Mehr als 1.000 Einwände gegen Belgrader Abfallsammelzentrum

5.6.2026

Nach mehr als 1.000 Einwänden innerhalb von nur zwei Tagen hat der Belgrader Bezirk Palilula den Prozess der öffentlichen Einsichtnahme für den Bau eines großen Abfallsammelzentrums oberhalb des Stadtteils Lešće vorläufig gestoppt. Die Anlage war vorgesehen, um die Deponie in Vinča zu entlasten, indem dort Abfälle aus den Bezirken Palilula, Zvezdara, Stari Grad, Vračar und Savski venac verarbeitet werden. Angesichts der massiven Gegenreaktionen setzte der Bezirk die öffentliche Einsicht in den Entwurf des detaillierten Regulierungsplans für die Umladestation, das Recyclingzentrum sowie die Einrichtungen des städtischen Reinigungsbetriebs aus. Laut Bezirk wurde diese Entscheidung nach der Auswertung zahlreicher Einwände der Bürger*innen getroffen. Bezirksvorsteherin Ivana Medić (parteilos) betonte, die Sorgen der Bevölkerung würden ernst genommen. Alle Argumente und möglichen Auswirkungen auf die Lebensqualität müssten erneut geprüft werden. Die zuständigen Institutionen seien nun ersucht, die vorgeschlagene Lösung zu überarbeiten. Das Projekt umfasst eine Fläche von rund 29 Hektar, die derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Kernstück ist eine Umladestation mit Recyclingzentrum auf 12,6 Hektar, ergänzt durch Anlagen wie Zugangskontrolle, Sortieranlage, Lkw‑Waage und Verwaltungsgebäude. Zudem ist auf weiteren 1,7 Hektar ein Standort des städtischen Unternehmens "Stadtreinigung" vorgesehen.

Quelle: Rs.n1info.com, Belgrad