MOL-Abkommen mit Serbien nach russischem Rückzug rückt näher
17.6.2026
Die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović (parteilos), hat mit dem ungarischen Ölunternehmen MOL eine Aktionärsvereinbarung über die künftige Führung des serbischen Energieunternehmens NIS unterzeichnet. Diese tritt jedoch erst in Kraft, wenn MOL die russische Beteiligung an NIS erwirbt, wie das Ministerium für Bergbau und Energie mitteilte. Die bereits von der serbischen Regierung genehmigte Vereinbarung ermöglicht, sofern die MOL-Gruppe die Mehrheitsbeteiligung erwirbt, die Weiterentwicklung von NIS, die Versorgung des serbischen Marktes sowie den Betrieb der Raffinerie in Pančevo. Für den Abschluss der Transaktion sind neben der Unterzeichnung des Kaufvertrags weitere behördliche Genehmigungen erforderlich.MOL führt weiterhin Verhandlungen mit der russischen Gazprom Neft über den Erwerb ihrer 56,15-prozentigen Beteiligung an NIS. Die Vereinbarung trete jedoch erst in Kraft, wenn MOL und Gazprom Neft eine Kaufvereinbarung abschließen und diese vom US-amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) genehmigt werde, erklärte Đedović Handanović. Laut der Vereinbarung erwirbt Serbien zusätzlich fünf Prozent der Anteile an NIS. Die Raffinerie soll mindestens in den nächsten zehn Jahren auf dem Kapazitätsniveau betrieben werden, das sie in den vier Jahren vor der Verhängung der US-Sanktionen erreicht hatte. Die Vereinbarung soll die Versorgungssicherheit und die Stabilität des serbischen Marktes gewährleisten, sofern der Verkauf zustande kommt.