Die Stadt Prag prüft eine neue Nutzungsmöglichkeit für ausrangierte Krankenwagen des Rettungsdienstes. Künftig könnten die Fahrzeuge als mobile Behandlungsräume für Drogenabhängige eingesetzt werden. Der Vorschlag wurde im Rahmen einer Debatte zur Drogenproblematik mit Präsident Petr Pavel (parteilos) im Rathaus von Prag vorgestellt. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hatte die Hauptstadt ältere Rettungswagen regelmäßig dorthin gespendet. Nun sollen ausgemusterte Fahrzeuge auch im Inland einem sozialen Zweck dienen. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin und Stadträtin für Soziales Alexandra Udženija (ODS – Bürgerdemokratische Partei) brachte die Idee ein, die Rettungswagen Suchtorganisationen für die mobile Sozialarbeit zur Verfügung zu stellen. Mobile Zentren gelten als ein Instrument, um Hilfsangebote direkt in belastete Stadtteile zu bringen. Betroffene müssten dadurch nicht weite Wege zu stationären Einrichtungen zurücklegen, sondern können vor Ort medizinische und soziale Unterstützung erhalten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt angekündigt, bis Ende 2025 eine erste mobile Applikationsstelle nach dem Vorbild anderer tschechischer Städte einzurichten.