Maßnahmen gegen Cyberangriffe bei Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026

16.3.2026

Die Berliner Innenverwaltung sieht das Risiko von Desinformationskampagnen und Cyberangriffen im Zusammenhang mit der Abgeordnetenhauswahl 2026 als realistisch an. Sie betont aber auch, dass derzeit keine konkreten Hinweise auf gezielte Angriffe vorliegen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) erklärte, dass Cyberangriffe und Desinformationskampagnen mittlerweile fester Bestandteil des Repertoires ausländischer Nachrichtendienste seien, die Lage jedoch im überblickbar sei und organisatorische sowie technische Maßnahmen umgesetzt würden, um die Wahl sicher durchzuführen. Direkte Manipulationen der Wahlstimmen seien wegen der analogen Stimmabgabe am 20. September 2026 eher unwahrscheinlich. Denkbar seien jedoch Angriffe auf die technische Wahlinfrastruktur, etwa durch DDoS-Attacken, um die Veröffentlichung von Wahlergebnissen zu verzögern oder die Integrität der Wahl infrage zu stellen. Zudem ist der Berliner Verfassungsschutz mit neuen rechtlichen Befugnissen und einer stärkeren Online‑Überwachung beauftragt worden, um verfassungsfeindliche Aktivitäten rechtzeitig zu identifizieren und zu unterbinden – einschließlich verdeckter Informationsgewinn​ung in sozialen Medien und intensiverer Analyse digitaler Gefahren für die Demokratie.

Quelle: Berlin.de, Berlin