laufende Bauvorhaben, darunter die Modernisierung von Wasserleitungen, Kanalisation und Kläranlagen. Gleichzeitig werden neue Projekte mit einem Volumen von rund 57 Millionen Euro gestartet. Weitere Gelder sind für Sicherheitsmaßnahmen, moderne Technologien sowie den Ausbau von Photovoltaikanlagen vorgesehen. Hintergrund der hohen Investitionen ist die langfristige Strategie der Stadt zur Modernisierung der Wasserwirtschaft bis 2028. Dabei spielt die umfassende Erneuerung der zentralen Kläranlage auf der Kaiserinsel eine Schlüsselrolle, die als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Prags gilt. Noch in diesem Herbst soll zudem die Modernisierung einer historischen Hauptwasserleitung beginnen. Darüber hinaus plant die Stadt, künftig Restwärme aus Abwasser zur Beheizung von Haushalten zu nutzen.​

Quelle: Metro - Praha, Prag